Fördermöglichkeiten für Technologieunternehmen

Das Förderangebot der Europäischen Union, dem Bund und der Bundesländer ist breit gefächert. Es gibt mehrere tausend Förderprogramme. Unternehmen haben die Wahl zwischen, Bürgschaften, Haftungsfreistellungen, zinsverbilligten Darlehen, (staatlichem) Beteiligungskapital und Zuschüssen.

Fördermöglichkeiten gibt es für nahezu alle Branchen und für Unternehmen jeder Größe. Aber gerade diese Vielfalt macht es für Unternehmen so schwierig, die begehrten Zuwendungen zu ergattern. Während Konzerne schon zunehmend eigene Abteilungen einrichten, um gezielt Fördermittel zu akquirieren, wissen kleine und mittlere Unternehmen oftmals noch nicht einmal von ihren Möglichkeiten, staatliche Förderungen in Anspruch zu nehmen. Dabei werden besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gefördert.

Nicht rückzahlbare Zuschüsse – Das kluge Finanzinstrument

Ohne Zweifel sind die nicht rückzahlbaren Zuschüsse für jedes Unternehmen am interessantesten. Unternehmen, die Fördermittel für sich erkannt haben, nutzen diese Möglichkeit regelmäßig. Wichtig zu wissen: Förderung muss keine einmalige Sache sein!

Technologieorientierte Programme bezuschussen F&E Vorhaben von Unternehmen in der Regel bis ca. 50 %. Bei EU-Programmen sind Zuschüsse sogar bis zu 100 % möglich. Für jedes Projekt darf aber nur eine Zuwendung beantragt werden. Jedoch können Sie parallel Anträge zu verschiedenen Vorhaben stellen.

Für welche Projekte gibt es Innovationsförderung?

Es gibt eine Vielzahl an Themengebieten, die durch Zuschüsse gefördert werden. Dabei ist völlig gleichgültig, ob Sie komplette Produkte, Werkstoffe, Verfahren oder einzelne Module entwickeln, in erster Linie muss der Innovationsgrad stimmen. Der Innovationsgrad stimmt dann, wenn aus dem beantragten Vorhaben eine Lösung hervorgeht, die bisherige Produkte in ihren Funktionen, Parametern oder Merkmalen und somit den internationalen Stand der Technik deutlich übertrifft.

Vom Bund und den Ländern gibt es sowohl branchenoffene Forschungs- und Innovationsförderung als auch Programme, die auf einzelne Technologiefelder wie Robotik, Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik oder sonstige Bereiche beschränkt sind. Eines aber haben alle Förderprogramme gemeinsam: Die Innovation zählt!

Das richtige Förderprogramm finden

Der erste und sehr zeitraubende Schritt auf dem Weg zum Zuschuss besteht darin, das richtige Programm für Ihr Unternehmen und Ihr Projekt zu finden. Das „Zentrale Innovationsprogramm für den Mittelstand“ (ZIM), die Mutter aller Förder­mittel, hat sich in der Vergangenheit besonders bewährt.  Auch die wohl bekannteste Förderung auf europäischer Ebene, „Horizont 2020“ wurde neu aufgelegt und seit Jahresbeginn 2021 unter dem Programm „Horizon Europe“ fortgeführt. Aber auch die einzelnen Bundesländer haben im Punkto Technologieförderung einiges zu bieten.

Auf der Homepage der Bundesregierung gibt es eine sehr gute Übersicht der Förderprogramme: www.foerderinfo.bund.de. Hilfreich ist auch die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: www.foerderdatenbank.de. Hier können Sie über die Schnellsuche die Eckdaten Ihres Unternehmens und Ihres Projektes eingeben. So erhalten Sie eine Auswahl der Förderprogramme, die für Ihr Vorhaben in Frage kommen und vor allem eine nützliche Kurzübersicht zum jeweiligen Programm. Außerdem können IHK, regionale Wirtschaftsverbände, Förderlotsen oder Fördermittelberater hier eine wertvolle Hilfe sein.

Das Timing bei der Antragstellung beachten

Wichtig bei allen Förderprogrammen ist es, das Timing zu beachten. Denn bei nahezu allen Programmen muss die Bewilligung abgewartet werden, bevor mit dem Vorhaben begonnen werden darf (einzige Ausnahme: das Forschungszulagengesetz). Für die Antragstellung und Bewilligung müssen Sie eine Vorlaufzeit von ca. 6 Monaten bis zum Projektstart einplanen.

Antragstellung Outsourcen

Unternehmen, die Fördermittel für ihre Vorhaben nutzen, sind klar im Wettbewerbsvorteil. Häufig fehlt im Alltag jedoch die Zeit, um wochenlang über Antragsformularen und Programmrichtlinien zu sitzen. Die Richtlinien zu den einzelnen Förderprogrammen sind umfangreich, nicht immer auf den ersten Blick verständlich und daher oft abschreckend. Speziell die ersten Anträge kosten Zeit und Nerven und lassen viele Antragsteller verzweifeln. Die Alternativen sind, entweder auf die Fördergelder zu verzichten oder sich Unterstützung von einem externen Fördermittelprofi zu holen. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob ein Outsourcing der Antragstellung nicht sinnvoller ist.

Aktueller Tipp: Jetzt rückwirkend Forschungszulage für F&E Projekte beantragen

Zum 1. Januar 2020 trat das Forschungszulagengesetz in Kraft. Konkret bedeutet das, Unternehmen können rückwirkend eigenbetriebliche Forschung und Entwicklung, externe Forschungsaufträge und sogar F&E Eigenleistungen von Einzelunternehmern fördern lassen, die nach dem 01.01.2020 gestartet wurden. Es werden 25 % aus max. vier Mio. Euro Projektsumme pro Jahr und Unternehmensgruppe gefördert. In Summe bedeutet das eine max. Förderung von einer Million Euro pro Jahr. Alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen im Sinne des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetzes sind förderfähig, unabhängig von Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit.

Lesen Sie hierzu https://www.trendreport.de/foerdermittel-das-kluge-finanzinstrument/

Fördermittelberaterin Sabine Hentschel spezialisiert auf F&E Zuschüsse

Über die Hentschel Fördermittelberatung

Sabine Hentschel ist Expertin für Fördermittel im Bereich Forschung und Innovation und unterstützt mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei, Zuschüsse erfolgreich zu beantragen. Sie und ihr Team können durch langjährige Erfahrung im Engineering punkten.

www.hentschel-foerdermittel.de

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