Grundlagen für die Society 5.0

„Das neue Gesellschaftsmodell Society 5.0 ist technologiebasiert, auf den Menschen fokussiert und umfasst eine Vielzahl ‚smarter‘ Anwendungsszena­rien. Die erfolgreiche Umsetzung hängt von mehreren Faktoren ab“, betonte Kai Grunwitz, NTT Security, im Gespräch mit der Redaktion.

Herr Grunwitz, welche Hürden sind im Kontext der Society 5.0 noch zu nehmen?
Bei der Umsetzung der Society 5.0 gibt es drei zentrale Aufgaben: Zunächst die Schaffung der gesellschaftlichen Akzeptanz, das Vorantreiben der Nutzenargumentation und die Anpassung der Bildungssysteme. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist die Grundvoraussetzung, um die Society 5.0 und notwendige Transformation erfolgreich zu gestalten. Dazu ist in erster Linie eine Abkehr von dem vorherrschenden technozentrischen Fokus hin zu einer Nutzenargumentation nötig. Es muss gezeigt werden, welche generellen Chancen und konkreten Vorteile die Society 5.0 und ebenso Digitalisierung bieten, etwa im Hinblick auf Strukturwandel und demografische Entwicklungen. Zudem muss das Bildungssystem auf die neue Society 5.0 ausgerichtet werden. Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Arbeits- und Lebenswelt stehen Universitäten und Schulen in der Pflicht, ihre Bildungsprogramme anzupassen, gerade auch hinsichtlich der Qualifizierung der nächsten Generation für den Arbeitsmarkt von morgen. Diese Hürde muss noch genommen werden – es ist eine unabdingbare Grundlage.

„Die Society 5.0 ist technologie­ba­siert, auf den Menschen fo­kus­siert und umfasst eine Vielzahl ‚smarter‘ An­wendungs­sze­na­rien“, so Kai Grunwitz.

Kai Grunwitz

Welchen Stellenwert muss das Thema Security-Management im Zuge der Society 5.0 in Zukunft erhalten?
Wie gesagt, die erfolgreiche Etablierung der Society 5.0 hängt maßgeblich von der gesellschaftlichen Akzeptanz ab, und dafür ist das Vertrauen der Nutzer in die bereitgestellten Produkte, Lösungen und Services unerlässlich. Dieses Vertrauen kann aber nur entstehen, wenn die Sicherheit oberste Priorität einnimmt, beispielsweise sollten neue Entwicklungen immer nach dem Security-by-Design-Prinzip erfolgen. Generell muss das Security-Management integraler Bestandteil aller digitalen Infrastrukturen, Plattformen und Services sein, die schließlich das Fundament der Society 5.0 und verbundenen Digitalisierung der Gesellschaft bilden.

Was muss konkret getan werden?
Society 5.0 heißt vor allem auch, dass große Mengen persönlicher Daten erhoben und systemübergreifend geteilt werden. Hier muss für den Verbraucher Transparenz herrschen, gerade in Bezug auf die ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen. Auf Seite der Lösungsanbieter ist dabei vielfach noch ein Umdenken erforderlich. Bei IoT-Geräten beispielsweise hat die Sicherheit auf Herstellerseite in der Vergangenheit in der Regel nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Und in den Bereichen KI und Robotik werden die Themen Sicherheit und Technikfolgenabschätzung oft noch unzureichend behandelt. NTT Security selbst nimmt die fortschreitende Society-5.0-Entwicklung zum Anlass, neue Lösungen und Services für Hauptkomponenten der zunehmend vernetzten Systeme und Applikationen zu konzipieren: von der IoT- bis zur Cloud-Sicherheit.

Weitere Informationen unter:
http://www.nttsecurity.com

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  1. […] zu identifizieren und Sicherheitsanalysten effektiv über potenzielle Bedrohungen zu informieren. Kai Grunwitz von NTT Security erklärte unserer Redaktion dazu: „Künstliche Intelligenz und Machi…. Laut Grunwitz wird im Bereich der Muster- und Anomalie-Erkennung Machine Learning – sowohl […]

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