Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 1)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier die erste Folge.


Mit Remote Work besser agieren

Walter van Uytven, SVP of Technology bei Alludo

„Die vergangenen Jahre haben uns mit ihren unterschiedlichen Krisen gezeigt, dass Unternehmen geeignete Technologien benötigen, um handlungsfähig zu bleiben. Dazu zählen vor allem Lösungen für einen digitalen ortsunabhängigen Arbeitsplatz, um im Fall von unvorhersehbaren Ereignissen wie weiteren Pandemien oder Unwettern nahtlos weiterarbeiten zu können. Diese müssen dabei aber gleichzeitig auch ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen. Mitarbeiter sollten von jedem Ort aus sicher arbeiten und auf Firmen-Anwendungen und -Daten zugreifen können. Das macht Unternehmen künftig resilienter und funktionsfähiger.
Gleichzeitig reagieren Unternehmen mit einem gesicherten Maß an Remote Work auf die aktuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu mehr Flexibilität. Das gilt sowohl bei der Wahl ihres Arbeitsortes und ihrer Arbeitszeit als auch bei der Wahl ihres Arbeitsgerätes. Vom Firmenlaptop über private Geräte bis zum Tablet und Smartphone sollten künftig frei nach den Wünschen der Mitarbeiter als Arbeitsgerät wählbar sein. Damit schaffen Unternehmen nicht nur ein sicheres, remotes Arbeitsumfeld, sondern gehen auch verstärkt auf die Mitarbeiter als Individuen ein, um sie langfristig als Arbeitskräfte für das eigene Unternehmen zu motivieren.“


„In Cloud-basierte, skalierbare Anwendungen investieren“

Paddy Srinivasan, CEO von GoTo

„Die globalen Begebenheiten der letzten Jahre haben gezeigt, dass Unternehmen flexibler und besser vorbereitet sein müssen, um ihre Geschäftskontinuität aufrecht zu halten. Im Angesicht potenzieller neuer Herausforderungen ist jetzt ein wichtiger Zeitpunkt für Unternehmen, in technische Systeme mit nachhaltig eingesetzten Collaboration- und Remote-Support-Anwendungen zu investieren. In der ersten Covid-19-Welle mussten viele Firmen – vor allem kleine und mittelständische –schnell Anwendungen für die Fernarbeit implementieren. Aufgrund fehlender oder kleiner Budgets waren es jedoch oft ungeeignete Anwendungen, die nur als Übergangslösungen gedacht waren. Häufig gab es Überschneidungen bei den Funktionen, Verträge mit mehreren Anbietern und deren Einbindung sowie einen Mangel an effektiven Integrationen in bestehende Systeme. Dies sollte sich in Zukunft nicht wiederholen, sondern als erster Bereich der Möglichkeiten gesehen werden, wenn es darum geht, Effizienzsteigerungen zu ermitteln, um im kommenden Jahr widerstandsfähig zu bleiben. 
Außerdem müssen Unternehmen die Bedürfnisse der Mitarbeiter, die weiterhin aus der Ferne arbeiten möchten, besser erfüllen. Dazu sollten Unternehmen ihre eingesetzten Technologien überprüfen sowie neu bewerten und sicherstellen, dass sie mit ihren Mitarbeitern kommunizieren und sie unterstützen können. Gleichzeitig sollten sie in Cloud-basierte, skalierbare Anwendungen investieren. Es ist ausschlaggebend, die eigenen Anwendungen und Systeme besser an die Anforderungen der dauerhaften Fernarbeit anzupassen. Die Umstellung von mehreren eingesetzten Lösungen auf vereinheitlichte Anwendungen rüstet Unternehmen für alle künftigen Herausforderungen und sie werden widerstandfähiger für kommende potenzielle wirtschaftliche Krisen.“


John Grieve, Country Manager Germany bei MotorK

Digitalisierung im Automobilsektor

Die Megatrends Digitalisierung und Urbanisierung sowie der Klimawandel verändern das Leben der Menschen und ihre Mobilitätsbedürfnisse drastisch. Städte werden immer dichter bewohnt und es gibt bereits Shared-Economy-Modelle, bei denen sich Familien ein Auto teilen. Das spart einerseits Platz für Parkplätze und schafft mehr Wohnraum, hat aber auch dramatische Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Automobilbranche. Gleichzeitig ändert sich auch das öffentliche Bewusstsein, wenn es um nachhaltige Mobilität geht. Immer mehr Bewerber drängen auf den Markt und revolutionieren mit ihren Angeboten nicht nur die Automobilbranche, sondern auch den Autohandel. Auch hier wird der Wettbewerb immer größer: Margen werden kleiner, Hersteller gehen zum Direktvertrieb über und kleinere Händler werden aufgekauft. Eine EY Studie aus dem Jahr 2020 prognostiziert: Bis 2025 überlebt wahrscheinlich nur jeder zweite Autohändler in Deutschland. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen dürfen die Digitalisierung nicht vernachlässigen, um resilient gegenüber dem Wettbewerb zu sein.


Jin Nguyen, Cloud Transformation Consultant, DXG Team, bei FPT Software Europe

Automatisierte Cloud-Skalierung für mehr Resilienz

In Krisenzeiten wird der Wettbewerb noch härter. Cloudlösungen unterstützen Unternehmen dabei, auf Disruptionen besonders flexibel zu reagieren. So verbessern sie die Resilienz und die Chancen sich weiter erfolgreich am Markt zu behaupten. Grundsätzlich hängt die Arbeitsqualität der Endanwender von der Leistungsfähigkeit der Cloud-Lösung im Alltag ab. Durch die automatisierte Skalierung der Rechenressourcen lässt sie sich rasch an den aktuellen Bedarf anpassen. „Scaling-out/in“ bezeichnet dabei die horizontale Skalierung von Server-Ressourcen. Dies ist wesentlich effizienter und schneller als „Scaling-up/down“ (vertikale Skalierung), also die Anpassung von Server-Kapazitäten. Es empfiehlt sich mit einer einfachen, zeitplanbasierten Konfiguration zu beginnen. Das Cloud-System kann etwa zu operativen Peak-Zeiten „Scaling-in“ für bestimmte Fachbereiche durchführen und in Ruhephasen „Scaling-out.
Damit können IT-Entscheider jederzeit die Leistungseffizienz ihrer Cloud-Systeme optimieren und sicherstellen, dass ihr Unternehmen Zugang zu einer produktiven Cloud-Umgebung hat.


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Forecast 2023: Resilienz im Fokus (Teil 19)

Gerade viele Mittelständler stellen sich aktuell diese Frage: Wie werden sich multiple Krisen auf das Geschäft auswirken? Wie entwickeln sich Inflation, Fachkräftemangel und die anhaltende Lieferkrise im kommenden Jahr? Kurz: Wie plant man das Unplanbare? Wir haben Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen genau dazu gefragt und um kurze Statements gebeten, inwiefern Werkzeuge der digitalen Transformation dabei helfen können. Hier der 19. Teil.

Inklusion und Sensibilität heißt die Devise

Thomas Schuller beschreibt, welche Softwaretrends dieses Jahr wichtig werden. Der Regional Director DACH bei Progress-Software sieht vor allem, dass Software-Produkte „mehr Menschen abholen sollen und Unternehmen feinfühliger bei der Personalisierung vorgehen werden.“

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Photo by Denis Degioanni on Unsplash


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