Page 4 - TREND REPORT Juni 2021
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4 Finanzwelt im Wandel | Juni 2021 TREND REPORT Plattformökonomie: So geht Kundenbindung heute Gastbeitrag: Martin Beyer, Vorstandssprecher der Fiducia & GAD IT AG, berichtet über die Vorteile hochgradig automatisierter Banking-Prozesse. betri t unter anderem Lösungen von VR Smart Finanz sowie eine durchgän- gig automatisierte Beratungs-, Ange- bots- und Abschlussstrecke zur priva- ten Immobilien nanzierung. Immer mehr Partner aus der genossenschaftli- chen FinanzGruppe werden ihr Portfo- lio über die Markt- und Integrations- plattform füreinander ö nen – was VR-Banken die Bereitstellung bedarfs- gerechter Komplettangebote ohne Me- dienbruch ermöglicht. Eben dadurch können sie sich neue Ertragsquellen und Kundengruppen erschließen so- wie ihre Kundenbeziehungen festigen. Automatisierung auf allen Ebenen Technologisch basiert die gesamte Plattformarchitektur der Fiducia & GAD auf modularen Microservices: Neue Banking Services etwa setzen sich somit aus bereits getesteten Soft- warebausteinen zusammen. Dies ver- kürzt die Entwicklung, beschleunigt die Markteinführung und garantiert ein Höchstmaß an regulatorischer Konformität. Zudem unterstützen Mi- croservices die verbundweite Prozess- standardisierung – was wiederum dem Automatisierungstempozugutekommt. Genau hier liegt der Schlüssel für stei- gende E zienz: Per Automatisierung gelang es beispielsweise, den Kontoer- ö nungsprozess von 35 auf 7 Minuten zu reduzieren und auch als Omnika- nal-Onlineabschluss-Strecke mit zehn Pilotbanken und ersten Markterfolgen zu verproben. Eine Pilotbank berichtet über 10 bis 15 neue Kontoerö nungen auf der Onlinestrecke pro Tag. Derzeit werden 15 weitere Prozesse auf die neue Servicearchitektur umgestellt. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen circa 80 Prozent des Standardgeschäfts in al- len Genossenschaftsinstituten kom- plett automatisiert ablaufen. InderZwischenzeittreibenwirdenAu- tomatisierungsfortschritt durch diverse Brückentechnologien voran – etwa durch Robotic Process Automation: Bei die- ser Form der Prozessautomatisierung übernehmen Softwareroboter manuelle Eingaben wie längere Klickstrecken in einer agree21-Maske. Von greifbaren Automatisierungse ekten wie Zeit- und E zienzgewinn, weniger Fehlern und verbesserter Datenqualität pro- fitieren VR-Banken also lange, bevor die neue Plattformwelt komplett ist. www.fiduciagad.de Der viel zitierte „Kunde 2.0“ reicht schon lange über die junge Generation hinaus: Spätestens der Lockdown mach- te auch Silver Agers und Senioren zu „DigitalImmigrants”,dieganzselbstver- ständlich Online-Banking nutzen. Die Pandemie entpuppt sich demnach als eine Riesenchance für VR-Banken, ihre digitale Kundenbasis zu verbreitern. Eine Chance auch deshalb, weil die Ziel- vision der Digitalisierungso ensive der genossenschaftlichen Finanzgruppe „KundenFokus“ für die Kundengruppe der Firmenkunden Wirklichkeit wird: Digital-persönliche Kundennähe durch begeisternde Omnikanal-Erlebnisse – das wird den Markenkern der Volks- und Rai eisenbanken beleben, aber auch verändern. Im Wettbewerb gewin- nen sie somit ein nachhaltig wirksames Di erenzierungsmerkmal–unterBeibe- haltungdergenossenschaftlichenKun- dennähe und regionaler Präsenz – hinzu. Maximale Effizienz: Die Voraus- setzung für digitale Kundennähe Doch wie erreicht man echte digitale Kundennähe? Mit einem historisch ge- wachsenen, monolithisch geprägten Kernbankverfahren jedenfalls nicht in wirtschaftlich vertretbarem Rahmen. Denn eine obsolete, weil un exible Sys- temarchitektur bremst digitale Innovati- onen aus; sie hält mit dem heutigen Markttempo einfach nicht Schritt. Die 2019 abgeschlossene Mammutmigrati- onvonmehrals340VR-Bankenaufag- ree21 war aller Voraussicht nach das letz- te Großprojekt dieser Art in der deut- schen Kreditwirtschaft. Andererseits aberschuferstdasgemeinsameBankver- fahren die Voraussetzung für den radika- len Strategiewechsel, den die Fiducia & GAD sofort nach dem erfolgreichen Mi- grationsabschluss in Angri  nahm. Mittlerweile ist die Strategieentwick- lung längst unter Dach und Fach und die Konturen der neuen Plattformarchi- tektur zeichnen sich klar erkennbar ab. Damit verwirklicht der genossenschaft- liche Digitalisierungspartner die Ziele des Verbundprojekts „KundenFokus“ und legt zugleich den Grundstein für ein völlig neues und standardisiertes Be- triebsmodell in den Banken: Hochgra- dig automatisierte Banking-Prozesse sorgenfüreinennachhaltigenE zienz- gewinnsowohlaufseitenderFiducia& GAD als auch aufseiten der Banken. Kostenreduktion dank höherer Prozess- e zienz ist für VR-Banken nicht nur ein zwingendes Wettbewerbserforder- nis, sondern verscha t ihnen auch den notwendigen Investitionsspielraum für künftige Digitalisierungsvorhaben und ergänzende von der Plattformökonomie getriebene Geschäftsmodelle. Stabile Kundenbeziehungen durch digitale Mehrwerte Schon heute können VR-Banken eine Vielzahl digitaler Lösungen auf der Ba- sis der gemeinsamen Vertriebsplatt- form anbieten. Dazu gehört zum Bei- spiel ein neues Firmenkundenportal, das im Frühjahr die letzten Geschäfts- kunden der Genossenschaftsbanken aufnahm. Auch für Privatkunden steht noch in diesem Jahr eine grundlegend neu gestaltete Online-Banking-Umge- bung zur Verfügung. Darüber hinaus ist im dritten Quartal die Freischaltung der neuen VR Banking-App für Privat- und Firmenkunden geplant. Wie erreicht man echte digitale Nähe? Sukzessive entwickelt sich die heutige Vertriebsplattform zu einer o enen Markt- und Integrationsplattform. Diese erweiterte Plattform ist nicht nur für eigene Lösungen der Fiducia & GAD konzipiert, sondern integriert auch nahtlos Angebote und Lösungen der Verbundpartner, aber auch von Drittanbietern, da wo es opportun er- scheint: VR-Banken können sich via Plattform mit Unternehmen in ihrer Region zu einem digitalen Ökosystem vernetzen. Momentan arbeitet die Fi- ducia & GAD gemeinsam mit Part- nern aus dem Genossenschaftsverbund daran, deren Angebote in den Omni- kanal der Banken einzubinden. Das 


































































































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