Vorsicht ist besser als Nachsicht: Wie sich die Weltwirtschaft 6 Billionen Dollar jährlich spart

Dies ist ein Gastbeitrag von Morten Brøgger, CEO von Wire

Die Zukunft, auf die die Arbeitswelt zusteuert, zeichnet sich bereits seit Längerem ab: In Anbetracht der voranschreitenden Digitalisierung ist Flexibilität gefragter denn je. Modelle, bei denen die Arbeit außerhalb der vier Wände des Unternehmens verlegt wird, traten deshalb immer stärker in den Fokus. Homeoffice sowie das Arbeiten aus einem externen Büro bringen eine Vielzahl von Vorteilen mit sich – und zwar für beide Seiten. Dass die Zukunft jedoch so plötzlich und ohne Vorwarnung eintreten würde, damit konnte niemand rechnen. Und so standen viele Unternehmen den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, vollkommen unvorbereitet gegenüber – vor allem, was den Schutz der unternehmensinternen Daten betrifft.

Wenn die Zukunft über Nacht beginnt und digitale Methoden unabdingbar macht

Die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zwangen viele Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit an den Ort, der bis dahin nur in der Theorie als Arbeitsplatz in Betracht kam – nämlich in die heimischen vier Wände. Was für die breite Masse vor wenigen Wochen noch als Zukunftsmusik galt, wurde quasi über Nacht zur neuen Realität. Die interne Kommunikation sowie den Datentransfer und den Kontakt zu Kunden aufrecht zu erhalten, war das oberste Gebot der Stunde. Bei dem abrupten Umzug ins Homeoffice wurde allerdings auch deutlich, wer seine Hausaufgaben gemacht hat und wer nicht. Während einige Firmen bereits im Vorfeld in Cloud-Datenbanken und Kommunikationstools investiert hatten und deshalb beinahe nahtlos weitermachen konnten wie bisher, scheiterten andere schon am Montagsmeeting via Videoanruf. Oft fiel bei Letzteren die Wahl auf das nächstbeste Tool, das den Anforderungen gerecht zu werden schien. Was in vielen Fällen dabei nicht hinlänglich bedacht wurde, war die Frage nach ausreichender Sicherheit und Datenschutz. Welche Schwachstellen innerhalb der verschiedenen Tools tatsächlich bestehen, trat bei vielen erst ins Bewusstsein, als diese medienwirksam aufgedeckt wurden.

Die Unachtsamkeit bei der Wahl der passenden Tools war und ist im Falle der Corona-Krise vor allem der mangelnden Zeit geschuldet. Doch auch im Allgemeinen gehen immer noch viel zu viele Unternehmen zu unbedarft mit ihren Daten um. Was dabei vergessen wird: Geistiges Eigentum und proprietäre Daten sind heutzutage das wertvollste Kapital. Da die Systeme immer stärker miteinander vernetzt werden und die Arbeit zunehmend dezentralisiert stattfindet, wächst aber auch das Risiko stetig an, dass diese datenbasierten Vorteile schamlos ausgenutzt werden. Immer mehr Hacker sind darauf aus, jede noch so kleine Sicherheitslücke aufzuspüren, um daraus Kapital zu schlagen.

In Krisensituationen trennt sich die Spreu vom Weizen

Cyberangriffe sind die am schnellsten wachsende Kriminalitätsform des 21. Jahrhunderts. Prognosen zufolge wird das Ausnutzen bestehender Sicherheitslücken die Weltwirtschaft sechs Billionen Dollar jährlich kosten. Und das nicht irgendwann – sondern bereits ab dem Jahr 2021. Wenn es um die Zukunft der Arbeitswelt geht, wird sich deshalb über kurz oder lang eine Zweiteilung innerhalb der Unternehmen herauskristallisieren: Auf der einen Seite werden jene stehen, die einen Digitalisierungsprozess vorantreiben, der auf der Grundlage eines „Security First‟-Ansatzes gebaut ist. Auf der anderen Seite finden sich Unternehmen, die wie in einer Art Schockreaktion schnellstmöglich nach einer Lösung suchen, ohne dabei aber alle wichtigen Faktoren im Auge zu behalten. Sie werden schnell das Nachsehen haben – entweder weil sie bemerken, dass der eingeschlagene Weg doch nicht alle Anforderungen erfüllen kann, oder weil bereits unbemerkt Profit aus ihrer Unachtsamkeit geschlagen wurde. Das verdeutlicht: Mit derartigen Schnellschüssen werfen Unternehmen sich unnötig selbst Sand ins Getriebe, was auf lange Sicht eine erneute Umstrukturierung nötig macht. Das kostet nicht nur doppelt Zeit und Geld, sondern kann letztlich sogar der ausschlaggebende Faktor sein, warum sie auf Dauer den Anschluss an die Konkurrenz verlieren.

Ein Perspektivwechsel, der bares Geld wert ist

Um die schwindelerregende Summe von sechs Billionen Dollar jährlich auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, bedarf es innerhalb der Weltwirtschaft einen nachhaltigen Paradigmenwechsel. Unternehmen, die die Entwicklung der Arbeitswelt aktiv mittragen und -gestalten wollen, müssen die Art und Weise, wie Daten in einem großen Maßstab verwaltet und verschlüsselt werden, völlig neu denken – und zwar so, dass weder die Mobilität noch die Produktivität ihrer Teams darunter leiden. Das genaue Gegenteil ist möglich: Wer es schafft, die Perspektive zu wechseln und das Thema Sicherheit nicht mehr als reines Pflichtprogramm zu betrachten, der bekommt die Möglichkeit, den Vermögenswert seiner Daten zu erkennen – genauso wie das unschätzbare Potenzial, das bei einer zukunftsorientierten Handhabung darin verborgen liegt.

Weitere Informationen unter:
www.wire.com

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