Künstliche Intelligenz für das Projektmanagement

Thomas Schlereth erläutert der Trend-Report-Redaktion im Interview, warum Can Do der Standard für die KI-gesteuerte Planung von Projekten ist.

Herr Schlereth, welche Chancen bietet künstliche Intelligenz für das Projektmanagement der Zukunft?
Der derzeitige Stand ist, dass die KI durch verschiedene Technologien Informationen und Vorschläge zur Verfügung stellt, aber „die Entscheidung trifft immer der Mensch“. Insights unserer Kunden zeigen, dass Projektmanager, die für Analysen und Bewertungen fast ausschließlich KI verwenden, dabei bis zu 50 Prozent ihrer Zeit einsparen und die Qualität der Entscheidungen signifikant besser wird. Daher fühlen sich, laut einer Studie der IPMA gemeinsam mit PwC, 90 Prozent der befragten PM-Fachleute durch die Arbeit mit KI gestärkt. Die KI wird fortlaufend weiterentwickelt und immer tiefer in die Methodik durch Mustererkennung und lernende Systeme integriert. Der nächste Step in den kommenden ein bis zwei Jahren ist die automatisierte Optimierung und Anpassung von Projektplänen durch KI.

„Die KI errechnet dann wahrscheinliche Risiken für Projekte, die ein Mensch niemals absehen würde.“

Thomas Schlereth

Welche Technologien rund um Künstliche Intelligenz (KI) können für das Projektmanagement zum Einsatz kommen? 

Zur Risikobewertung werden iterative Mustererkennungsverfahren angewandt, die sich dynamisch anpassen – schließlich sieht die Mustererkennung bei jedem Kunden anders aus. Simultan nutzen wir wissensbasierte Systeme. Wir versuchen, das Expertenwissen der User durch Beobachtung ihrer Problemlösung zu digitalisieren, um es allen zur Verfügung zu stellen.  

Inwieweit bringen Sie die neuen Technologien in Can Do zum Einsatz und für welche Projekte ist die KI prädestiniert? 

Wie und wo: Der primäre Systemkern ist eine Ansammlung von kleinen, schwach intelligenten Elementen. Eines berechnet zum Beispiel, wie wahrscheinlich ein Budget überschritten wird. Diese vielen, verschiedenen objektorientierten Modelle korrespondieren miteinander. So entsteht ein neuronal-ähnliches Netz aus Objektbeziehungen. Durch diese Elemente, die ähnlich wie Synapsen miteinander verbunden sind, entsteht die KI.

Wenn nun viele Projekte mit einer starken Überlappung der Personenplanung vor­liegen oder Projekte nicht exakt auf die Stunde genau geplant werden können, entstehen komplexe Situationen mit Millionen von Varianten. Die KI ana­lysiert diese in Millisekunden und unterbreitet Vorschläge zur Problemlösung. Planungen können in Can Do ungenau und realistisch sein, also die Dauer von Arbeiten kann als „Start im Mai“ oder als „drei bis vier Wochen“ angegeben werden, so wie der wirkliche Wissensstand ist.

Die KI errechnet dann wahrscheinliche Risiken, die ein Mensch niemals absehen würde. Man muss sich das wie beim Wetterbericht für die kommenden Tage vorstellen. Hier wird auch immer z. B. ein Prozentsatz an Regenwahrscheinlichkeit angegeben und somit erhöht sich die Qualität und die Glaubwürdigkeit der Vorhersage.

Sobald ich in einem Projekt Ungenauigkeiten bekomme und dadurch Millionen von Varianten – zum Beispiel beim Startpunkt oder der Dauer –, ist KI ein nützliches Werkzeug. KI hilft auch bei einer großen Menge an parallelen Arbeiten. 40.000 Projekte pro Jahr lassen sich nicht mehr manuell steuern oder nur mit einem sehr hohen personellen Aufwand.

>>>


Folgen Sie dem Link zu einer

Übersicht der Funktionen von CanDo


Aus welchen Branchen setzen Unternehmen oder Kunden schon auf KI-Tools beim Planen und Ausführen von Projekten?
KI zur Optimierung von Risiko-, Ressourcen- und Skill-Planung wird von all unseren Kunden weltweit eingesetzt. Vor allem in der IT und in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau. Massenprojekte durch KI zu analysieren und automatisch zu optimieren, ist vor allem von Kunden aus der Energiewirtschaft ein großer Wettbewerbsvorteil.

Und wieviele Unternehmen in Deutschland? 

Laut einer Studie der International Project Management Association (IPMA) in Zusammenarbeit mit PwC, ist die Idee noch nicht weit verbreitet. Gerade 23 % der 2020 Befragten haben bereits Erfahrungen mit KI gesammelt, wonach nur 4 % der Unternehmen KI-Technologien im großen Stil einsetzen. Das bedeutet im Umkehrschluss einen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, die hier bereits Kompetenzen aufbauen. 


Künstliche Intelligenz als das Projektwerkzeug der Zukunft

Möchten Sie mehr über künstliche Intelligenz als das Projektwerkzeug der Zukunft erfahren und wie es heute schon zum Einsatz gebracht werden kann?
Lesen Sie das Interview „KI perfektioniert hybrides Projektmanagement“ mit Herrn Schlereth.

https://www.can-do.de/

1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Künstliche Intelligenz für das Projektmanagement […]

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.