2021: Das Low-Code Jahr

Zum Einfluss der Pandemie und der Zukunft der Digitalisierung hat sich Karten Noack, Gründer und CEO von Scopeland Technology GmbH Gedanken gemacht. Er sieht 2021 ganz im Zuge des Themas Low Code. Damit können sich Unternehmen nicht nur ein Stück weit selbst helfen, sondern es schärft auch den Blick für die Herausforderungen der digitalen Transformation.

Mehr als ein Jahr Pandemie – Was hat das mit der IT-Infrastruktur, der Digitalen Transformation und der Softwareentwicklung gemacht? Fernarbeit ist zur Normalität geworden und die benötigte Geschwindigkeit in der Entwicklung von Softwareanwendungen hat noch mehr zugenommen, als vor der weltweiten Krise. Nun wird es langsam Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Laut einer aktuellen Studie von Equinix haben 48 % der deutschen und 51 % der weltweit befragten Unternehmen ihre IT-Infrastruktur umgestaltet, um sich an die neuen Anforderungen an Home-Office und hybriden Arbeitsplätzen anzupassen. Fast die Hälfte, 47 % der weltweit und 41 % der in Deutschland befragten IT-Entscheider haben aufgrund der Pandemie ihre Pläne für die digitale Transformation beschleunigt.

Die Bedeutung von deklarativen Technologien

Das vergangene Jahr hat noch einmal deutlich gemacht, welche bedeutende Rolle deklarative Technologien wie Low-Code für die Digitalisierung (von Prozessen) einnehmen. Die Entwicklung mithilfe von Low-Code ermöglicht eine deutlich schnellere, effizientere und damit kostengünstigere Softwareentwicklung. Die Anwendungen sind flexibel hinsichtlich Änderungen aller Art und auf allen Ebenen, was wiederum zu kürzeren Projektlaufzeiten, geringeren Kosten und besserer Softwarequalität führt.

In vielen Unternehmen besteht oft das Problem, dass agile Entwicklungsteams nicht in der Lage sind, bei der Entwicklung und Anpassung von Softwareprojekten die benötigte Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit zu gewährleisten. So macht das US-Analystenhaus Forrester Research in einem aktuellen Report deutlich, wie wertvoll Low-Code-Tools sind, um den Entwicklungsrückstand direkt anzugehen und die Geschäftsentwicklung zu stärken. Low-Code-Plattformen hätten sich demnach bestens bewährt und sind mittlerweile sogar nötig, um die durch die Pandemie hervorgerufene neue Normalität zu begünstigen. Vorgefertigte Komponenten, integrierte Qualitätsprüfungen sowie die automatisierte App-Bereitstellung und andere deklarative Werkzeuge sorgen dafür, dass Low-Code sehr gut geeignet ist, den Ansprüchen gerecht zu werden.

Auch in Sachen Kollaboration, sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit externen Teams, bietet Low-Code viele Vorteile. IT-Abteilungen können programmierfremden Kollegen aus den Fachbereichen oder externen Unternehmen Instrumente zur Anwendungsentwicklung an die Hand geben und diese gegebenenfalls bei der Entwicklung unterstützen.

2021 – Das Jahr von Low-Code

Führende Branchenexperten wie die Analystenhäuser Forrester Research und Gartner prognostizieren, dass 2021 das bisher bedeutendste Jahr für die Low-Code Technologie ist. Bereits in den vergangenen Jahren ist die Entwicklung vorangeschritten, jedoch nicht so rapide wie jetzt. Laut den US-Analysten werden in diesem Jahr 75% der Unternehmenssoftware weltweit mit Low-Code entwickelt. Forrester Research prognostiziert zudem, dass der Marktwert von Low-Code-Anbietern bis 2022 voraussichtlich 22 Milliarden US-Dollar betragen wird.
Die Pandemie hat diesen Anstieg zwar selbst nicht ausgelöst, aber die Problemlage wurde so verdichtet und offengelegt, ob Unternehmen in der Lage sind, ihre Software anzupassen.

Über den Autor:

Karsten Noack ist Gründer und CEO von Scopeland Technology, einem führenden Anbieter kundenspezifischer Datenbankanwendungen für große Unternehmen, Forschungs- und Verwaltungseinrichtungen. Als Visionär entwickelte er Mitte der 90er Jahre die Technologie, die heute als Low-Code bekannt ist. Die Softwareplattform SCOPELAND ermöglicht fast programmierfrei per Konfiguration die Entwicklung anspruchsvoller Datenbanklösungen. Er ist Mitglied des Hauptvorstands und mehrerer Arbeitsgruppen des BITKOM.

Weitere Informationen unter:
https://www.scopeland.de/

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