„Keine Meetings an Freitagen“

Burn-out-Prävention und remote in divers aufgestellten Teams arbeiten bei HubSpot – für eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeitende ihr Bestes leisten können. Das internationale Technologieunternehmen HubSpot setzt auf Culture Code, Diversity Report und Unplugged Week. Kathleen Jaedtke, Head of Marketing DACH, im Interview.

Frau Jaedtke, HubSpot hat mitten in der Corona-Pandemie ein hy­brides Arbeitsmodell eingeführt. Warum?

Der Wunsch der Belegschaft im Pandemiejahr 2020 war eindeutig mehr Flexibilität. Bei HubSpot konnte man zwar schon immer remote arbeiten, aber im August des letzten Jahres haben wir dann offiziell ein hybrides Arbeitsmodell eingeführt. Alle arbeiten so, wie es zu ihrer Lebensführung passt, ob im Büro, Homeoffice oder beidem. Teil des HubSpot Culture Codes ist es, dass Arbeit kein Ort ist, den man aufsucht, sondern eine Sache, die man tut. Karriereoptionen sollten schließlich nicht an der Postleitzahl oder den Lebensumständen scheitern.

Kathleen Jaedtke

Über die Interviewpartnerin

Kathleen Jaedtke leitet als Head of Marketing DACH ein deutschsprachiges Marketing-Team beim internationalen Technologieunternehmen HubSpot.

In dieser Funktion ist sie unter anderem auch für das Hiring von Marketing-Talenten in DACH/Europa zuständig.

HubSpot bietet eine führende CRM-Plattform (Customer Relationship Management) mit Software und Support, um Unternehmen beim Wachstum mit System zu unterstützen. Die HubSpot-Plattform umfasst Marketing-, Vertriebs-, Service-, Operations- und Websitemanagementprodukte.

Der deutsche Sitz des US-Unternehmens befindet sich in Berlin.

Das ausführliche Interview finden Sie unter:
https://www.trendreport.de/diversitaet-und-inklusion-leben/


Studien zeigen, dass sich Remote-Mitarbeitende häufig benachteiligt fühlen. Wie vermeiden Sie das?

Allen Mitarbeitenden sollte es möglich sein, die Unternehmenskultur zu erleben und erfolgreich zu arbeiten. Als globales Unternehmen, das über viele Zeitzonen hinweg agiert, haben wir uns schon immer stark auf Online-Technologien gestützt, um zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Allerdings berücksichtigen wir eine asynchrone Kommunikation, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht immer erreichbar sein müssen.

Darüber hinaus erhalten Führungskräfte und das Personalmanagement Schulungen, Workshops und weitere Unterstützung, um psychologische Sicherheit aufzubauen, hybride Teams erfolgreich zu leiten, Mitarbeitende aus der Ferne einzustellen und Teams aufzubauen. Um den Proximity-Bias auszuschalten, haben wir unsere Prozesse für Feedback, Leistungsbeurteilung und den Zugang zu Entwicklungsmöglichkeiten auf remote umgestellt. Außerdem erweitern wir unser Team kontinuierlich mit Führungskräften, die ebenfalls remote arbeiten.

In diesem Jahr ist Ihr Diversity-Report zum fünften Mal in Folge erschienen. Was genau hat es damit auf sich?

Wir wollen ein diverser und inklusiver Arbeitgebender werden. Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung, diesen gesellschaftlichen Wandel nachhaltig voranzutreiben und faire Gemeinschaften und Chancen aufzubauen.

In unseren Unternehmenszielen gibt es auch Diversitäts- und Inklusionsziele. In unserem jährlichen „Diversity, Inclusion & Belonging Report“ zeigen wir den Status quo unserer Teamzusammensetzung, Trends und unsere Maßnahmen auf. Auch wenn wir stolz auf unsere Fortschritte sind, wollen wir uns darauf nicht ausruhen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.

HubSpot engagiert sich auch im Bereich Burn-out-Prävention. Dieses Jahr haben Sie eine globale Urlaubswoche für die gesamte Belegschaft ausgerufen. Sind weitere Maßnahmen in Planung?

Als schnell wachsendes Unternehmen mit knapp 5 000 Mitarbeitenden sind auch uns die Symptome von Burn-out nicht fremd. Deshalb fördern wir eine nachhaltigere Arbeitsweise und gehen die Ursachen von Burn-out an. Die globale Urlaubswoche, die sogenannte Unplugged Week, wird nun jedes Jahr für alle HubSpotter*innen in der Woche des 4. Juli stattfinden.

Auch wenn wir unbegrenzte Urlaubstage nehmen und unsere Arbeitszeit flexibel gestalten können, ist es wesentlich einfacher, sich wirklich auszuruhen und abzuschalten, wenn alle gleichzeitig eine Auszeit nehmen. Daneben gibt es noch weitere Initiativen, wie „Keine internen Meetings an Freitagen“ und Resilienz-Workshops für alle.

www.hubspot.com/careers

Aufmacherbild / Quelle / Lizenz
Photo by Zach Reiner on Unsplash

1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] „Keine Meetings an Freitagen“ […]

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.