SAP-Automatisierung? Ohne Ansible undenkbar!

Gastbeitrag

Kaum etwas ist für IT-Abteilungen dieser Tage von so großem Wert wie eine reibungslose IT-Automatisierung. Denn mit der voranschreitenden Digitalisierung wachsen nicht nur ihre Aufgabenbereiche, sondern auch die Anforderungen an ihre Services. Automatisierung hilft ihnen dabei, diese Services schneller, zuverlässiger und mit weniger Fehlern bereitzustellen und im Tagesgeschäft mehr Zeit für Innovationsprojekte freizuschaufeln. Als unentbehrlicher Helfer hat sich dabei Ansible etabliert – das Open-Source-Tool rollt Software aus, installiert Patches, passt Konfigurationen von Servern, Storage-Systemen und Netzwerkgeräten an und verwaltet Bereitstellungs-, Konfigurations- und Orchestrierungsprozesse in Container- und Cloud-Umgebungen.

Auch im SAP-Bereich ist Ansible längst angekommen und ein mächtiges Werkzeug bei der automatisierten Einrichtung und Verwaltung individueller Systeme. So lässt sich der zeitaufwändige und komplexe Standard-Installationsprozess von HANA beispielsweise mit Ansible beschleunigen, aber dennoch nach den Vorgaben der SAP Notes durchführen – von der Konfiguration des Betriebssystems über die Installation und Einrichtung von HANA bis zur Validierung und kundenspezifischen Anpassung.

Das funktioniert sowohl in traditionellen Infrastrukturen als auch in Container-Umgebungen und hybriden Clouds. Anschließend unterstützt Ansible auch bei den sogenannten Day 2 Operations, also dem normalen Geschäftsbetrieb, etwa durch die Automatisierung des Patch- und Clustermanagements und die Automatisierung von Tests.

Autor Peter Körner

Peter Körner ist Business Development Manager Open Hybrid Cloud SAP Solutions bei Red Hat

Die automatisierten Abläufe können IT-Abteilungen viel Zeit sparen und unterstützen sichere, reproduzierbare Deployments und kleinere Wartungsfenster. Doch die Automatisierung mit Ansible beschränkt sich nicht allein auf die Infrastrukturebene und erstreckt sich auch auf Prozesse in den SAP-Anwendungen selbst: das Anlegen von Benutzern und die Vergabe von Rechten, ja, sogar eine Automatisierung von Tätigkeiten, die normalerweise über das SAP-GUI erfolgen, ist im Zusammenspiel mit RPA-Technologien möglich. So unterstützt Ansible nicht nur IT-Abteilungen, sondern auch Anwender aus den Fachbereichen.


„Wegen der Vielzahl und der hohen Komplexität der Systeme sind die Algorithmen inzwischen viel besser darin, Probleme aufzuspüren, nach deren Ursachen zu forschen und sie zu beheben, als Menschen. „

Peter Körner

Automatisierung – Ende-zu-Ende, und nicht in Silos

Ansible bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre gesamte IT-Landschaft bis hin zur Einbindung der Fachbereiche mit einem einzigen Tool zu automatisieren. Als Enterprise-Lösung stellt Red Hat Ansible Automation Platform neben der eigentlichen Ansible-Engine weitere Komponenten bereit. Diese erleichtern eine Zusammenarbeit in großen oder verteilten Teams, erlauben einen schnellen Einstieg mit vordefinierten Rollen und Modulen, liefern Auswertungen zu Betriebszeiten und Nutzungsmustern von Anwendungen und Services und stellen Schnittstellen bereit, sodass Ansible-Playbooks von allen Systemen für alle Anwender nutzbar sind.

APIs und Integrationen helfen Unternehmen dabei, Self-Service-Portale aufzusetzen und Silogrenzen zu durchbrechen. Denn die Automatisierung einzelner Abläufe ist nur ein erster Schritt und führt, wenn zentrale und standardisierte Prozesse über System- und Abteilungsgrenzen hinweg fehlen, letztlich zu einem Automatisierungswildwuchs. Konzentrieren sich Abteilungen allein auf die Automatisierung ihrer eigenen Anwendungen, entstehen zudem automatisierte Silos – mehr nicht. Mit Red Hat Ansible Automation Platform leistet dagegen jeder Bereich seinen Beitrag zu einer Ende-zu-Ende-Automatisierung und stellt ihn in einem Service-Katalog bereit, damit Brücken zwischen SAP- und Nicht-SAP-Systemen entstehen.

Automatisierung mit KI-Hilfe

Wie in viele anderen Bereichen ist KI inzwischen auch beim IT-Betrieb angekommen und unterstützt als AIOps, Artificial Intelligence for IT-Operations, dabei auch den SAP-Betrieb. Wegen der Vielzahl und der hohen Komplexität der Systeme sind die Algorithmen inzwischen viel besser darin, Probleme aufzuspüren, nach deren Ursachen zu forschen und sie zu beheben, als Menschen. Die Automatisierung dabei kann Ansible beisteuern.

Im Falle von Red Hat Ansible Automation Platform liefert Red Hat Insights die Analysen und erkennt Konfigurations- und Sicherheitsprobleme und erstellt die passenden Ansible-Playbooks, die dann die notwendigen Anpassungen vornehmen. Red Hat Insights bringt von Haus aus mehr als 600 Regeln mit, viele davon spezifisch für SAP-Umgebungen, und trägt so seinen Teil zu einem sichereren und stabileren SAP-Betrieb bei. Letztlich führt bei der SAP-Automatisierung kein Weg mehr an Ansible vorbei, weshalb das Thema auch auf dem AnsibleFest 2021 (29. bis 30. September) und dem DSAG Jahreskongress 2021 (20. bis 24. September) im Fokus stehen wird.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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