Next home – Wie wohnt Deutschland übermorgen

Wir sprachen mit Mathias Bork, Geschäftsführer von QVC Deutschland über das „digitale Zuhause“ und die Bedeutung desselben für das Konsumverhalten.

Mathias Bork: „In unserer „Next Home“-Studie kristallisiert sich heraus, dass rund die Hälfte der Deutschen befürchtet, dass die Digitalisierung mehr und mehr unsere Sinne einseitig fordert.“

Herr Bork, Ihr Unternehmen QVC hat mit „Next Home – Wie wohnt Deutschland übermorgen“ eine weitere Zukunftsstudie herausgebracht. Was sind die zentralen Erkenntnisse der Studie?
Die letzten zwei Jahre haben uns allen vor Augen geführt, welch große Rolle digitale Technologien in unserem Alltag spielen. Heute mehr als je zuvor. Beruflich wie privat. Unser Wunsch nach Multifunktionalität und Virtualität ist durch die Pandemie rasant gestiegen. Das Metaversum wurde in den letzten Jahren zum neuen Treffpunkt und das „digitale Zuhause“ zu unserer neuen Wirklichkeit. Unsere „Next Home“-Studie bestätigt dies und zeigt, dass diese Digitalisierung des Lebens und unser Verlangen nach Virtualität in Zukunft sogar noch weiter zunehmen wird.

Sie sprechen vom „digitalen Zuhause“. Was können wir uns darunter vorstellen?
Das „digitale Zuhause“ ein Ort für Freizeit, Entertainment, Shopping und Arbeit – alles auf der digitalen Ebene. Hier spielen Aspekte wie Augmented Reality und Smart Home eine wichtige Rolle. So haben wir im „digitalen Zuhause“ berufliche Besprechungen online per Video-Chat, treffen unsere Freund*innen und Familien im Virtuellen Meetingpoint, lassen uns von Smart-Home-Helfern Einkaufslisten zusammenstellen und bestellen unsere Konsumgüter im Internet.

Was bedeutet das alles für unser Konsumverhalten?
Dieser digitale Fortschritt hat einen großen Einfluss auf unser Shopping-Verhalten. Heute gibt es kaum noch etwas, was wir nicht kontaktlos von zuhause aus einkaufen können. Live-Shopping, ein Vertriebsweg den QVC groß gemacht hat, hat einen Boom auf diversen Plattformen erlebt. Und die Technologien und damit die Möglichkeiten entwickeln sich immer weiter, bieten uns immer mehr an, machen immer mehr möglich. Und so gehen unsere „Next Home“-Zukunfts-Experten davon aus, dass Virtual Reality Shopping per Livestream 2040 zur absoluten Normalität wird – sowohl für die Unternehmen als auch die Verbraucher*innen.

Alles verlagert sich ins Digitale – verändert sich auch unser Verhältnis zu unserem Aussehen?
Unser Aussehen wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Speziell unsere Haut. Auch hier der Grund: die steigende Virtualität. Social Media, Video-Chats, online Netzwerke – vieles findet schon heute nur noch auf dem Screen statt. Wir sind mittlerweile darauf konditioniert, auf Bildschirmen möglichst gut aussehen zu wollen. Und da uns in Zukunft ein stetig wachsender Markt an virtuellen Technologien erwartet, gehen unsere Forscher davon aus, dass unsere Haut bis spätestens 2040 das Symbol für Gesundheit und Vitalität sein wird.

Wie werden wir also in Zukunft leben und arbeiten?
Unsere Lebensbereiche sind bereits heute stark miteinander verschmolzen. Das Büroleben, wie wir es bis vor der Pandemie kannten, wird es laut unserer Studie bis 2040 so also nicht mehr geben. Stattdessen wird sich die Kultur der hybriden Arbeitsmodelle immer weiter etablieren. Was als Notlösung während der Pandemie startete, ist ganz klar die Arbeitswelt von morgen. Neben Activity-Based-Working ist Home-Office wohl das Stichwort der Zukunft. Dafür wird es auch auf der architektonischen Seite immer mehr Anpassungen geben: unser Zuhause wird ein zunehmend flexibel nutzbarer Raum werden, der auf immer kleiner werdender Fläche immer mehr Aktivitäten zulässt.

Wo sehen Sie den Ausgleich zum digital geprägten Alltag / der Beschleunigung?
In unserer „Next Home“-Studie kristallisiert sich heraus, dass rund die Hälfte der Deutschen befürchtet, dass die Digitalisierung mehr und mehr unsere Sinne einseitig fordert. Unsere Experten sehen deshalb einen vermehrten Wunsch nach handwerklicher Betätigung und der Beschäftigung mit haptischen und vor allem analogen Dingen als Gegentrend zu all der Digitalisierung.


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Photo by Jan Antonin Kolar on Unsplash


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