Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 4)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier die vierte Folge.


Agilität und Resilienz von Belegschaften werden entscheidend

Andreas Rothkamp ist VP DACH-Region bei Skillsoft

Fähigkeiten, die Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden immer schnelleren neu definiert. Es ist daher essenziell, die eigene Belegschaft dabei zu unterstützen, schnell und praxisnah wichtige Skills auf- und auszubauen. Das gilt nicht nur für „Hard Skills“ wie digitale und technische Qualifizierungen – auch wenn diese aufgrund des Fachkräftemangels stärker intern gefördert werden. Darüber hinaus ist es wichtig, eine Mentalität des lebenslangen Lernens aufzubauen, denn wir müssen uns immer häufiger auf neue Anforderungen und Marktbedingungen einstellen. Daher werden auch „Soft Skills“ wie Führungsfähigkeiten oder eine geistige Agilität entscheidend. Wer also in seine Mitarbeitenden investiert und ihnen ermöglicht in einer unternehmensweiten Lernkultur mithilfe von Trainingsangeboten, Lernmaterialien und Karrierepfaden – Stichwort Blended Learning – Qualifikationen und Fähigkeiten für Agilität, Resilienz und Flexibilität aufzubauen, der macht sein Unternehmen fit für die Zukunft – egal, was uns 2023 erwartet.


Intelligente Nutzung der Technologie, um die Belastung der Arbeitskräfte zu verringern

Fred Plais ist Gründer und CEO von platform.sh

Die Haushaltsplanung für 2023 war eine der schwierigsten Haushaltsvorbereitungen, die ich als CEO jemals zu bewältigen hatte. Denn es geht darum, für eine unvorhersehbare Zukunft zu planen. Bei Platform.sh haben wir beschlossen, uns auf Effizienz und die Beseitigung von Reibungsverlusten zu konzentrieren. Nach den großen Auswirkungen der COVID-Jahre bleibt die Optimierung der Digitalisierung für viele Unternehmen – unabhängig von ihrer Branche- ein wichtiges Thema. Und ganz gleich, welche Überraschungen uns im Jahr 2023 erwarten, die zentralen Herausforderungen für viele Unternehmen sind und bleiben die Themen Digitalisierung und Fachkräftemangel. Dies zeigt sich vor allem in arbeitsintensiven Bereichen wie der IT- und Anwendungsentwicklung sowie der Skalierbarkeit – denn wir sehen weiterhin den Trend, dass die Anzahl der Anwendungen in allen Unternehmen zunimmt. Reaktionszeiten auf Kundenanfragen, erhöhte Sicherheitsanforderungen und Durchlaufzeiten für die Einführung neuer Produkte sind entscheidend für den nachhaltigen Geschäftserfolg. In Vorbereitung auf das Jahr 2023 überlegen viele Führungskräfte daher, wie sie die Arbeit ihrer Teams unterstützen und vereinfachen können. Hier punktet zum Beispiel Platform-as-a-Service anstelle einer eigenen Infrastruktur. Das entlastet die IT-Abteilungen, erhöht die Produktivität und spart Kosten. Vor dem Hintergrund steigender Preise und eines Mangels an IT-Fachkräften werden unterstützende Plattformen und Dienste für die Verwaltung von Websites und Apps im Jahr 2023 immer wichtiger.


Ansgar Eickeler ist General Manager Central & Eastern Europe bei Board International

Mit intelligenter Planung und smarten Szenarien in eine aussichtsreiche Zukunft

Intelligente Planung ist die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften und unerlässlich für die zukunftsgerichtete Steuerung von Unternehmen. Die Planung muss Strategie und Finanzen mit operativen Bereichen wie Supply Chain und Fertigung zusammenführen, um das gesamte Unternehmen umfassend betrachten zu können. Darauf aufbauende Szenarien, die neue Geschäftsbereiche, Produkte, Märkte oder Investitionen simulieren, zeigen dem Management zusätzliche Handlungsoptionen auf, um das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Integrierte intelligente Planung ist gerade in den heutigen volatilen Märkten von unschätzbarem Vorteil. Denn Zeiten hoher Unsicherheit bieten auch immer besondere Chancen, das eigene Geschäft voranzutreiben. Unternehmen können neue Märkte erschließen und mit eigenen Produkten bedienen. Je schneller ein Unternehmen diese neuen Möglichkeiten erkennt und diese nutzen kann, desto erfolgreicher wird es im Wettbewerb agieren.


Manfred Terzer, CEO und Mitgründer von Kendox

Digitalisierung wird zum „Turning Point“ für den Mittelstand

Unternehmen, die die Digitalisierung ernst nehmen, konnten bereits 2022 messbare Vorteile im Wettbewerb erzielen. 2023 wird dieser Unterschied noch sichtbarer. Waren Maßnahmen zur Digitalisierung bislang ein Erfolgsfaktor, werden sie jetzt zum Must-have. Angesichts der aktuellen Wirtschaftsbedingungen kann das Jahr 2023 durchaus zu einem „Turning Point“ werden. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten haben kleine und mittelständische Unternehmen ihre Budgets stärker im Auge und investieren vorrangig in digitale Tools und Technologien, die schnell messbare Erfolge erzielen. Tools zur Digitalisierung von dokumentenbasierten Prozessen in Büro und Verwaltung leisten hier einen entscheidenden Beitrag. Sie ermöglichen Kostenersparnisse durch sichere, effiziente und beschleunigte Prozesse für zeitaufwändige Routineaufgaben. Das legt den Grundstein für weitere Digitalisierungsschritte und ermöglicht einen nachhaltigen Wandel. Unternehmen, die diese Potenziale nutzen können, haben hier oftmals den entscheidenden, kleinen Zusatzvorteil, der ihren Vorsprung in der immer digitaler werdenden Wirtschaft sichert.


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Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 20)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 20. Teil.

Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 19)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 19. Teil.

Inklusion und Sensibilität heißt die Devise

Thomas Schuller beschreibt, welche Softwaretrends dieses Jahr wichtig werden. Der Regional Director DACH bei Progress-Software sieht vor allem, dass Software-Produkte „mehr Menschen abholen sollen und Unternehmen feinfühliger bei der Personalisierung vorgehen werden.“

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Photo by Denis Degioanni on Unsplash


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