Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 7)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier die siebte Folge.


Unternehmensmobilität in Zeiten von Nachhaltigkeitsdiskursen

Katharina Schmidt ist Head of Consulting & Arval Mobility Observatory

Aufgrund des Anspruchs Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und zu einem Mobilitätswandel beizutragen stellt sich für viele Unternehmen die Frage: Wie kann man Mitarbeitenden ein attraktives und nachhaltiges Mobilitätsangebot machen? 
Diese Frage umfasst viele Facetten und muss daher für jedes Unternehmen sehr individuell entschieden werden. Gerade auch in Zeiten von steigenden Kosten für den Fuhrpark und längeren Lieferzeiten, sind Unternehmen auf eine klare Strategie zum Handeln und Umsetzen angewiesen. So auch auf dem Weg zu einer grüneren Flotte. Es gilt, Mobilitätsrichtlinien zu entwickeln, die sich sowohl an den Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen als auch an den Bedürfnissen der Flottenfahrenden orientieren. Von einer CO2-Reduzierung durch eine veränderte Beschaffungsstrategie bis hin zur Vermeidung von Emissionen durch den Einsatz alternativer Mobilitätsformen, haben Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zu agieren. Und das Gute dabei ist: Laut Arval Mobility Observatory Fuhrpark Barometer 2022 gewinnen E-Mobilität, Bike-Leasing, Car Sharing und Co. in Deutschland unter Arbeitnehmenden immer mehr an Beliebtheit. Das muss Unternehmen ein Anspruch sein, ihre Flotte fit zu machen, für vielfältige und nachhaltige Mobilitätskonzepte.


Helmut Scherer, Managing Director Futurice GmbH

(Digitale) Ökosysteme – Schlau vernetzt in eine resiliente Zukunft

Lange Zeit haben Unternehmen ihr Kernprodukt als den Mittelpunkt ihres Universums behandelt, um das sich alles dreht. Doch die Zeiten haben sich verändert: Mehr denn je stehen die Kund*innen und deren Bedürfnisse im Zentrum allen Handelns. Um weiterhin relevant zu bleiben, müssen Unternehmen ihren Blick erweitern. Welche Services und Lösungen wünschen sich ihre Kund*innen zusätzlich? Diese Frage gilt es zu beantworten. Ein wichtiger Baustein dabei sind Daten. Nur wenn Unternehmen einen Einblick in die Bedürfnisse der Kund*innen entlang der gesamten Customer Journey haben, kann das Angebot auch dementsprechend angepasst werden. Für ein Unternehmen allein ist das meist eine große Herausforderung, doch durch strategisch wichtige Partnerschaften und Kooperationen, können Daten ermittelt, analysiert und weitergegeben werden, die eine genaue Übersicht schaffen, wo Kund*innen abgeholt werden möchten, was sie sich wünschen und welche Services in Zukunft für sie relevant werden. So können neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, die aufeinander aufbauen, sich gegenseitig beeinflussen und so im Zusammenspiel einen noch größeren Wert schaffen. Zusätzlich können Unternehmen schneller auf Veränderungen reagieren, flexibel bleiben und ihre Geschäftsmodelle jederzeit anpassen.


Dr. Arne Engelbrecht, Geschäftsführer SALT AND PEPPER Consulting

Mit Agilität dem Unvorhersehbaren den Schrecken nehmen

In unserer VUCA-Welt ist das einzig Beständige der Wandel. Dieser permanente Change ist eine Herausforderung für Unternehmen – sie können ihn aber auch als Chance verstehen und nutzen, indem sie agiler werden.
Ist das einfach? Nein – aber möglich. Wenn Unternehmen immer umfassender und schneller auf Veränderungen reagieren müssen, ist es umso wichtiger, dass nicht mehr nur Wenige denken und entscheiden. Alle Mitarbeitenden müssen in ihrem Bereich Verantwortung übernehmen dürfen, können und vor allem auch wollen.
Dafür braucht es neue agile Formen zu arbeiten und sich zu organisieren. Richtig angewandt laufen repetitive Aufgabenbereiche dann maximal standardisiert und automatisiert.
In allen anderen Bereichen arbeiten eigenverantwortliche Mitarbeitende selbstorganisiert und end-to-end verantwortlich. Wichtig dabei: So paart sich Leistungsbereitschaft und -fähigkeit mit hoher Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Die Resilienz der Organisation erhöht sich und die Unternehmen können der immer schwerer planbaren Zukunft souverän entgegentreten.
Verstehen sie befähigende und beeinflussende Trends als Erste, sind sie sogar in der Lage proaktiv zu werden und auf diese Weise ihren Wettbewerbern immer einen Schritt voraus – und das Unvorhersehbare hat seinen Schrecken verloren.


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Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 20)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 20. Teil.

Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 19)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 19. Teil.

Inklusion und Sensibilität heißt die Devise

Thomas Schuller beschreibt, welche Softwaretrends dieses Jahr wichtig werden. Der Regional Director DACH bei Progress-Software sieht vor allem, dass Software-Produkte „mehr Menschen abholen sollen und Unternehmen feinfühliger bei der Personalisierung vorgehen werden.“

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Photo by Denis Degioanni on Unsplash


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