Phone as a Service

Mobile Device Management mit Mehrwert

Herr Dzulko, was bedeutet heute „Phone as a Service“ und welche Vorteile haben Unternehmen davon?

„Phone as a Service“ bedeutet, dass Unternehmen mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets nutzen, ohne sie dabei zu besitzen. Besitz bedeutet Verantwortung und Aufwand. Wir nehmen den Organisationen den Aufwand rund um das Handling von Smartphones und Tablets nahezu komplett ab, indem wir ihnen die Geräte komplett eingerichtet mit einem unschlagbaren Leistungspaket zur Nutzung überlassen. Das entlastet die IT-Abteilung spürbar, sorgt für mehr Datensicherheit und -schutz und ist gleichzeitig auch noch gut für die Umwelt.

Was bringt Ihre Refurbished-Strategie für Kunden und Umwelt?

Mit unserer Vorgehensweise sind nur noch die Geräte im Unternehmen, die tatsächlich genutzt werden – momentan landen ausgemusterte oder defekte Handys noch zu oft in irgendeiner Schublade. Damit verschwendet man nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Rohstoffe, die nicht wieder genutzt werden.

Für viele Unternehmen ist ein Geräteaustausch zu aufwendig. Für uns nicht, denn wir sind darauf spezialisiert. Rückläufer bereiten wir wieder auf und ermöglichen Ihnen einen zweiten Lebenszyklus. Das spart durchschnittlich 58 kg CO2 pro Smartphone.

Jan Dzulko, CEO, everphone GmbH

Sicherheit, Corporate Digital Responsibility und DSGVO, worauf muss beim Geräte-Management geachtet werden ?

Die größte Angst bei den Unternehmen in Zusammenhang mit IT ist die Datensicherheit und der Datenschutz. Wenn Mitarbeitende ihre eigenen Geräte mitbringen (BYOD), ist häufig nicht klar, wie mit den Daten umgegangen wird. Bei unserem Phone-as-a-Service-Ansatz ist alles von vorne herein geregelt. Wir integrieren Mobile-Device-Management-Lösungen (MDM) und sorgen von vorneherein dafür, dass Daten gemäß der gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben verarbeitet werden sich. Das ist Sicherheit by Design.

Welche Vorteile haben Unternehmen von der Nutzung eines MDMs (Mobile Device Management)?

Das MDM geht über eine reine Inventarisierung der Geräte weit hinaus und erleichtert zum Beispiel die Softwareverteilung auf den Firmenhandys erheblich. Ein Riesenvorteil ist auch das Einrichten eines verschlüsselten „Workspace“ für die Unternehmensdaten – sozusagen ein Phone im Phone. Da die privaten Daten davon getrennt sind, können Mitarbeitende die Geräte uneingeschränkt auch privat nutzen. Geht ein Gerät verloren, kann die IT per Fernlöschung den Verlust von Geschäftsdaten aus dem Workspace verhindern.

Was bedeutet für Sie intelligentes Outtasking?

Die IT- und Digitalabteilungen in den Unternehmen werden immer wichtiger. Diese wertvolle Ressource sollte sich nicht mit profanen Aufgaben wie dem Handling von Smartphones von Kolleginnen und Kollegen beschäftigen. Das kann man heute sinnvoll auslagern. Gleichzeitig bietet Phone as a Service einen echten Mehrwert für die Belegschaft: Anstelle der in vielen Firmen typischen Einsteiger-Smartphones können Mitarbeitende sich gegen einen geringe Zuzahlung die aktuellen Top-Modelle holen und eben auch privat verwenden. Dabei ist eine rund-um-Versorgung inklusive.

Ein weiterer Aspekt:
Mitarbeiter brauchen nur noch ein Smartphone mit everphone – statt zwei – ein Firmenphone und ein privates Phone – das spart Ressourcen.

Welche Bedeutung haben Refurbed-Produkte im Kontext von Klimaschutzzielen und nachhaltiger Entwicklung?

Jährlich werden alleine in Deutschland knapp 23 Millionen Smartphones neu gekauft, das ist eine enorme Menge. Die Produktion belastet die Umwelt, denn energieintensive Ressourcen werden benötigt und die Herstellung erzeugt Kohlendioxid.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts produziert jedes neue Smartphone etwa 58 kg CO2, bei Tablets sind es sogar 141 kg CO2. Mittlerweile sind Smartphones von der Leistung her so gut, dass sie auch in ein paar Jahren noch den Anforderungen der Nutzer genügen.

Durch das Refurbishing ist es möglich, die Lebensdauer von Smartphones zu verdoppeln. So können also genau jene 58 kg CO2-Äquivalenz eingespart werden. Bei 1,2 Milliarden Geräten pro Jahr weltweit ist das mehr als relevant. Deshalb ist Refurbishing auch fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells, damit die Produkte so lange wie möglich genutzt werden. Wir kaufen beispielsweise auch ungenutzte Smartphones von Unternehmen, die in den Schubladen der IT liegen, refurbishen sie und geben ihnen so ein zweites Leben.
Link zur Studie: https://www.interseroh.de/fileadmin/Aktuelles/PMs_PDF/2018/Artikel_MuellundAbfall_2018.pdf

Inwieweit kann die Corona-Pandemie die Neuausrichtung für eine nachhaltige Entwicklung beeinflussen und fördern?

Die größte Entwicklung, die wir in Deutschland beobachten ist, dass die Pandemie die Digitalisierung massiv beschleunigt hat. Arbeiten von zu Hause oder von woanders auf der Welt wurde plötzlich möglich und Normalität. Der Arbeitsplatz wird zunehmend digitaler und somit kann auch das Arbeiten flexibler gestaltet werden. Häufig kommen dabei, neben Smartphones, auch Tablets zum Einsatz, beispielsweise in Krankenhäusern und Schulen aber auch im Außendienst. Der starre 9-to-5-Job im Büro wird aussterben; das mobile Office ist die Zukunft. Durch die Pandemie haben wir gemerkt, dass wir viele Meetings auch vom Smartphone oder Laptop zu Hause machen können. Inlandsflugreisen zu Kunden sind nicht mehr zwingend notwendig. Das spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern schont auch die Umwelt.

Wir merken seit dem ersten Lockdown, dass viele Unternehmen erkennen, wie wichtig es ist in einen digitalen Arbeitsplatz zu investieren und die technischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Denn das eröffnet dann noch weitere Möglichkeiten zum Einsparen von Büroflächen oder flexible Arbeitsmodelle für Eltern.

https://www.everphone.de/

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