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Vernetzte Gesellschaft

Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen

Bei aller Digitalisierungs- und Vernetzungseuphorie darf aber der Mensch nicht zurückgelassen werden. Er und die Verbesserung seiner Lebensumstände sollten doch der Sinn und Zweck der Anstrengungen sein. Vielleicht kann es zum Beispiel mit dem flächendeckenden Breitbandausbau gelingen, die ländlichen Gegenden attraktiver zu machen, der Abwanderung entgegenzuwirken. Moderne Telemedizindienste wie der jüngst ausgezeichnete Telenotarzt-Dienst der Aachener Rettungskräfte könnten dann überall eingesetzt werden.

Auch ist es nur ein Mythos, dass die digitale Transformation nur in den Händen der Generation Y liegt. Eine VMware-Studie räumt mit ihm auf. Danach erkennen 68 Prozent der Mitarbeiter aller Altersgruppen die Relevanz digitaler Kompetenzen für die Wettbewerbs­fähigkeit ihrer Unternehmen. Mehr als die Hälfte von ihnen (59 Prozent) ist bereit, sich digitale Tools in der Freizeit anzueignen. Und jeder Zweite (53 Prozent) fordert vom Arbeitgeber mehr Investitionen in technisch-digitale Wei­terbildung.

Womit wir bei den Führungskräften sind. Zwar belegt eine Studie zu digitalen Transformationen von Materna und PAC eine hohe Veränderungsbereitschaft in deutschen Unternehmen – jeder zweite Manager aus Vertrieb, Marketing und HR bereitet eine Digitalisierungsoffensive vor. Doch die aktuelle Studie „Digital Leader – Leadership im digitalen Zeitalter“ von Crips Research attestiert nur jeder zwölften Führungskraft, den Anforderungen der Digitalisierung gerecht werden zu können. Es bleibt also noch viel zu tun – in allen Ebenen.

Von Brigitte Kasper
b.kasper@trendreport.de

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