Page 4 - TREND REPORT Ausgabe Juni/Juli 2022
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4 Mobilität der Zukunft | Juni / Juli 2022 TREND REPORT 2021 den traditionsreichen Bike-Sha- ring-Anbieter nextbike. Durch den Zusammenschluss beider Firmen ent- steht Europas größter und vielfältigs- ter Mikromobilitäts-Anbieter mit mehr als 250.000 Fahrzeugen in über 400 Städten. Für Jan Gewinner von nextbike und zuständig für den Bereich Werbung, bedeutet der Zusammenschluss mit Tier Mobility eine unglaubliche Erwei- terung von Möglichkeiten. „Tier Mobility hat neben den bekannten E-Scootern auch E-Bikes und E-Mopeds im Ange- bot. Und seit neuestem ist klar, dass wir auf den Bikes und Mopeds auch Werbung anbringen können. Im Ge- gensatz zu vorher haben wir nun die Möglichkeit, mit Berlin und München in allen werberelevanten Städten Wer- bung anzubieten“, erklärt uns Jan Ge- winner. Eine Fokussierung auf den Bereich der Geschäftsmodelle zeigt, dass hier neue Zusammenhänge umsetzbar wer- den, die im Kern nicht mehr nur auf dem Fahrzeugverkauf, fahrzeugnahen Finanzierungs- und After-Sales-Ange- boten sowie unmittelbaren Mobili- täts- oder Transportleistungen basie- ren. „Zukünftige Modelle werden dar- über hinaus berücksichtigen, dass während einer automatisierten Fahrt auch digitaler Content konsumiert wird, gegebenenfalls auch mit einem Ortsbezug oder Bezug zu einem Event in der jeweiligen Umgebung oder Ein- käufe vorbereitet oder auch physisch durchgeführt werden können“, betont Prof. Frank Köster. Zusätzlich wird es möglich, durch Smart-Devices und per Sprachsteuerung e zienter zu agieren und viele Kilometer einzusparen. Es ist eben modern, Alexa, Siri und Co. in Fahrzeugen zu verwenden. Stellen Sie sich vor, Sie sind im Auto unterwegs Richtung Urlaub und plötz- lich nagt die Unsicherheit an Ihnen, ob Sie zuhause wirklich alles korrekt hin- terlassen haben. „Wenn Sie Ihr Fahr- zeug mit Smart-Home-Devices verbin- den, dann können Sie per Sprachassis- tent im Auto Zugri  auf die Geräte in den eigenen vier Wänden bekommen – und sich so schnell einen Überblick verscha en. Das Auto wird dadurch zum verlängerten Wohnzimmer und User müssen nicht mehr auf die beque- men Funktionen von Sprachassistenten Prof. Dr. Frank Köster: „Die Betrach- tung eines automatisierten und ver- netzten Fahrzeugs als rollender Sen- sor führt zu neuen Ideen.“ verzichten, die sie bereits von zu Hause kennen“, verdeutlicht uns Katharina Zeschke, Leiterin Business Develop- ment bei RMS. Laut der aktuellen Voice Studie des Audiovermarkters Ra- dio Marketing Service (RMS) kennen etwa zwei Drittel der Befragten Con- nected-Car-Lösungen oder nutzen sie bereits selbst. Mehr als die Hälfte der Autofahrer:innen nutzt Sprachassisten- ten im Auto. Dabei nutzen sie vor allem die Navigation (58 %) oder Musik- und Audioinhalte (55 %). Sprachassistenten im Auto gibt es schon länger als Alexa, Siri und Co. Auch deshalb sind Akzep- tanz und Nutzung so hoch. In diesem Kontext betont Katharina Zeschke: „Die Anzahl integrierter oder gekop- pelter Geräte nimmt zu. Neben der Verwendung von Sprachassistenten und der interoperablen Verknüpfung des Autos mit dem Smartphone, Be- zahlsystemen oder anderen Features wird vor allem die Art und Weise, wie wir Audio während der (autonomen) Fahrt erleben, eine große Rolle spie- len.“ Aktuell hat es Apple mit Carplay gescha t, alle Displays im Auto zu ka- pern. Bisher gab es zwischen Auto- und Tech-Konzernen eine rote Linie, die nicht überschritten wurde: das Dis- play des Cockpits. Diese Grenze will Apple jetzt einreißen und hat sich da- für gleich 14 Autohersteller ins Boot geholt, die mitmachen wollen.“ Laut Prof. Dr. Frank Köster führt auch die Betrachtung eines automati- sierten und vernetzten Fahrzeugs als Connected Cars - Raum für Audio-Entertainment Katharina Zeschke, Leiterin Business Development bei RMS, spricht mit der TREND-REPORT-Redaktion über Sprach- assistenten, Interkonnektivität und das Auto als Raum für Audio-Entertainment. Stellen Sie sich vor, Sie sind im Auto unterwegs Richtung Urlaub und plötz- lich nagt die Unsicherheit an Ihnen, ob Sie zuhause wirklich alles korrekt hin- terlassen haben. Wenn Sie Ihr Fahr- zeug mit Smart-Home-Devices verbin- den, dann können Sie per Sprachassis- tent im Auto Zugriff auf die Geräte in den eigenen vier Wänden bekommen – und sich so schnell einen Überblick verschaffen. „Das Auto wird dadurch zum verlängerten Wohnzimmer und User müssen nicht mehr auf die be- quemen Funktionen von Sprachassis- tenten verzichten, die sie bereits von zu Hause kennen“, erklärte Katharina Zeschke zu Beginn unseres Gesprächs. Mehr als die Häl e der Autofahrer:innen nutzt Sprachassistenten im Auto. Das hat die aktuelle Voice Studie von RMS Radio Marketing Service ergeben. Da- bei nutzen sie vor allem die Navigation (58 %) oder Musik- und Audioinhalte (55%). „Sprachassistenten im Auto gibt es schon länger als Alexa, Siri und Co. Auch deshalb sind Akzeptanz und Nut- zung so hoch. Für Werbetreibende ist das eine großartige Entwicklung. Sie kön- nen ihre Kund:innen während der Auto- fahrt erreichen und bekommen dafür eine fast uneingeschränkte Aufmerk- samkeit geschenkt“, betont die Spezi- alistin für Audiowerbung. Das Multichannelmedium Audio spielt heutzutage dank der technologischen Entwicklungen eine neue, komplexere Rolle im Auto. Zusätzlich bieten Fahr- zeuge ein optimales Umfeld für den Konsum von Audioinhalten – ob unter- haltende oder informative. Viele Auto- fahrende wollen die Zeit während einer Fahrt sinnvoll nutzen und hören dem- entsprechend aufmerksam zu. Außer- dem sind die Qualität und die Anord- nung der Lautsprecher im Laufe der Zeit so perfektioniert worden, dass viele Fahrzeuge ein einzigartiges Klangerleb- nis bieten – bis hin zu 3 D-Audio. In be- sonders modernen Autos sorgen Tech- nologien wie Noise Cancelling für zusätz- lichen Komfort beim Audiokonsum. Audiowerbung als Gattung steht im Zentrum einer beschleunigten tech- nologischen Innovations- und Trans- formationsdynamik. Einhergehend mit einer wachsenden Popularität wird Audiowerbung auf allen Ebenen weiter vom Markt professionalisiert. Katha- rina Zeschke erklärt uns abschlie- ßend dazu: „Es werden in der Folge vollkommen neue Formate entstehen, die zielgerichtete Ansprache von Ziel- gruppen wird sich weiter verbessern und die Erwartungshaltung der Hörer:innen in Bezug auf akzeptanz- relevante Aspekte wie Storytelling oder ein wiedererkennbares und emotional Katharina Zeschke: „3D Audio klingt realistischer und die Zielgruppen fühlen sich angesprochener. Sie horchen auf – und hin.“ aufgeladenes Sound Branding wird wei- terwachsen und zum Treiber von In- novation und Transformation. Wir be- gleiten Unternehmen bei dieser Trans- formation und unterstützen sie dabei, immer die passenden Audiospots zu entwickeln und auszuspielen.“ www.rms.de 


































































































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