Wie man seine Mitarbeiter auch mit Distanz richtig führt

Patrick Löffler, CEO von givve, beschreibt aus seiner Sicht in diesem Gastbeitrag, wie man Mitarbeitern auch aus der Ferne Wertschätzung zu teil werden lassen kann:

Die Corona-Pandemie prägt seit Monaten den Arbeitsalltag und verändert die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Arbeiten im Home-Office, Kurzarbeit, persönliche Ängste, Budgetkürzungen und in vielen Fällen eine deutliche Verschlechterung der Geschäftslage. Das alles beschäftigt uns seit Jahresbeginn 2020 und kann mitunter zu Demotivation und schlechter Stimmung im Team führen.

Vor allem, weil ein baldiges Ende kaum in Sicht ist. Auch als CEO von givve sehe ich, wie sehr wir uns alle wieder ein Stück Normalität zurückwünschen. Die gute Nachricht als Optimist: Wir können aus der Situation sehr viel lernen. Wie wir aktuell im Team miteinander umgehen und kommunizieren, ist aus meiner Warte als Führungskraft mit der erzwungenen Distanz noch viel wichtiger und prägt eine ganze Unternehmenskultur – nicht nur bei uns – nachhaltig.

Neue Home-Office-Regeln und Slack reichen nicht aus

Moderne Tools wie Slack oder Zoom bieten heutzutage unzählige Möglichkeiten, um die digitale Kommunikation in Unternehmen zu fördern. Auch wir investieren seit dem Start von givve vor 10 Jahren viele Ressourcen und Herzblut in die digitale Arbeit. Und spätestens seit der Corona-Krise wissen wir: Zum Aufrechterhalten des Workflows braucht man mehr als eine Home-Office-Policy und die Einführung von Slack. Selbst uns als FinTech-Unternehmen fällt das nicht einfach in den Schoß. Dazu braucht man das richtige Experten-Team und – ganz wichtig – Disziplin. Mein persönlicher Tipp: Schriftlich vor mündlich – auch wenn es manchmal schwerfällt, nicht mal eben das Telefon in die Hand zu nehmen. Doch wenn mehr als eine Person beteiligt ist und das Team nicht mehr an einem Tisch sitzt, ist eine konstante schriftliche Kommunikation für alle leichter und nachvollziehbarer.

Gute Technik ist das A und O

Digitale Tools und Kanäle gibt es tausende. Welche aber die Richtigen für ein Unternehmen sind, hängt von der jeweiligen Art der Kommunikation ab: Klassische E-Mail für externe Kommunikation, ein interner Messenger für allgemeine Informationen ans Team, ein Task-Management-System (z.B. Asana) für alle Aufgaben. Dabei ist entscheidend: Die Technik darf weder lähmen noch frustrieren – sie muss einwandfrei funktionieren und man muss wissen, diese richtig einzusetzen, um dabei alle Mitarbeiter gleichsam abzuholen.

Das Team ist und bleibt wichtigste Ressource

Neben einer gut funktionierenden Technik steht und fällt im Unternehmen aber nach wie vor alles mit den Menschen dahinter. Meine Devise klingt etwas altbacken, zählt in Zeiten wie diesen jedoch umso mehr: Respekt, Empathie, Vertrauen und Anerkennung pflegen und vorleben. Doch wie zeigt und fördert man das, wenn sich die Kollegen kaum noch sehen, alles nur noch auf dem digitalen Wege abläuft? Oder wenn man – ganz aktuell – nicht mal bei der beliebten Weihnachtsfeier aufs vergangene Jahr anstoßen kann?

Wertschätzung ohne große Feier und Händeschütteln

Patrick Löffler

Ganz klar: Ein aufrichtiges Danke ist immer angebracht und Gold wert! Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, Mitarbeitern zu zeigen, wie wichtig sie sind und welch wertvollen Beitrag sie für das Unternehmen leisten. In monetärer Hinsicht gibt es z.B. den steuerfreien Sachbezug im Rahmen der 44-Euro-Freigrenze, die noch bis Jahresende geltende 1.500 Euro Corona-Sonderprämie oder auch die einmalige steuerfreie Zuwendung von 110 Euro pro Mitarbeiter als Weihnachtsgeschenk. Wir von givve bieten hierzu vielfältige Möglichkeiten an. Bei der givve Card handelt es sich um eine Prepaid-Karte, die erfolgreich als Sachbezugskarte oder Prämie eingesetzt wird. Auch ein digitaler Essenszuschuss kommt bei Mitarbeitern gut an, gerade wenn sie zu Hause arbeiten müssen. Mit givve Lunch können sie Rechnungen – egal, ob vom gelieferten Mittagessen oder vom Supermarkt – einfach per App beim Arbeitgeber einreichen und sich mit der nächsten Gehaltsabrechnung zurückerstatten lassen.

Und nach Corona?

Home-Office-Mentalität und digitale Kommunikation werden mit Sicherheit auch im „New Normal“ Bestand haben. Hier gilt es, weiterhin mit seinen Mitarbeitern eng in Verbindung zu bleiben, gute Technik zu ermöglichen und Wertschätzung auszudrücken. Letzteres können Unternehmen mit Benefit- und Loyalty-Programmen, wie wir sie anbieten, zeigen. Und gleichzeitig wird die Motivation im Team gestärkt. Diese kann aber freilich nicht „nur“ auf monetären Ansätzen basieren. Bei uns verabreden sich die Mitarbeiter z.B. selbständig zum virtuellen Lunch, was die Gemeinschaft fördert. Will der Arbeitgeber engagierte und glückliche Teams, sollte er das aber auch selbst als Vorbild und Führungskraft vorleben. Ich mache z.B. täglich Sport, meditiere regelmäßig, nehme mir Zeit für gute Bücher und rufe mir gerade in schwierigen Zeiten immer gern dieses Motto ins Gedächtnis: If you go through hell, keep walking. Auf diese Weise komme ich mit positiver Einstellung durch den Alltag und ich bin davon überzeugt, dass sich das nicht nur auf meine Mitarbeiter überträgt, sondern dass wir aus dieser Zeit stärker hervorgehen werden.

Weitere Informationen unter:
www.givve.com

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