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Social Media

Vernetzte Kommunikation: Warum die Verzahnung der Social Media Kommunikation heute besonders wichtig ist

Die Situation in der Ukraine zeigt einmal mehr die besondere Bedeutung der Social Media in einer aktuellen Krise. Während die Netzwerke auf der einen Seite Medienkanäle für die Verbreitung von Fakes und Falschinformationen bereitstellen, sind sie auf der anderen Seite für viele Menschen der einzige Weg zu validen Informationen. Die Vielfalt der Social Media und die unterschiedlichen Zugänge und Präferenzen der Medien-Nutzer stellen Unternehmen und Organisationen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Kommunikationsstrategien über eine Vielzahl von verschiedenen Kanälen zu vernetzen und miteinander zu verzahnen.

Welche besondere Bedeutung den Social Media in aktuellen Krisensituationen zukommt, zeigte sich bereits während der Corona Pandemie. Allein von Oktober 2019 bis Oktober 2020, stieg die Zahl der Social-Media-Nutzer um ganze 453 Millionen.

Heute nutzt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung Social Media – in Zahlen ergibt das 4,62 Milliarden aktive Social-Media-Nutzer und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 10% gestiegen.

Im Durchschnitt hat ein Mensch 8,5 Social-Media-Accounts und verweilt darin 144 Minuten pro Tag und somit 876 Stunden im Jahr. (Quellen: Social Media Studie 2021)

Und die Social Media Welt wird immer medienreicher und vielfältiger.

Vor einiger Zeit wurde der Messenger-Dienst Telegram noch als sichere Alternative zu WhatsApp gehypt und dann von vielen hierzulande als Netzwerk für Corona-Leugner, Rechtsextremisten und Terroristen verdammt.
Mittlerweile haben sich aber auch Regimekritiker aus autoritären Staaten wie Belarus und Russland dort vernetzt und organisiert. In Russland ist das Netzwerk derzeit für viele Menschen der einzige Zugang zu einer Medien- und Meinungsvielfalt.

Dieses Beispiel zeigt, dass kein Netzwerk an sich gut oder schlecht ist. Umso wichtiger ist es, die Vielfalt der Medien für die eigene Kommunikationsstrategie zu nutzen und bestmöglich einzusetzen. Jedes Netzwerk ist anders und wird zu unterschiedlichen Zwecken Gelegenheiten und Zeiten genutzt. Außerdem bietet jedes Netzwerk unterschiedliche Möglichkeiten für die Präsentation und Kommunikation von Nachrichten und Botschaften.

Viele Unternehmen produzieren Inhalte speziell für einen Kommunikationskanal. Aber ist das sinnvoll? Ein einzelner Kanal erreicht immer nur eine bestimmte Zielgruppe mit einer bestimmten Botschaft und häufig nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters.

In einer vernetzten Gesellschaft ist es wichtig, auch die Kommunikation zu vernetzen. Das bedeutet, nicht den einzelnen Kanal, sondern die Inhalte und Botschaften in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen. Für eine weitreichende Verbreitung ist es zum einem wichtig, die Kern-Botschaften einheitlich zu kommunizieren, dabei die Medien-Formate und Tonalität der Botschaften jedoch individuell auf die einzelnen Kanäle anzupassen. Damit lassen sich Inhalte nicht nur wesentlich weiter verbreiten, sondern auch wesentlich effizienter und nachhaltiger produzieren und nutzen.

Mit einer guten Strategie für das Content-Recycling, Seeding und Cross-Posting mit entsprechenden Automatisierungs-Tools lässt sich die multimedial-vernetzte Kommunikationsstrategie für jedes Unternehmen auch mit wenig Aufwand umsetzen.

Was ist Content Recycling?

Content Recycling und Content Seeding ermöglichen eine maximale Verwertung der einmal generierten Inhalte.

Beim Content Recycling wird ein Basis-Content, wie ein Blogbeitrag oder ein Whitepaper, erstellt und daraus entsprechende Satelliten-Medien, z.B.

  • Infografiken
  • Videos
  • Podcasts
  • Pressemitteilungen
  • E-Mail und Newsletter
  • Social Media Posts
  • Snack Content
  • Gastbeiträge
  • Whitepaper

Diese unterschiedlichen Medien-Formate werden dann über die verschiedenen Kommunikationskanäle ausgespielt (Seeding).

Auf diese Weise lassen sich die Kern-Botschaften des Zentral-Contents weitreichend verbreiten und trotzdem mit relativ wenig Aufwand auf die verschiedenen Medienkanäle und Zielgruppen anpassen.

Die Verlinkung der verschiedenen Medien-Formate untereinander bildet im Internet ein weitreichendes Netz von möglichen Touchpoints für die Inhalte, um damit mehr potenzielle Kunden zu erreichen.

Wie funktioniert das Cross-Posting in Social Media?

Mit Cross-Posting bezeichnet man das Teilen eines Inhalts parallel auf verschiedenen sozialen Netzwerken. Das Cross-Posting ist eine sinnvolle Strategie, um ein Thema bzw. einen Beitrag schnell in viele Social-Media-Kanäle zu bringen. Doch das Cross-Posting funktioniert nicht in allen sozialen Netzwerken gleichermaßen.

Jedes soziale Netzwerk bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Regeln und Optionen, um Beiträge und Bilder bestmöglich zu präsentieren. Und auch die User reagieren unterschiedlich auf bestimmte Inhalte und Beitrags-Formate. 

Tweets bei Twitter dürfen maximal 280 Zeichen umfassen und sollten möglichst auch Hashtags beinhalten. Bei Facebook können die Beiträge deutlich länger sein, dafür funktionieren hier Hashtags nicht so gut. Bei XING gibt es gar keine Hashtags, bei Instagram sollten es möglichst viele, aber maximal 30 Hashtags sein. Auch bei Pinterest sind Hashtags sehr wichtig, weil das Netzwerk von vielen wie eine Suchmaschine genutzt wird.

Doch nicht nur die Netzwerk-Klassiker sind für die Unternehmenskommunikation bedeutend, sondern auch Messenger Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Signal gewinnen zunehmend an Bedeutung. Redaktionelle Netzwerke wie zum Beispiel Medium, Tumblr, Bloglovin‘ und Torial sind gute Kanäle, um Fachbeiträge, Blogbeiträge oder Pressemitteilungen zu recyceln. Entweder in einer gekürzten oder leicht veränderten Form oder auch komplett als syndizierter Beitrag. 

Zu einem wichtigen Netzwerk für die Unternehmenskommunikation hat sich mittlerweile auch Google My Business entwickelt. Über Google My Business lassen sich nicht nur Brancheninformationen hinterlegen, sondern mit den Google Posts auch Blogbeiträge, Fachbeiträge, Events, Aktionen und Kampagnen auf dem Google My Business Profil veröffentlichen. So sind aktuelle Beiträge direkt im Google Suchindex sichtbar.

Reddit ist vor allem für den internationalen Bereich interessant, denn es gibt hier Hunderte von sogenannten Subreddits zu bestimmten Themen, ähnlich wie bei den Gruppen und Communities der anderen sozialen Netzwerke.

Und dann gibt es noch die Bookmark-Verzeichnisse wie Diigo, die vor allem im amerikanischen Raum sehr beliebt sind. In diesen Netzwerken werden einfach nur Links mit einem kurzen Kommentar mit Hashtags geteilt.

Nicht nur über verschiedene Netzwerke hinweg, sondern auch innerhalb von Netzwerken und besonders in Gruppen und Communities gibt es sehr strenge Regeln für das Cross-Posting. So begrenzt XING zum Beispiel das Teilen desselben Beitrags in maximal 3 Gruppen.

Ein erfolgreiches Cross-Posting in Social Media erfordert also eine Seeding-Strategie, mit der die Inhalte nicht identisch, sondern in einer jeweils an das Netzwerk angepassten Form verteilt werden. Dabei ist es sinnvoll, sowohl die Ansprache und auch das Format, aber auch die Posting-Zeiten und die Posting-Frequenz anzupassen.

Klingt nach viel Aufwand? Mit Hilfe von speziellen Software-Tools lässt sich das Cross-Posting ohne viel Arbeitsaufwand automatisch auf verschiedenen Netzwerken planen und teilen.

Doch dabei ist zu beachten, dass die Tools auch individuelle Anpassungen der Posts für die verschiedenen Netzwerke ermöglichen, z.B. über verschiedene Post Vorlagen, flexible Auswahl von Bildern und Post-Formaten pro Netzwerk, Anpassung von Kommentaren und Hashtags und das am besten in einem Arbeitsschritt. Auch die Posting-Zeiten pro Netzwerk sollten sich individuell anpassen lassen. 

Fazit

In unserer vernetzten Gesellschaft spielt auch eine vernetzte Unternehmenskommunikation eine immer wichtigere Rolle. Eine einheitliche Strategie für das Content Recycling, Seeding und Cross-Posting spart vor allem viel Zeit und Ressourcen bei der Content-Entwicklung und macht Unternehmensbotschaften nachhaltiger. Durch ein gezieltes Seeding und Crossposting wird für Unternehmensbotschaften ein weitreichendes Netz an Touchpoints generiert. Social Media Tools unterstützen die Automatisierung der Planung und Distribution der Inhalte über die verschiedenen Kanäle. Die Tools sollten aber auch ein großes Spektrum an Möglichkeiten für die individuelle Anpassung der Beiträge an die sozialen Netzwerke und User bieten.

Unsere Autorin

Melanie Tamblé ist Geschäftsführerin der ADENION GmbH und Expertin für PR, Online-Marketing und Social Media. Die Online-Dienste der ADENION GmbH unterstützen Unternehmen und Agenturen bei der täglichen Kommunikationsarbeit in den digitalen Medien.   PR-Gateway und Blog2Social ermöglichen eine einfache und schnelle Verteilung von Pressemitteilungen, Social Media News, Blogartikeln, Bildern und Dokumenten auf Presseportale, Blogs, Newsdienste und sozialen Netzwerken.   

Weitere Informationen:


www.adenion.de
www.pr-gateway.de

www.blog2social.com

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