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In Werte investieren


 

Kraftwerk

Kraftwerk

Virtuelle Kraftwerke
In einem aufschlussreichen Gastbeitrag für Wiwo Green blickt Eike Wenzel über das Jahr 2030 hinaus. Er erläutert darin auch die Arbeit des Ökonomen Jeremy Rifkin. Rifkin folgt der Einschätzung mehrerer Industrieanalysten, die einen Preisverfall bei den Grundstoffen der erneuerbaren Energien vorhersehen. Eine der Grundvoraussetzungen, so formuliert es Rifkin, ist, dass Energie aus Solaranlagen, Biomasse-Kraftwerken oder Windenergieanlagen in ein „Internet der Energie“ eingespeist wird. Die Industrie arbeitet bereits fleißig an einem solchen, umfassenden „Smart Grid“.
Virtuelle Kraftwerke – die der Idee des „Internets der Energie“ folgen – stellen schon heute die Zukunft der Energieversorgung dar. In diesen Kraftwerken sind mehrere Kleinanlagen wie Solarparks, Biomassekraftwerke oder Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung miteinander über das Internet verbunden. Den Strom, den sie erzeugen, verkaufen die Betreiber an der Strombörse.


 

In Werte investieren

„Tue Gutes und verdiene daran!“, bringt Harry Assenmacher, Gründer und Vorstandschef des Bonner Waldunternehmens Forest Finance, die welt­weit einen Siegeszug feiernde Idee von „grünen Investments“ auf den Punkt. Immer mehr Anleger folgen Assenmacher, weil sie erkannt haben, dass verantwortungsvolle Investments durchaus Sinn machen – auch unter Rendite-Aspekten. Menschen profitieren nämlich auf vielfache Art und Weise von nachhaltig tätigen Firmen. Denn zum einen werden nur solche Unternehmen von den Anlegern recht leicht mit Kapital versorgt, die ihr Tun auf eine Schonung des Planeten Erde ausrichten. Das resultiert bei diesen Unternehmen dann nicht nur in einem Image-Gewinn, sondern auch in Effizienz- und Wettbewerbs-vorteilen. Auslösender Faktor ist dabei in einer marktwirtschaftlichen Grund­ordnung der Konkurrenzfaktor. Denn die Unternehmen der Wirt­schaft sind gezwungen, den Geist ihrer Mitarbeiter zu nutzen und nach innovativen umweltfreundlichen Techno­logie-Lösungen in ihren Produktionsstätten zu suchen. Das wiederum spart in der Folge im Endeffekt den Verbrauch von Urstoffen und Rohstoffen und senkt so die Produktionskosten.

„Wirtschafts- und Umweltprobleme sind untrennbar miteinander verbunden und stehen eindeutig in einer engen Wechselbeziehung“, sagt Chris Wille, Co-Gründer der Umweltorganisation Rainforest Al­liance, der seit Jahren nicht müde wird, auf die Schonung des Planeten Erde zu drängen. Schließlich sind nach Mei­nung von Wille alle Menschen von der Umwelt abhängig. Wenn die Menschheit also nicht auf den Planeten Erde Acht gebe, würden die Auswirkungen auf die das Leben unterstützenden Sys­­t­eme der Erde zerstörerisch wirken.

„Tue Gutes und verdiene Geld damit!“

Oliver Postler, HypoVereinsbank

Oliver Postler, CIO der Hypo Vereinsbank, stellt fest, dass in den Beratungsgesprächen seiner Bank bei vermögenden Pri­vat­kunden nachhaltige Investmentstrategien in den Fokus rücken.

„Eine gesunde Umwelt ist schließlich auch die Grundlage wirtschaftlichen Erfolgs“, bringt Wille die Dinge auf einen Nenner. Dabei geht es ihm vor dem Hintergrund der langfristig zu beobachtenden Erderwärmung unter anderem um Klimaschutz. Das Potenzial erscheint also riesig. Umwelt-Experten beziffern den globalen Markt für Umweltschutz (Müll, Wasseraufbereitung, erneuerbare Ener­gie­träger, umweltfreundliche Gebäude, Recycling etc.) auf mehr als 1.000 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Das Welt-Bruttoinlandsprodukt wird auf rund 75.000 Milliarden US-Dollar geschätzt. Als der größte Umweltschutz-Markt wird dabei die Beseitigung von Müll (festen Abfällen) bezeichnet. In der vergangenen Dekade ist der globale Markt für Umweltschutz im Durchschnitt um rund vier Prozent per anno und damit stärker als das Welt-Bruttoinlandsprodukt gewachsen. In diesen boomenden Wirtschaftsbereichen finden Kapitalanleger also interessante Investment-Möglichkeiten. Wichtig ist dabei, dass Kapitalanleger – Statistiken der vergangenen Jahre zeigen das eindrucksvoll – sehr wohl bereit sind, bewusst grün zu denken und auch entsprechend verantwortungsvoll und ethisch zu investieren. So vor allem in erneuerbare Energieträger wie Bioenergien, Windenergien, Geothermie, Wasserkraft und Solarenergie, aber auch in grüne Technologien und ökologische Produk­tions­me­tho­den.

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