Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 3)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier die dritte Folge.


In Echtzeit handeln

Matthias Herkommer, Director Pre-Sales DACH bei Qlik

Für die digitale Wirtschaft ist agiles Handeln in Echtzeit mittlerweile unverzichtbar. Je schneller Unternehmen auf aktuelle Entwicklungen reagieren können, umso wettbewerbsfähiger sind sie. Unternehmen müssen ihre Fachabteilungen und Systeme kontinuierlich mit Informationen und Analysen in Echtzeit versorgen können. Business Intelligence, wie sie derzeit zumeist verstanden wird, kann mit den datengesteuerten Anforderungen von heute leider nicht mithalten. Zu häufig beziehen sich Analysen auf veraltete Daten – Daten von heute sind morgen schon nicht mehr aktuell. So wie wir es praktizieren und ermöglichen, schließt BI mithilfe einer einheitlichen Datenpipeline alle Lücken bei der Erfassung, Integration, Bereitstellung, Analyse und Zusammenarbeit. Es entsteht ein multidirektionaler Kanal für einen kontinuierlichen Informationsfluss, der dem Anwender verlässliche und topaktuelle Daten in Echtzeit liefert. Auf diese Weise wird die nötige Kompetenz geschaffen, die einen adäquaten Umgang mit den Daten ermöglicht.


Resilienz durch Kollaborationen und Partnerschaften

Heiko Herchet, Sales Vice President Software & Digitalisierung, EDAG Engineering GmbH

Mit Insellösungen und Silodenken haben Unternehmen in unserer heutigen VUCA-Welt keine Chance zu bestehen. Insbesondere in Zeiten der digitalen Transformation all unserer Lebensbereiche können wir nur erfolgreich sein, wenn wir langfristig auf ein starkes Partnernetzwerk setzen. Sei es in der Realisierung von Cloud-Services, IoT-Anwendungen oder KI-gestützten Entwicklungen. Nur unternehmensübergreifend schaffen wir es, Services schnell auf den Markt zu bringen, die unsere Kunden begeistern und uns vom Wettbewerb unterscheiden. Zum Beispiel durch Kollaborationen mit Technologie-Startups, die uns aufgrund ihres Spezialwissens einen schnelleren Zugang zu bestimmten Technologien ermöglichen. Allerdings fehlt ihnen oftmals das technische und prozessuale Wissen in der Fahrzeugentwicklung und -produktion. Dies wird in einer Partnerschaft zusammengebracht und sorgt für den gemeinsamen Erfolg von zukunftsfähigen Projekten. Durch entsprechende Inkubator-Programme können Technologien und Startups unterstützt werden.


Heinrich Grave, Senior Vice President Digital Identity bei IDnow

Dezentrale Identität sorgt für Datensouveränität

„Wenn es um Daten geht, sind Personenidentifizierungsdaten die wohl sensibelsten Informationen, über die ein Unternehmen verfügt. Somit stellt die zentralisierte Identitätsverwaltung eines der größten Sicherheitsrisiken dar. Ein einzelnes Datenleck oder ein gezielter Hackerangriff gefährdet alle im System enthaltenen digitalen Identitäten. Abhilfe wird hier perspektivisch die dezentralisierte Identität bzw. die ‚Self-Sovereign-Identity‘ (SSI) schaffen. Sie gibt dem Nutzer die Kontrolle über die eigenen Daten zurück – ohne, dass sie manipuliert, dupliziert oder gestohlen werden können. Datensilos in denen Identitäten für alle Nutzer gespeichert sind, verschwinden so. Nur der Nutzer kann entscheiden, welche Informationen mit einem Dienstleister geteilt werden und welche nicht. Ein zentraler Bestandteil dieser Architektur sind die Digital Identity Wallets, die die Datensouveränität revolutionieren und mehr Resilienz in unseren Systemen schaffen werden, indem sie das zentrale Angriffsrisiko, für Nutzer und Unternehmen zugleich, senken.“


Tony de Bos, Vice President Advisory Services for EMEA bei Kudelski Security

IoT-Sicherheit: Secure-by-Design schützt Anwendungen und Geräte

IoT-gesteuerte Prozesse werden immer häufiger zum Ziel von Cyber-Angriffen, da IoT-Lösungen auf ein funktionierendes, lückenloses Kommunikationsnetzwerk sowie Zugang zum Internet angewiesen sind – das macht sie anfällig für Attacken. Zudem sind die IoT-Geräte geografisch oft verteilt. Ein neu hinzugefügtes Gerät wird dadurch schnell übersehen und nicht abgesichert. Für Hacker sind ungeschützte Geräte und Applikationen die perfekten Angriffspunkte, um Anlagen und ganze Firmen zu infiltrieren.

Abhilfe schafft der Secure-by-Design-Ansatz: Schon während der Entwicklung einer Lösung wird auf deren Sicherheit geachtet. Entscheidend ist dabei die Root-of-Trust-Funktionalität (RoT). Sie verschafft einem kryptographisch gesicherten IoT-System eine eindeutige Identität für jedes Gerät, auf dem es installiert ist. Bei der Umsetzung kann ein versierter Partner helfen, der RoT und andere Sicherheitslösungen in einzelne Module einbettet und dafür sorgt, dass jedes Gerät in der IoT-Infrastruktur eine Identität erhält.


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Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 20)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 20. Teil.

Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 19)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 19. Teil.

Inklusion und Sensibilität heißt die Devise

Thomas Schuller beschreibt, welche Softwaretrends dieses Jahr wichtig werden. Der Regional Director DACH bei Progress-Software sieht vor allem, dass Software-Produkte „mehr Menschen abholen sollen und Unternehmen feinfühliger bei der Personalisierung vorgehen werden.“

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Photo by Denis Degioanni on Unsplash


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