“Happy Friday” statt “Black Friday”


Happy Friday Charity-Aktion für Kinder in Not. Ein gutes Konzepte, um gegen Klimawandel und Kinderarmut in Osteuropa zu punkten.

Klimawandel und Armut sind zwei große Themen, die unsere Zeit beherrschen. Beides ist zu einem großen Teil menschengemacht und kann deshalb auch vom Menschen bekämpft werden. Die Online-Druckerei WIRmachenDRUCK aus Backnang vor den Toren Stuttgarts zeigt, wie man als Unternehmen dem Klimawandel und auch der Armut kreativ entgegenwirken kann.

CO2-Emissionen: Ursache für den Treibhauseffekt

Inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass vor allem CO2-Emissionen dafür verantwortlich sind, dass sich die Erde erwärmt und das Klima dabei ist, sich in einer für den Menschen gefährlichen Weise zu verändern. Mehr Wetterextreme mit Stürmen, Hitzeperioden, Waldbränden und Überflutungen bedrohen das Leben von Mensch und Tier auf dem Planeten.

Während die Weltgemeinschaft auf großen Klimagipfeln darum ringt, die Emissionen zu reduzieren, leisten manche Unternehmen schon heute einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der umweltschädlichen CO2-Emissionen.

Förderung nachhaltiger Projekte in Indien

Die beiden Mitgründer Samuel und Johannes Voetter von WIRmachenDRUCK wissen, dass gerade ein Unternehmen wie das ihre, auch mit noch so ausgefeilten Produktionsabläufen und modernsten Geräten und Maschinen nicht alle Emissionen verhindern kann. Daher investieren sie viel Geld, um die Natur und das Klima woanders effizient zu schützen.

Es geht ihnen um Ausgleich und Kompensation. So beteiligen sie sich an indischen Projekten im Bereich Stromerzeugung. Ziel ist es, mithilfe erneuerbarer Energiequellen, genauer gesagt durch die Beteiligung an Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen, dringend benötigten Strom auf saubere Art zu erzeugen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.

Nachhaltigkeit in Sachen Armut

Wenn man bei dem Begriff Nachhaltigkeit fast immer zuerst an den Umweltschutz denkt, so ist nachhaltiges Handeln auch im Bereich der Armutsbekämpfung von zentraler Bedeutung. Vor allem die Bekämpfung der Kinderarmut steht hier im Mittelpunkt, denn die heute Kleinsten sind die Zukunft. Nur wenn sie die Möglichkeit haben, in gesicherten Verhältnissen zu leben, in guten sozialen Umfeldern aufzuwachsen, sich Wissen anzueignen und insgesamt die Erfahrung machen, dass man sich um sie sorgt, steigen ihre Chancen auf ein glückliches und produktives Leben.

Auch hier wollte und will WIRmachenDRUCK einen Beitrag leisten. Aus diesem werden Projekte wie „Stuttgarts heißer Kessel“, das Uganda Lebenshaus sowie die Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz mit Engagement und finanziellen Mitteln unterstützt. Die Brüder Voetter hatten aber noch eine andere, sehr kreative Idee. Sie haben bereits 2020 einen der umsatzstärksten Tage im Jahr, den Black Friday, kurzerhand in den Happy Friday verwandelt.

10.000 Geschenkboxen wurden die von der Belegschaft des Unternehmens verpackt

Happy Friday: Ruhende Produktion für den guten Zweck

Den Black Friday kennt vermutlich jeder, der gerne einkauft und das möglichst günstig. Bei dieser ursprünglich aus den USA nach Europa geschwappten Aktion, die inzwischen bis zu vier Tage dauern kann, locken stationäre und im Internet tätige Händler die Verbraucher mit hohen Rabatten auf zahlreiche Produkte. Am Black Friday und seiner Verlängerung am Cyber Monday werden dabei Milliarden Euro umgesetzt.

Das brachte die Gebrüder Voetter und das Management von WIRmachenDRUCK auf die Idee des Happy Friday. Sie spendierten 10.000 Geschenkboxen mit Spielsachen, Kuscheltieren, Stiften, ausmalbaren Taschen und Turnbeuteln sowie eine magischen Zaubertasse, die am Black Friday von ihnen und der 300 Personen starken Belegschaft des Unternehmens verpackt wurden.

Die Druckmaschinen standen dafür weitestgehend still, anstatt Kundenaufträge abzuarbeiten. Anschließend wurden 38 Tonnen „Kinderglück“ durch die Organisation „Hilfstransporte + Waisenhilfe e. V.“ nach Ungarn und Rumänien gebracht und dort an hilfsbedürftige Kinder verteilt.

WIRmachenDRUCK – Happy Friday 2021

Die letztjährige Aktion sollte kein Strohfeuer sein und so wurde entschieden, auch 2021 einen Happy Friday zu veranstalten. Der Unterschied besteht dieses Jahr darin, dass die Initiatoren hoffen, dass es nicht bei den 10.000 Geschenkboxen, die sie wieder gespendet haben, bleibt. Bei der zweiten Auflage sind Kunden und auch Unternehmen eingeladen, sich zu beteiligen.

Wer eine oder mehrere Geschenkboxen spenden möchte, muss sie nur im Online-Shop von WIRmachenDRUCK bestellen. Die gesamten Einnahmen gehen an den Verein „Hilfstransporte + Waisenhilfe e. V.“, die dann die Aktion vom Verpacken bis zur Auslieferung finanziert. Auch 2021 ruht fast die gesamte Produktion am offiziellen Black Friday, damit die Belegschaft zusammen mit weiteren gemeinnützigen Vereinen die Boxen befüllen und verpacken können.

Wer eine oder mehrere Geschenkboxen spenden möchte…
Photo by Tim Mossholder on Unsplash

Gefragt, warum die Brüder Voetter den Happy Friday mit so viel Herzblut organisieren und ihn zur Chefsache erklärt haben, antwortet der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Samuel Voetter: „Ein Paar Kinderaugen zum Lächeln zu bringen, macht glücklich. 100 Kinderaugen leuchten zu sehen, wirkt wie ein Jungbrunnen. 100.000 Kinderaugen zum Strahlen zu bringen, ist unbezahlbar!“

Keine Gegensätze: Umsatz, Klimaschutz und soziales Engagement

Unternehmen können einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und sich zusätzlich sozial engagieren, wenn sie wollen. Leider fehlt es noch zu häufig an eben diesem Willen. Im Vordergrund stehen die Umsätze und die Renditen der Aktionäre, die auch gerne mal mithilfe von „green washing“ in die Höhe getrieben werden. Aber die Verbraucher merken schnell, wer den Umwelt- und Klimaschutz als Unternehmen ernstnimmt und sich aus Überzeugung, nicht aus Werbezwecken für Benachteiligte einsetzt.

Das Beispiel von WIRmachenDRUCK zeigt, wie man als Unternehmen authentisch handeln kann!

Aufmacherbild / Quelle / Lizenz
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