NFTs That Diversify Power and Decolonize Knowledge

Maliha Abidi, Künstlerin, Autorin und Gründerin der NFT-Community „Women Rise“, Joana Lacerda, Gründerin von WomenWeb3 und Creative Director bei Women Labs, und Paff Evara, Mitbegründerin der Online-Plattform Take Up Space über Diversität, Inklusion und Bildung.

Kunst als Ausdruck und Support von Empowerment, Diversität, Inklusion und Bildung: Maliha Abidi und Joana Lacerda nutzen sie, um die Wahrnehmung für diese Dinge zu stärken und auf Missstände aufmerksam zu machen. Sie glauben, dass das Web3 genau der richtige Ort ist, wo Communities wachsen und einen höheren Grad an Repräsentation erreichen können.

Für Maliha ist Kunst ein Weg, um die Herausforderungen zu adressieren, mit denen sie als Muslima und Woman of Color konfrontiert wurde als sie mit 14 Jahren in die USA zog. Zehn Jahre später nutzt sie Kunst als eine Form des Storytellings, um Frauen zu repräsentieren und zu feiern. Ihr Projekt Women Rise besteht aus 10.000 NFTs, das Portraits von Frauen aus der ganzen Welt zeigt. Für sie ist das Web3 eine Möglichkeit, Frauen, People of Color und andere unterrepräsentierte Gruppen zu ermutigen, jenen Raum einzunehmen, der für sie lange Zeit nicht zugänglich war.

Joana Lacerda nutzt Kunst, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Das Web3 ist ihrer Meinung nach genau der richtige Weg, um Kunst auf ein neues Level zu bringen.

Mehr Raum für Diversität

Es ist kein Zufall, dass Paff Evara ihre Plattform und Community „Take Up Space“ genannt hat. Mit ihr unterstützt sie BlPOC und Mitglieder der LGTBQ+ Community dabei, im Web3 Fuß fassen, zu Führungspersönlichkeiten aufzustreben und Veränderungen voranzutreiben. Das Coaching von Take Up Space umfasst einen Drei-Phasen-Ansatz mit dem Ziel, persönliches Wachstum zu erreichen. Dabei geht es darum, eingrenzende Ansichten im Keim zu ersticken, Netzwerke aufzubauen und Führungskompetenz zu entwickeln.

Etwa 73 Prozent der Eigentümer von Krypto-Geld sind Männer

Doch das Individuum allein sollte nicht die Bürde tragen müssen, Veränderungen zu bewirken. Es müssen ebenfalls systemische Veränderungen stattfinden. Daher hat die Co-Gründerin ein Gegenstück zu Take Up Space ins Leben gerufen: Make Space. Dabei handelt es sich um eine DEI-Beratungsagentur (Diversity, Equity and Inclusion – Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion), die eng mit Brands zusammenarbeitet und ihnen Einblicke in verschiedene Communities und Erfahrungswerte gibt. Brands sollen dadurch lernen, die richtige Sprache und Terminologie im Geschäftsalltag zu verwenden und dadurch Raum für unterrepräsentierte Gruppen zu schaffen.

Maliha Abidi nutzt Kunst als Ausdruck und Support von Empowerment, Diversität, Inklusion und Bildung.

Mehr Raum für Frauen

Joana Lacerda ist ebenfalls Künstlerin, doch anders als Maliha nutzt sie Architektur, um für Menschenrechte einzustehen und für unterrepräsentierte Menschen zu sprechen. Im Web3 geht es auch für sie darum, Raum einzunehmen. Während ihres Vortrags gab Joana einige Zahlen zum Besten: Etwa 73 Prozent der Eigentümer von Krypto-Geld sind Männer und nur 60 Prozent der Frauen verstehen, was NFTs genau sind. Mit ihrer Bewegung WomenWeb3 möchte sie Veränderungen bewirken und mehr Frauen involvieren, wenn es um das Thema Web3 geht.

Darüber hinaus glaubt Joana, dass das Web3 von null aufgezogen und nicht aus dem Web2 heraus weiterentwickelt werden sollte. Das Gesamtsystem zu verändern, gelinge nicht durch eine Überleitung, sondern indem die Geschichte neu erzählt wird. Und das kann nur mithilfe von Bildung und Aufklärung funktionieren.

Maliha, Joana und Paff haben ihre jeweils eigene Vision vom Web3 und wie es dabei helfen kann, Bildung auf der ganzen Welt zu verbessern und zu normalisieren. So möchte Maliha zum Beispiel das Web3 – und im Zuge dessen auch Bildungsinitiativen – für mehr als 129 Millionen Frauen und Mädchen zugänglich machen, die bislang keine Bildung erfahren. Auf der anderen Seite merkt Joana an, dass Bildungsinstitutionen ebenso einen Mindset- und Ethos-Wandel durchmachen müssen, damit dieses Konzept fruchten kann – denn die Dekolonisierung von Wissen und die Schaffung von Vielfalt sind der Schlüssel zu einer besseren Welt.

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