Transparenz für Datenströme

Tobias Fischer legt in seiner Arbeit den Fokus auf User Experience, Business Monitoring, Security und alles rund um das Thema Cloud Native. Dazu hatten wir Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen.

Herr Fischer, Unternehmen werden nach und nach immer mehr zu Cloud-native Unternehmen. In welchem Kontext steht dazu Ihre Lösung?
Wir haben festgestellt, beispielsweise im Rahmen unseres Agents of Transformation 2022-Reports, dass immer mehr Unternehmen die Umstellung auf Cloud-native Anwendungen begonnen haben. Allerdings wird die IT-Umgebung dadurch noch verteilter und komplexer als sie vielerorts eh schon ist und die Datenmengen, die gesammelt und interpretiert werden müssen, steigen immer weiter ins Unermessliche. IT-Teams fehlt dadurch die Transparenz, sie sind häufig nicht in der Lage, Probleme bzw. deren Ursachen schnell zu identifizieren und lösen, bevor sich diese auf die Endnutzererfahrung auswirkt.
Mit Business Transaction Insights in AppDynamics Cloud ermöglichen wir Technologen Einblicke in Cloud-native Anwendungen in der gesamten IT-Umgebung und diese in Bezug zu dem Kontext ihres Geschäfts zu setzen. Sie können Anwendungen aus der Perspektive der Nutzer erleben, um schneller Probleme zu entdecken und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wie hilft das konkret, Datensilos aufzubrechen?
Bisher müssen Technologen sich auf isolierte, domänenspezifische Tools verlassen und zwischen diesen hin und her wechseln. Das kostet Zeit, schafft Raum für Fehler und verhindert, dass sie sofort sehen, welche Probleme die größten negativen Auswirkungen auf die User Experience oder das Unternehmen haben. Wir bieten ihnen dagegen eine Möglichkeit, verschiedene Datenströme zusammenzuführen, die darüber hinaus mit ihrem Geschäftskontext korreliert sind, um AIOps-gesteuerte Warnmeldungen zu erhalten. Dadurch wissen IT-Teams frühzeitig um Störungen und Anomalien, können diese nach Dringlichkeit priorisieren und nahezu in Echtzeit lösen.

Tobias Fischer: „Datenarchitekten kommt eine wichtige Rolle bei der Umstellung auf Cloud-native Anwendungen zu. Sie müssen jetzt die strategische Arbeit übernehmen, nicht nur reagieren.“ Quelle: „© Lichtbildatelier Eva Speith, Darmstadt“

Welche Möglichkeiten ergeben sich für Datenarchitekten daraus, auch im Kontext der Anwendungsentwicklung?
Datenarchitekten kommt eine wichtige Rolle bei der Umstellung auf Cloud-native Anwendungen zu. Sie müssen jetzt die strategische Arbeit übernehmen, um sicherzustellen, dass ihr Unternehmen nicht mehr nur kurzfristig auf externe Einflüsse reagiert, sondern langfristig denkt und ihre IT-Umgebung für die Zukunft vorbereitet. Wir geben ihnen mit Business Transaction Insights ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie genau das realisieren können. Sie haben volle Transparenz über verschiedene Datenströme und können auf Basis dieses Wissens eine Datenarchitektur aufbauen, in der On-Premises- und Cloud-native Anwendungen bestmöglich ineinandergreifen und miteinander arbeiten können. Das erlaubt ihnen auch, eigene Cloud-native Anwendungen zu entwickeln, die in dieses komplexe System passen und nicht zu stören.

Wie lassen sich daraus Wettbewerbsvorteile generieren?
Die User Experience ist heute das Maß aller Dinge – in den letzten Jahren sind die Erwartungen von Kunden an digitale Services und Dienstleistungen enorm gestiegen. Grund ist nicht zuletzt die Pandemie, da wir uns in vielen Lebensbereichen plötzlich auf digitale Angebote verlassen mussten und diese intensiv genutzt haben. Auch wenn sich die Situation inzwischen weitgehend normalisiert hat, sind die Erwartungen der Verbraucher nicht gesunken. Vor allem, da sie nicht etwa Supermarkt-App mit Supermarkt-App vergleichen, sondern jede App, jede Webseite, jeden digitalen Service mit dem besten, das sie kennen, vergleichen.
Das heißt, die Messlatte ist für alle Unternehmen heute sehr hoch und im Grunde können sie sich keine Probleme oder gar komplette Ausfälle leisten. Denn dann sind die Kunden weg, im schlimmsten Fall für immer. Wir helfen IT-Teams deshalb nicht nur dabei, etwaige Probleme so früh wie möglich zu erkennen, sondern sie auch gemäß ihrer Auswirkungen auf die Nutzererfahrung und dem Geschäftskontext zu priorisieren. So können Unternehmen Probleme lösen, bevor der Endnutzer überhaupt etwas davon mitbekommt und ein jederzeit makelloses Erlebnis schaffen.
Gleichzeitig gewinnen die Technologen Zeit, um sich auf strategischere Aufgaben oder neue Innovationen zu konzentrieren – seien es neue Funktionen, Anwendungen oder Services – die ihr Unternehmen auf lange Sicht voranbringen und ihnen Vorteile im Wettbewerb verschaffen können.


Creative Commons Lizenz CC BY-ND 4.0

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