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 16 Green Building | April 2021 TREND REPORT  „Innovation ist Teil unserer DNA“ sungen in einer Hand. Wir überneh- men zunehmend Verantwortung ge- genüber unseren Kunden. Gibt es Anwendungsbeispiele? Die Energieerzeugung wird bedarfsge- führt, indem das Objekt mit anderen Liegenschaften verglichen wird und Va- riablen wie etwa Wettervorhersagen mit einfließen. So werden nur tatsächlich benötigte Energiemengen erzeugt und verteilt. Oder schauen wir auf die Sicherheit: Die intelligente Vernetzung von Gebäudeautomation, Brandmelde- anlage, Türschließ- und Zutrittskon- trollsystem, Beschattung und Notbe- leuchtung bietet Schutz. Im Brandfall werden vorangelegte Entrauchungssze- narien abgespielt. Die Türsteuerung kann so konfiguriert werden, dass die schnelle Evakuierung sichergestellt ist, aber nur Rettungskräfte den Brandbereich betre- ten können. Und Informationen fließen schneller: Wo brach der Brand aus? Wie viele Personen werden vermisst und wo könnten sie sein? Das Datenmonitoring mit OpenBlue kann Leben retten. Zu- dem entwickeln wir unser Lösungsport- folio laufend weiter, auch um den Her- ausforderungen durch die Pandemie besser begegnen zu können. Ein Zu- trittskontrollsystem erfasst die exakte An- zahl der Personen im Gebäude und stellt in Verbindung mit Videokameras si- cher, dass ausreichend Abstand gewahrt wird. Die Luftzirkulation und -reini- gung lassen sich mit OpenBlue ebenso steuern wie die Kontaktverfolgung. Und wir arbeiten an neuen Lösungen, speziell auch im Hinblick auf die lang- fristige und nachhaltige Gebäudesicher- heit. OpenBlue Healthy Buildings zählt zu den ersten Modulen von OpenBlue und widmet sich eben diesem Bereich. www.johnsoncontrols.de Die intelligente Vernet- zung aller technischen Komponenten in einem Gebäude ermöglicht mehr Effizienz im Betrieb, das Erreichen von Nach- haltigkeitszielen und ho- hen Nutzerkomfort. Moderne Gebäude müssen sich den Bedürfnissen ihrer Nutzer anpassen, um in Zukunft bestehen zu können. Johnson Controls, der weltweit füh- rende Anbieter für intelligente, gesun- de und nachhaltige Gebäude, bietet Produkte und Lösungen für Gebäu- deautomation, Kälte- und Klimatech- nik sowie Brandschutz und Sicherheit an, die nahtlos ineinandergreifen und die Gebäudelandschaft neu erfinden. Mehr erläutert Jörg Keßler, General Manager bei Johnson Controls Deutschland. Herr Keßler, wie sieht Ihre Vision der Zukunft aus? Bei Johnson Controls schöpfen wir die neuen digitalen Möglichkeiten aus und nutzen die Synergien in unserem Portfolio, um smarte Gebäude, ener- gieeffiziente Lösungen, integrierte Inf- rastrukturen und sichere, zuverlässige Brandschutzsysteme zu schaffen. Da- für greifen wir auf 135 Jahre Erfahrung zurück, in denen wir uns immer als In- novationstreiber hervorgetan haben – Innovation ist Teil unserer DNA. Wir lassen Umgebungen entstehen, in de- nen Menschen und Gebäude rei- bungslos interagieren. Smart-Building- Technologien werden in Zukunft eine zentrale Rolle spielen, wobei im Mit- telpunkt immer der Mensch steht. Was bedeutet das genau? Sie machen Gebäude effizienter – in al- len Belangen. Sie reduzieren den Be- triebsaufwand und vereinen Klima- schutz mit Komfort und Sicherheit für die Gebäudenutzer. Bereits vor Beginn der Pandemie zählten Investitionen in eine energieeffizientere Gebäudeleit- technik und in Optimierungen im Seg- ment Heizung, Lüftung und Klima laut unserem Energy Efficiency Report zu den Maßnahmen, die Unternehmen vorantreiben wollten, um wirtschaftli- cher zu sein und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Heute kommt hinzu, dass man Gebäudenut- zern Sicherheit und ein gutes Gefühl geben möchte. Wie wird all das möglich? Es kommt dabei nicht allein auf Ein- zelkomponenten, sondern auf die intel- ligente Integration an. Wir präsentieren Komplettlösungen, die sich aus unse- rem gesamten Leistungsportfolio zu- sammensetzen: Die Geschäftsbereiche Heating, Ventilation & Air Conditioning (HVAC), Gebäudeautomation (BMS) sowie Fire&Security (F&S) arbeiten Hand in Hand zusammen, um Gebäu- de optimal zu vernetzen und leistungs- fähigerzumachen.UnseredigitaleMar- ke OpenBlue vereint all unsere Produkt- lösungen und die zugehörigen Services und Leistungen unter einem Dach. Was leistet OpenBlue? OpenBlue bringt vernetzte Lösungen und individuelle Services zentral in ei- ner integrierten digitalen Architektur zusammen. Kunden können damit aus ihrer spezifischen dynamischen Umge- bung heraus auf die verschiedenen Ge- bäudesteuerungen zugreifen und Re- ports mit Analysen aller Bereiche einse- hen – ohne sich mit allen Einzelsystemen auseinandersetzen zu müssen. Unkom- pliziert erhalten sie transparente Einbli- cke und das Wissen, auf dessen Basis sie fundierte Entscheidungen für ihr Ge- bäude treffen können, egal in welcher Branchesiewirken.DabeibildetOpen- Blue erstmals die Gesamtheit aller digi- talen Lösungen ab. Die Architektur er- möglicht die übergreifende Verwaltung Hunderttausender von Datenpunkten und gestattet auch den Austausch mit den Fremdsystemen anderer globaler Big Player. Mit dem primären Ziel, über alle Systeme hinweg die Gebäudeeffizienz zu steigern. Ein intelligentes Datenma- nagement in diesem Umfang ist neu. Wie werden Daten genutzt? OpenBlue stellt die Gebäudedaten so bereit, dass Kunden sie systemorien- tiert verwalten, sämtliche Gebäudeteile miteinander vernetzen und damit deut- lichervonIntelligenz,Sicherheit,Nach- haltigkeit und insgesamt mehr Effizi- enz profitieren können. Gebäude kön- nen eigenständig dazulernen, Fehler selbst erkennen und beheben und au- tomatisch auf persönliche Präferenzen und Anforderungen der Gebäudenut- zer reagieren. Konkret umfasst Open- Blue KI-gestützte Service-Lösungen wie etwa die Ferndiagnose, vorausschau- ende Wartung, Compliance-Überwa- chung, erweiterte Risikobeurteilungen und vieles mehr. Was an OpenBlue wirklich neu und einzigartig ist, ist die Vernetzung und Integration aller Lö-       Jörg Keßler, General Manager bei Johnson Controls Deutschland, treibt OpenBlue maßgeblich mit voran.   


































































































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