Gute Musik braucht nicht immer das ganze Orchester

Von Thomas Golatta, Managing Director Macaw Germany

Thomas Golatta vergleicht Marketing mit einer Oper, bei der auch nicht immer alle Musiker gleichzeitig spielen.

Immer bessere digitale Produkte auf den Markt bringen, personalisierte Kundenerlebnisse mit Mehrwert bieten, nahtlose Customer Journeys schaffen, digitale Exzellenz anstreben, Omnichannel statt Multichannel kommunizieren – Marketingabteilungen stehen heute angesichts der hohen Anforderungen ganz schön unter Druck.

Wie ist das alles zu schaffen? Zwar haben viele Unternehmen inzwischen teure Digital-Experience-Plattformen (DXP) angeschafft und ihre Mitarbeitenden geschult, optimale Resultate bleiben aber trotzdem aus. Die ersehnte perfekte Customer Journey ist in weiter Ferne.

Warum das so ist, lässt sich gut erklären. Für ein ansprechendes und nahtloses digitales Kundenerlebnis müssten die Instrumente der DXP immer wieder passend zusammengestellt und an neue Anforderungen angepasst werden. Das Austauschen und Hinzufügen einzelner Komponenten erlauben monolithische All-in-One-DXP aber nicht, weil dafür immer gleich das Gesamtsystem geändert werden muss. Das Gleiche gilt häufig auch für notwendige Anpassungen am Frontend, da diese Lösungen meistens noch die Flexibilität eines Headless-Ansatzes mit gesondertem Frontend vermissen lassen. Diese Behäbigkeit macht Marketingaktionen unnötig langsam und teuer.

Aber es braucht nicht immer ein ganzes Orchester, um stimmige Musik zu machen. Beethoven hat seine neunte Sinfonie schließlich auch nicht für alle verfügbaren Instrumente komponiert. Beim digitalen Marketing ist es nicht anders.

Deshalb sind composable DXP (cDXP) die Zukunft. Die technologischen Komponenten, die für eine nahtlose Customer Journey erforderlich sind, können flexibel und einfach zusammengesetzt werden. Durch die zugrunde liegende Software-as-a-Service-Technologie muss sich die IT gar nicht mit komplexen Integrationsaufgaben beschäftigen. Der modulare Ansatz erlaubt, dass notwendige Anpassungen rasch realisiert werden. Neue Ideen werden somit schneller marktfähig.

Die folgenden Eigenschaften machen cDXP so effizient:

  • Sie basieren auf einer MACH-Architektur. Diese Struktur steht für größte Flexibilität. Microservices und eine API-first Philosophie sorgen dafür, dass Änderungen und Aktualisierungen an den einzelnen Bestandteilen leicht umgesetzt werden können.
  • Sie laufen als SaaS-Lösung komplett in der Cloud, so dass alle Komponenten leicht und bedarfsgerecht skaliert werden können.
  • Sie sind zudem headless, das heißt Frontend ist vom Backend getrennt und somit noch flexibler.

Digital Experience Lösungen mit einem composable Ansatz sind besonders zukunftsfähig. Durch die geringere Abhängigkeit von einem Hersteller sind Marketingabteilungen insbesondere beim Ergänzen spezieller Lösungen hochflexibel. Anders ausgedrückt: Der Weg ist frei, um eine perfekte Customer Journey zu gestalten; insbesondere durch einen niedrigen Vendor-Lock-in-Effekt.


Der composable-Ansatz ist übrigens nicht nur für das digitale Marketing zu empfehlen. Wenn die komplette IT dieser Philosophie folgt, entsteht ein kundenorientiertes und schnelles Business, mit dem Unternehmen die Konkurrenz bei der Geschwindigkeit von Implementierungen überholen werden.


In der Praxis können Marketingabteilungen durch die flexible Struktur zusätzliche Bausteine einfach hinzufügen und so eine neue Experience schaffen. Ob Self-Services mit integriertem Contact Center, das Verbinden von Content und Commerce, die Integration von Marktplätzen oder das Einbinden von Geschäftspartnern in die Digital Experience – all das ist mit einer composable DXP deutlich einfacher und kostensparender möglich.

Mal ehrlich, wer nutzt schon die endlose Liste an Funktionen der monolithischen DXPs? In der composable Variante können Marketingteams nur die Funktionen aktivieren und bezahlen, die sie wirklich verwenden. Diese gezielte Nutzung hilft, Kosten und Investitionen zu optimieren; auch, weil die neue Technik die IT entlastet.

Technologie sollte die Arbeit von Marketing-Teams unterstützen. Genau das leistet cDXP. Dieser zentrale Zugangspunkt führt den kompletten Mar-Tech-Stack zusammen, einschließlich Content-Management, Marketing-Automatisierung, E-Commerce, Personalisierung und Analysen. Mit cDXP können Marketingexperten eine wirklich nahtlose Customer Journey viel leichter erreichen und Verbraucher in allen Phasen des Customer Lifecycle bestmöglich unterstützten

Der composable-Ansatz ist übrigens nicht nur für das digitale Marketing zu empfehlen. Wenn die komplette IT dieser Philosophie folgt, entsteht ein kundenorientiertes und schnelles Business, mit dem Unternehmen die Konkurrenz bei der Geschwindigkeit von Implementierungen überholen werden und gleichzeitig auf alle unvorhergesehenen Ereignisse besser und flexibler reagieren können.


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