Page 8 - TREND REPORT Ausgabe Juni/Juli 2022
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8 Titelthema: Digitale Transformation | Juni/Juli 2022 TREND REPORT Die Zukun  mit Datenschutz gestalten konnten seitdem die Anzahl unserer Mitarbeiter fast verdoppeln“, erklärte uns Deissner. Insbesondere Kunden aus dem Finanzbereich vertrauen daher auf das Wiesbadener Unternehmen. Dazu gehören vier der zehn weltgröß- ten Zahlungsdienste, drei der vier größten Kreditkartenanbieter weltweit und rund 30 der weltgrößten Banken. Insgesamt zählt das Unternehmen über 500 Kunden weltweit und erzielt rund zwei Drittel seiner Umsätze in den USA. Dort sichern die Datenspezialis- ten insbesondere die Daten von Macy‘s, Visa und Mastercard. Das Gespräch mit unserer Redaktion nimmt Michael Deissner auch zum Anlass, um unsere Leser auf aktuelle Bedrohnungsszenarien im Bereich Cy- ber-Crime hinzuweisen. Der deut- schen Wirtschaft entstanden in 2021 laut Bitkom Schäden durch Cyberkri- minalität in Höhe von 223 Milliarden Euro. Wenn wir uns nun anschauen, dass die verursachten Schäden sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht haben und die weltweite Datenmenge insgesamt ex- ponentiell steigt, ist es anzunehmen, dass sich die Lage weiter verschärft. In diesem Zusammenhang emp ehlt der Datenspezialist, alle Daten so zu ver- schlüsseln, dass sie für Cyber-Kriminel- le im wahrsten Sinne des Wortes keinen Wert mehr haben. Abschließend sensi- bilisiert Michael Deissner: „Gerade die  emen Ransomware und Insider-Be- drohungen sind weiterhin auf dem Vor- marsch. Wenig bekannt, aber umso mehr erschreckend: 2021 wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Bun- „Es wird Zeit zu handeln“ desrepublik aufgrund eines Cyberan- gri s der Katastrophenfall ausgerufen! Hierbei handelte es sich um einen Ran- somware-Angri  auf einen Landkreis in Sachsen-Anhalt. Bei der Vorstellung, dass sich dies wiederholen könnte oder gar in der Industrie oder im Finanzbe- reich passiert, sollte den Verantwortli- chen klar werden, dass es Zeit wird zu handeln und entsprechende Maßnah- men zu ergreifen.“ www.comforte.de Aus der Perspektive der Datenverarbei- ter wird der Datenschutzbereich von Jahr zu Jahr härter geregelt und Unter- nehmen sind aufgefordert, neue Stan- dards für Datensicherheit und Daten- schutz zu implementieren. Durch Da- tenschutzgesetze wie die DSGVO werden Firmen dazu gezwungen „per- sönliche Daten“ bzw. personenbezoge- ne Daten zu schützen. Bei Missach- tung drohen hohe Strafzahlungen und die vergangenen Jahre haben auch ge- zeigt, dass zweistellige Millionenstra- fen keine Seltenheit sind. Gerade Un- ternehmen, deren Innovationsmodelle auf IIoT oder Machine-Learning und KI-Lösungen basieren, müssen einiges „Wer bei Innovation mit KI und ML ein Compliance Desaster vermeiden will, sollte unsere Datenschutzplatt- form zum Einsatz bringen“, verdeut- licht Michael J. Deissner. Unsere Redaktion im Gespräch mit Michael J. Deissner, CEO der comforte AG, über die richtige Balance zwi- schen Sicherheit und Nutzbarkeit von Da- ten im Kontext moder- ner Datensicherheits- plattformen. im Sinne des Datenschutzes beachten. „Das  ema ist jedoch aus mehreren Gründen extrem herausfordernd, insbe- sondere, wenn man in solchen Model- len durch den Einsatz von durch KI/ ML Innovation betreiben will“, erklärte uns Michael Deissner Eingangs des Ge- sprächs. Um die KI mit großen Daten- mengen zu trainieren, gehören laut Mi- chael Deissner auch Daten, die strikten Datenschutzgesetzen unterliegen und meistens spielen sich fast alle KI- und ML-Projekte in der Cloud ab. Dies stellt für den CEO der comforte AG ei- nen weiteren Risikofaktor dar, da die Daten jetzt nicht mehr nur im geschütz- ten Unternehmensnetzwerk liegen. Au- ßerdemmüssendieDatennutzbarsein für den Zweck des KI-Trainings. Das bedeutet aber, dass die Daten nicht ein- fach verschlüsselt werden können. Sie jedoch ungeschützt zu nutzen, kommt leider auch nicht in Frage. „Aus Com- pliancesicht birgt dies ein viel zu hohes Risiko, betonte CEO Deissner und er- klärt dazu: „Um diese Kombination von Risiken zu beherrschen, muss man ei- nen datenzentrischen Sicherheitsansatz verfolgen. Moderne Datensicherheits- plattformen sind in der Lage, jegliche Daten so zu schützen, dass sie nutzbar bleiben, auch unabhängig davon, wo sich die Daten be nden. Wer bei Inno- vation mit KI und ML ein Compliance- Desaster vermeiden will, sollte hier ge- nau hinschauen.“ In diesem Kontext bietet die Datensicherheitsplattform der Wiesbadener Datenschutzspezialis- ten eine Reihe von Schutzverfahren, mit denen eine Pseudonymisierung oder auch Anonymisierung von Daten er- reicht wird und die allem genügen, was von den Datenschutzbestimmungen ver- langt wird. Die Datenschutzplattform vereint Schutzverfahren wie Tokenisie- rung, Verschlüsselung, und Datenmas- kierung, um die unterschiedlichen An- forderungen aus dem Datenschutz ab- bilden zu können. Die comforte wurde 1998 gegründet und hatte sich anfangs auf missionskri- tische Systeme spezialisiert, die etwa bei Banken und Zahlungsdienstleis- tern im Einsatz sind. „In diesen Umge- bungen haben wir damals noch unter unserem heutigen Aufsichtsratsvorsit- zenden und Gründer Dr. Michael Roßbach und Michael Horst als Chief Architect unsere IP und unsere Cyber- sicherheits-Kompetenz aufgebaut und auf der ganzen Welt Zahlungsnetzwer- ke sicher betrieben. 2017 haben wir den Markteintritt mit der comforte Data Security Plattform gewagt und 


































































































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