Erstklassige Pay­ment Services für die Zukunft

Unsere Redaktion spricht mit Ken Serdons, Chief Commercial Officer Mollie, über den Bezahlvorgang und die optimale Zahlungs­methode für Onlineshops.

Herr Serdons, welchen Stellenwert nimmt das professionelle Bezahlerlebnis im Kontext der Customer Experience und Journey heute ein?

Im E-Commerce dreht sich alles um Conversion. Es ist toll, wenn Kunden deinen Webshop besuchen – aber wenn sie nichts kaufen, hält man sich nicht lang über Wasser. Spannend ist, dass bei weitem die meisten Kunden den Kaufprozess im allerletzten Schritt, beim Bezahlen, abbrechen. Das zeigt, wie unglaublich wichtig ein glatt ablaufender, gut abgesicherter Bezahlvorgang für den Erfolg des Händlers ist. Kunden müssen ihre präferierte Zahloption im Check-out wiederfinden und der Prozess muss sowohl vertrauenswürdig als auch schnell sein.


„Verfügbare Zahlungsoptionen müssen sichtbar gemacht werden.“

Ken Serdons, Chief Commercial Officer Mollie

Welche Herausforderungen müssen im internationalen OnlineHandel gemeistert werden? Auf welche Barrieren beim Online-Zahlungsverkehr treffen Händler und Marktplatzbetreiber in Europa?

Den größten Einfluss auf die Konver­sionsrate haben die Versand- und Zahlungsarten, die dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Laut ECC-Pay­ment-Studie Vol. 236 geben 73 Pro­­zent der befragten Onlinekunden an, immer mit ihrer bevorzugten Zahlungsmethode zu bezahlen. Verfügbare Zahlungsoptionen sollten dem Kunden daher von Anfang an deutlich sichtbar gemacht werden. Für international expandierende Unternehmen wird das Ausmaß des Problems sichtbar, wenn man die präferierten Zahlungsarten europäischer Onlinekunden nach Ländern vergleicht. Laut der Händlerbefragung des ECC Köln glauben 69 Prozent, dass die Bereitstellung länderspezifischer Zahlungsoptionen positive Auswirkung auf den Kauf bei ausländischen Anbietern hat.

Im Allgemeinen sind europaweit Debit-Cards (Giro- und EC-Karten) sehr populär, man sieht jedoch deutliche länderspezifische Unterschiede: Blickt man über die Grenze, so sieht man, dass die Niederländer vor allem dem lokalen Zahlungssystem iDEAL ihr Vertrauen schenken. In Frankreich ist die sogenannte Carte Bancaire weit verbreitet. Dieses Zahlungsmittel ist eine Mischung aus Debit- und Kreditkarte und liegt zusammen mit PayPal in der Käufergunst ganz vorne. In Großbritannien hingegen sind Online-Zahlungen mit PayPal oder Rechnungskäufe weniger populär. Hier führen Kreditkartenzahlungen ganz klar die Liste an.

Wie unterstützen Sie Online-Händler und E-Shop-Betreiber, die international expandieren wollen, und welche Rolle übernehmen Sie in diesem Kontext als Payment-Service-Provider?

Neben Mollies Core-Funktionalitäten bieten wir ausführliche Pakete zur Optimierung interner Abläufe an. Bestimmte Arbeitsschritte werden vereinfacht oder gänzlich durch uns übernommen, was zu einer sicheren und schnellen Zahlungsabwicklung und zu einer Effizienzsteigerung von Bestell- und Lieferprozessen führt. Daneben behalten wir landesspezifische Trends bezüglich neuer Zahlungsarten ständig im Auge. Durch eine transparente Kostenstruktur zuverlässiger Zahlungsdienstleister wird letztlich auch der finanzielle Aufwand für die Online-Payment-Optionen für Unternehmen trans­parenter und längerfristig überschaubarer.

Wie garantieren Sie Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit Ihrer Zahlungsplattform?

Sicherheit ist für Mollie Priorität, denn unsere Kunden vertrauen uns mit ihren Daten und Transaktionen, die wir entsprechend beschützen müssen. Als niederländisches Unternehmen unterstehen wir der niederländischen Zentralbank und der Europäischen Bankenaufsicht und halten uns an ihre Richtlinien zur Sicherheit von Internetzahlungen. Die Ansprüche der Bankenaufsicht an Solvabilität übertreffen wir sogar zu 300 Prozent. Intern nutzen wir das sogenannte Three-Lines-of-Defense-Modell, das heißt, unser Business wird regelmäßig von unabhängigen Compliance- und Audit-Experten geprüft. Physisch gesehen liegen die verarbeiteten Daten alle auf niederländischen Servern, die besonders gut geschützt sind.

Wie lange dauert das Onboarding?

Das geht sehr schnell, neue Kunden können schon nach 5 bis 7 Tagen Mollie auf ihrer Website nutzen und so den Umsatz steigern.

Wie viel Spielraum für neue Entwicklungen, Innovationen und Lösungen lässt Ihnen Ihre aktuelle Finanzierungsrunde?

Unsere geplante Weiterentwicklung und Innovationen sind genau das, womit wir unsere Investoren gewinnen konnten, darauf sind wir sehr stolz. Das Investment teilt sich auf drei Treiber auf, die uns signifikant voranbringen werden: Erstens wächst unser Team um weitere 300 Mitarbei­ter:innen. Clevere Leute sind die Basis von Mollies Erfolg und persönlich kann ich sagen, es ist einer der Gründe, warum es Spaß macht, bei Mollie zu arbeiten. Zweitens expandieren wir international weiter, bauen unser Angebot in Deutschland aus und bringen unser gesamtes Portfolio im UK an den Start und wollen Mollie zudem auch außerhalb Europas etablieren.

Inhaltlich wollen wir weiter erstklassigen Payment Service anbieten, doch in der Zukunft soll Mollie auch im Bereich Finanzdienstleistungen das Leben von Verkäufern und Kunden einfacher machen. Last, but not least investieren wir mit dieser Runde in unsere Technologieplattform. Das mag auf den ersten Blick wenig attraktiv klingen, ist aber genau das, was viele etablierte Player immer wieder verpasst haben und sicherstellt, dass Mollies Produkte auch in der Zukunft die schnellsten und kundenfreundlichsten am Markt sind.


www.mollie.com

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