Vernetzte Gesellschaft

FinTechs, Mobile Payment und Crowdinvesting

Überhaupt: die Finanz- und Bankenbranche, sie steht vor schweren Zeiten. Mit „Banken und Versicherungen im Taumel der digitalen Transformation“ überschrieb Unic, ein Anbieter von integrierten E-Business-Lösungen, die Vorstellung seiner aktuellen Benchmarking-Studie zum Agieren der Institute in der digitalen Welt. Dieser Taumel geht zu großen Teilen auf sogenannte FinTechs zurück, die die tradierten Geschäftsmodelle derzeit gehörig aufmischen. Mithilfe dieser modernen Finanztechnologien stellen zumeist Start-ups und junge Unternehmen, die nicht direkt dem Ban­kensektor zuzuordnen sind, finanzielle Dienstleistungen bereit. Der Fantasie bei dem Austüfteln der Geschäftsmodelle scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein. Die Services der FinTechs reichen z.B. von Mobile Payment über Crowdlending, Crowdinvesting und Cash-Payment bis hin zu Business-Intelligence und zur Bereitstellung von Portfoliomanagement-Tools.

Für Johann Horch, CEO der Deutschen Software Engineering & Research GmbH (DSER) und damit einer der Chefs eines ebensolchen FinTechs, „haben die etablierten Banken die neuen technologieorientierten Marktakteu­re nicht ernst genommen und das disruptive Potenzial, das der digitale Wandel für ihre Geschäftsmodelle birgt, unterschätzt.“ Sie seien zwar jetzt aufgewacht, sähen sich aber nun einer Viel­zahl innovativer, neuer Firmen gegenüber, die ihre Geschäftsmodelle angreifen. Drei Dinge würde er Finanzdienstleistern dringend mitgeben: „Erstens: Begreifen Sie Fin­Tech-Start­-ups als Partner auf Augen­höhe und su­chen Sie Kooperationen. Zweitens: Öffnen Sie Ihre Denkweisen. Mit Wagenburgmentalität lässt sich kein Geschäftsmodell schützen. Die Zukunft der Finanzdienstleistung liegt in digitalen Ökosystemen und in der optimalen Nutzung von Daten und IT. Transparenz, Flexibilität und Vernetzung sind die Stichworte. Und drittens: Stellen Sie den Kunden wirklich und ehrlich in den Mittelpunkt – jenseits von Lippenbekenntnissen. Helfen Sie Anlegern beim Selber-Entscheiden.“ „Das Wichtigste ist, eine technische Plattform zu schaffen, die digitale Innovationen vereinfacht“, rät Jan Webering von der Sevenval GmbH. Er propagiert das sogenannte Dynamic Serving, denn „ohne einen Frontend-Server mit der entsprechenden Software ist man schnell ein Gefangener unangenehmer Umstände“, wie zum Beispiel von den IT-Silos, die in fast jedem größeren Unternehmen entstehen, von unterschiedlichen Content-Management-Systemen für die ver­schiedenen Länderwebseiten oder auch von veralteten Datenbanken im Backend, deren Daten nicht so einfach in modernisierte Datenbanken zu übernehmen sind. Zusätzlich „braucht es offene Banking-Schnittstellen, interaktive Communities und die Verknüpfung mit den besten Tools, die die Anlageberatung hergibt“, ergänzt Johann Horch. Die technischen Voraussetzungen seien da.

Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft

Die Zukunft der vernetzte Gesellschaft„Neue Spielregeln, neue Spielmacher“ ist wohl der richtige Tenor für die zuküftigen digitalen Szenarien, die die Autorinnen Karin Frick und Bettian Höchel in ihrer Studie beschreiben. Das von der Swisscom in Auftrag gegebene Werk beschreibt in Form von lebendigen Fallbeispielen unsere digitale Zukunft. Herausgeber ist das Gottlieb Duttweiler Institute in Zürich.
„Lassen Sie sich mitnehmen auf eine faszinierende, inspirierende, aber auch herausfordernde Reise in die Zukunft. Vor allem aber: Starten wir die Diskus­sion über die Zukunft heute“, so Urs Schaeppi, CEO Swisscom AG, im Vorwort der Studie.
Die kostenfreie Studie kann unter info@gdi.ch bestellt werden.

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