Die Digitalisierung als Chance für flexibles Arbeiten

Die Arbeitswelt ist volatiler denn je. Vor allem junge Menschen wünschen sich, dass Jobs auf sie zugeschnitten sind – und nicht umgekehrt. Die Digitalisierung sehen die meisten von ihnen dabei als große Chance an. So ist es beispielsweise mithilfe elektronischer Collaboration Tools möglich, flexibel und ortsunabhängig zu arbeiten. Wenn Unternehmen die Employee Journey ihrer Angestellten durch entsprechende Angebote verbessern, zahlen diese den Gefallen vielfach zurück.

Die Veränderungen der Arbeitswelt gehen immer schneller und dynamischer vonstatten. Das ist eine notwendige Entwicklung. Denn laut dem Gallup Engagement Index 2018 haben über fünf Millionen Arbeitnehmer (14 Prozent) in Deutschland bereits innerlich gekündigt und besitzen keine Bindung zum Unternehmen. Drei von vier Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift (71 Prozent)[1].

Dieser Herausforderung müssen Unternehmen begegnen, nachdem gerade die der Generation Y und Z zugehörigen Talente häufig Wünsche haben, die sich nur schwer mit dem Rhythmus klassischer Organisationsformen decken: Sinnvolle Tätigkeiten sind für viele von ihnen wichtiger als schnelle Karriereschritte. Selbst Angebote wie ein Dienstwagen sind auf der Prioritätenliste nach unten abgerutscht. Stattdessen steht Flexibilität für junge Menschen hoch im Kurs. Auch der Wunsch ortsunabhängigen Arbeitens ist erheblich gewachsen. Gleichzeitig leben „Digital Natives“ eine „Always-on-Mentalität“.


Über den Autor
René Proske ist Geschäftsführer der Proske GmbH, einer Veranstaltungsagentur mit rund 80 Mitarbeitern und vier Standorten in Deutschland und den USA. Proske implementiert Strategische Meeting Management Programme (SMMP) und bietet kreative und logistische Dienstleistungen.


Mitarbeiter als digitale Nomaden – ein Erfolgsmodell

Laut Gallup sind bei agilen Unternehmen 43 Prozent der Befragten emotional stark gebunden, während es bei nicht agilen Unternehmen nur sechs Prozent sind. Wer als Arbeitgeber attraktiv bleiben möchte, kommt kaum umhin, sich darauf einzustellen – auch im Hinblick auf den Arbeitsort. Die Digitalisierung und die Nutzung digitaler Angebote durch die junge Generation erleichtern das immens, das erleben wir bei Proske tagtäglich. Unsere Agentur realisiert Firmenveranstaltungen wie Tagungen und Kongresse rund um den Globus. Obwohl das ein klassisches „People Business“ mit einer hohen Bedeutung persönlicher Kontakte ist, sind auch hier Flexibilität und moderne Arbeitsformen vielfältig möglich.

So ist etwa „Remote Work“ bei uns bereits seit einigen Jahren gängig – und zwar von überall auf der Welt aus. Begonnen hat das mit einer Projektleiterin, die auf dem Wifi Tribe unterwegs ist, einer Community aus Bloggern, Freelancern und anderen digitalen Nomaden. Um ihre Aufenthaltsorte in der Karibik oder in Südamerika würde sie vermutlich jeder beneiden, der im Novemberregen im Rush-Hour-Stau steht. Das einzige fixe Kriterium für die Wahl ihres Aufenthaltsortes ist eine stabile WLAN-Verbindung.

Inzwischen arbeiten 15 Mitarbeiter bei Proske dauerhaft von außerhalb des Büros. Viele weitere unserer rund 80 Angestellten profitieren von weitgehenden Home-Office-Regelungen. Eine Teamleiterin hat ihren Wohnsitz auf Malta, ein Nachwuchstalent ist als Globetrotterin in Australien und den USA. Vor kurzem haben wir zwei neue Kolleginnen eingestellt, von denen eine aus Singapur und eine von den Philippinen aus für uns tätig sein werden. Auch ich als Geschäftsführer lebe bereits seit 10 Jahren in Spanien und Portugal. Unter dem Strich funktioniert das auch über Zeitzonen hinweg reibungslos.

Das Angebot, remote zu arbeiten, ist dabei nicht nur mit praktischen Aspekten, sondern auch mit einer neuen Unternehmenskultur verbunden. New Work geht für uns einher mit einem Maximum an Verantwortung für Mitarbeiter – und das bedeutet: Wir ermöglichen Freiheit statt Kontrolle. Diese Mentalität führt zu Engagement, Professionalität und Freude im operativen Alltag. Das erleben wir bei Proske ständig aufs Neue.


https://www.proske.com/de/

[1] https://www.gallup.de/183104/engagement-index-deutschland.aspx

Aufmacherbild / Quelle / Lizenz
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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