Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 13)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 13. Teil.


Managed Platforms machen Open-Source-Software beherrschbar

Merlin Walter ist Sales Engineer bei Instaclustr

Open-Source-Software (OSS) liegt voll im Trend. Die meist kostenfreien Anwendungen zeichnen sich durch starke Communities und großen Funktionsumfang aus, die proprietäre Alternativen oft in den Schatten stellen. Zudem ist die Software leicht erweiterbar und Unternehmen können sie in bestehende IT-Ökosysteme dank offener Schnittstellen leicht implementieren. Die Sache hat allerdings einen Haken: OSS hat zuweilen ein recht hohes Einstiegslevel. Nicht jedes Unternehmen hat fachkundiges Personal und die vorhandenen Mitarbeiter nicht immer genügend Ressourcen, sich neues Expertenwissen anzueignen. Der vielzitierte Fachkräftemangel trägt dazu bei, dass Organisationen neues Personal auch nicht einfach engagieren können. Eine lukrative Lösung sind Managed Platforms, mit denen Nutzer unterschiedliche Open-Source-Technologien auf einer Plattform einfach verwalten können. Ihre intuitive Benutzeroberfläche vereinfacht das Management des OSS-Ökosystems und machen dessen Komplexität beherrschbar.


Harry Boers ist Principal Consultant Strategy & Consulting bei Macaw

Die Knappheit umgehen

Das Jahr 2023 wird geprägt sein von Knappheit: Knappheit an Menschen, Ressourcen und Energie. Unternehmen müssen ihren Geschäftsplan dementsprechend ausrichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ganz weit oben auf der Agenda sollte Differenzierung stehen. Da viele Firmen dieselben Zielgruppen über die gleichen Kanäle ansprechen, sollten sie sich durch Kreativität und Personalisierung aus der Masse abheben. Mitarbeitende sind in diesem Zusammenhang entscheidende Verbündete bei der Aufgabe, die perfekte Customer Journey zu entwerfen. Am besten können sie diese Herausforderung bewältigen, indem ihnen das Unternehmen KI-gesteuerte Tools zur Verfügung stellt, damit sie effizienter arbeiten können. Firmen sollten sich zudem darauf konzentrieren, die Customer Experience weiter zu verbessern und Kunden nach dem Prinzip der Serendipity positiv zu überraschen. Das ist in einer Welt, in der so vieles vorhersehbar ist, dringend nötig.


Kai Grunwitz ist Managing Director NTT Germany

Campusnetze: Die Kosten werden sinken

Private 5G-Netzwerke sind die Basis für Zukunftstechnologien und beschleunigen die digitale Transformation. Durch ihre drahtlose Konnektivität, geringe Latenz und hohe Datenraten ermöglichen diese Campusnetze Datenauswertungen und Reaktionen in Echtzeit; zum Beispiel für innovative Anwendungen in der Industrie oder Medizin. Mit jedem Release des Mobilfunkstandards sind technische Neuerungen verfügbar. Seit Version 16 ist zum Beispiel die geografisch exakte Ortsbestimmung von Endgeräten möglich: ein besonders interessantes Feature für Flughäfen, Raffinerien oder andere großflächige Anlagen. Die für diese Ortung notwendige Hardware wird 2023 verfügbar sein. Release 17 ist schon spezifiziert und verspricht unter anderem das Einbinden einer noch höheren Anzahl von Endgeräten. Die Entwicklung ist sehr spannend. Je mehr neue Funktionen verfügbar sind, desto mehr deutsche Unternehmen werden sich dazu entschließen, bei der Bundesnetzagentur eine Lizenz für ein exklusives Mobilfunknetz zu beantragen, um den Anschluss zu dieser Technologie nicht zu verpassen. Diese steigende Nachfrage wird auch dazu führen, dass Hersteller 5G-fähiger Hardware ihre Produktion erhöhen und so attraktivere Preise anbieten können. Denn im Moment sind die initialen Investitionskosten das größte Hindernis für das Einrichten eines Campusnetzes.


Dirk Schuma ist Sales Manager Europe bei Opengear

Das Netzwerk ist und bleibt der Motor für jede Innovation

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Moderne Netzwerke sind das Herzstück der IT. Ohne sie gebe es kein Edge Computing, keine hybriden Arbeitsumgebungen, keine virtuellen Welten, keine intelligenten Fertigungsanlagen. Trotzdem räumen immer noch viele Unternehmen ihrem Netzwerk und dessen Modernisierung einen geringeren Stellenwert als anderen Infrastrukturthemen ein. Angesichts knapper Budgets in der aktuell angespannten Wirtschaftslage mag das auf den ersten Blick nachvollziehbar sein – trotzdem ist es zu kurz gedacht. 2023 werden zahlreiche Technologien, die alle auf ein modernes Netzwerk angewiesen sind, für ein Umdenken sorgen. Anwendungen auf Basis von Virtual und Augmented Reality beispielsweise: Mit Hilfe dieser digitalen Lösungen lassen sich Planung, Produktentwicklung oder Inspektion spürbar verbessern. Das gilt für die Wartung einer Industrieanlage genauso wie für den Bau eines komplett neuen Rechenzentrums. Grundsätzlich leben Innovationen von einer effizienten, flexiblen und intelligenten Netzwerkinfrastruktur – nur so können Unternehmen einen echten geschäftlichen Mehrwert schaffen.


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Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 20. Teil.

Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 19)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 19. Teil.

Inklusion und Sensibilität heißt die Devise

Thomas Schuller beschreibt, welche Softwaretrends dieses Jahr wichtig werden. Der Regional Director DACH bei Progress-Software sieht vor allem, dass Software-Produkte „mehr Menschen abholen sollen und Unternehmen feinfühliger bei der Personalisierung vorgehen werden.“

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