Marketing-Trends 2020

Wir haben Branchenprofis gebeten, sich das Jahr 2020 unter dem Gesichtspunkt Marketing vorzustellen. Dabei wird auch in diesem Bereich immer deutlicher, dass das Denken und Handeln der Verantwortlichen zunehmend datengetrieben wird. Sie werten die Datenströme aus, um die Werbung noch gezielter und visuell sowie interaktiv auszuspielen. Eine weitere Prognose bezieht sich auf die Customer Journey: es wird eher nicht darum gehen, diese zu lenken, sondern den Kunden an seinem jeweiligen Touchpoint „abzuholen“.

Trend 1: Content 4.0 – visuell und interaktiv

Für Unternehmen wird es immer schwieriger, sich innerhalb der Informationsflut vom Wettbewerb abzuheben und die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass sich Marketing-Content – unter der Zuhilfenahme neuer technologischer Möglichkeiten – der veränderten Medienrezeption anpasst: Inhalte müssen schnell und einfach erfassbar sein, es muss Spaß machen, sie zu konsumieren. Visuelle Botschaften erzielen nicht nur eine höhere Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit, sondern lassen sich zudem leichter verarbeiten und erinnern. Das ist insbesondere bei komplexen und erklärungsbedürftigen Themen im B2B-Umfeld von Bedeutung. Hier kommen Unternehmen nicht umhin, sich über ihre visuelle Sprache Gedanken zu machen und verstärkt auf bildlichen, ja sogar interaktiven Content zu setzen, um Zielgruppen auch zum Handeln zu animieren. Dazu gehören Infografiken mit Interaktionsmöglichkeiten und animierte Karten, unterhaltsame Grafiken und Videos sowie wie Verknüpfung von digitalen und Print-Inhalten, etwa über Augmented-Reality-Elemente. Bei aller Kreativität und Spielerei muss der Mehrwert des Contents aber nach wie vor im Fokus stehen.
Jennifer Köhler

Trend 2: Datengetriebenes Denken

Jeden Tag produzieren wir eine immense Menge an digitalen Daten – mit unserer Internetnutzung, unseren digitalen Transaktionen und unserer Kommunikation. Für Unternehmen bietet das wiederum die Chance, ihre Kommunikation verstärkt an ihren Zielgruppen auszurichten. Denn die Daten, die überall im digitalen Raum entstehen, lassen sich nutzen, etwa um Persona-Profile zu erstellen oder Content gezielter auszuspielen. Darüber hinaus eignen sich Daten – egal ob extern zum Beispiel über Marktanalysen gewonnen oder intern durch eigene Prozesse generiert –, um Content anzureichern. Marketer und Kommunikatoren müssen damit beginnen, datengetrieben zu Denken und sich die vorhandene Datenbasis zunutze zu machen, um lesenswerte Geschichte zu entdecken und glaubwürdig zu erzählen.
Sandy Wilzek

Trend 3: Touchpoint Marketing statt Customer Journey

Viel zu lang haben sich Marketer an die Customer Journey geklammert und Phase für Phase, Touchpoint für Touchpoint eine Route konstruiert, die zwar schlüssig war, allerdings nur wenig mit der Realität zu tun hatte. Die Kundenreise verläuft nicht linear, sondern individuell. Darum ist es wichtig, dass Unternehmen die für ihre Zielgruppe relevanten Touchpoints mit dem richtigen Content bespielen, und zwar unabhängig davon, in welcher Phase sich ein potenzieller Kunde gerade befinden könnte. Der Content muss für jeden möglichen Kunden ein Wegbereiter sein, um tatsächlich die Informationen zu erhalten, die er aktuell benötigt, dies gelingt vor allem über Verweise und Backlinks.
Sandy Wilzek

Trend 4: Die Zukunft der Kommunikation mitgestalten

Vor 20 Jahren hat sich das Kauf- und Informationsverhalten von Endverbrauchern und Einkaufsabteilungen durch das Internet dramatisch verändert. Diese Veränderung hat Unternehmen Geld, Marktanteile und manchmal sogar das ganze Unternehmen gekostet.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kommunikation stehen die Unternehmen wieder vor einem dramatischen Paradigmenwechsel. Denn die Zielgruppen müssen sich nicht erst überlegen, ob und wie KI in ihre Marketing-, Vertriebs- oder Service-Strategie -Strategie passt. Die Veränderungen durch Voice-Commerce, Text-Mining und den Einsatz digitaler Assistenten sind bei genauerer Betrachtung der Zielgruppen bereits jetzt sichtbar. Unternehmer und Führungskräfte in Sales, Marketing, Service und Kommunikation müssen jetzt agieren, damit sie nicht unvorbereitet, sondern fähig sind, erfolgreich die Kommunikation der Zukunft mitzugestalten.“
Gabriele Horcher

Die Kommunikationsspezialisten von Möller Horcher ) stehen für langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how im Bereich PR, Content Marketing und Lead Management. Ihre Spezialität sind die komplexen Themen in der Business-to-Business-Kommunikation von IT- und Hightech-Unternehmen. Die Agentur fokussiert sich auf die vertriebsunterstützende Kommunikation und unterhält sehr gute Kontakte zu Fach- und Branchenmedien. Gabriele Horcher ist Kommunikations-Wissenschaftlerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur.

Weitere Informationen unter:
www.gabriele-horcher.de
www.moeller-horcher.de

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