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 10 Green Economy | April 2021 TREND REPORT  everphone-Gründer Jan Dzulko sprach mit unserer Re- daktion über das Thema „Phone as a Service“ und seine Refurbishment-Strategie. „‚Phone as a Service‘ bedeutet, dass Unternehmen mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets nut- zen, ohne sie dabei zu besitzen“, erklärt Dzulko ein- gangs des Gesprächs. Die Company nimmt Organisa- tionen den Aufwand rund um das Handling von Smartphones und Tablets nahezu vollständig ab. Dazu werden die Geräte komplett eingerichtet und mit einem attraktiven Leistungspaket Kunden zur einen zweiten Lebenszyklus. Das spart durchschnitt- lich 58 kg CO2 pro Smartphone“, ergänzt Dzulko. Zusätzlich bietet everphone an, das komplette Mobile- Device-Management (MDM) für seine Kunden zu über- nehmen. Wenn Mitarbeitende z. B. ihre eigenen Geräte mitbringen, ist häufig nicht klar, wie mit den Daten umgegangen werden soll. Hier verspricht Dzulko eine Lösung: „Bei unserem Phone-as-a-Service-Ansatz ist alles von vorneherein geregelt. Wir integrieren MDM- Lösungen und sorgen dafür, dass Daten gemäß den gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben Das Konzept von everpho- ne „entlastet die IT-Ab- teilung spürbar, sorgt für mehr Datensicherheit und -schutz und ist gleichzei- tig auch noch gut für die Umwelt“, betont CEO und Gründer Jan Dzulko. Nutzung überlassen. „Das entlastet die IT-Abteilung spürbar, sorgt für mehr Da- tensicherheit und -schutz und ist gleichzeitig auch noch gut für die Um- welt“, betont Dzulko. Noch landen viel zu viele defekte oder ausgemusterte Handys in irgendeiner Schublade. Da- mit werden neben Geld auch wertvolle Rohstoffe verschwendet, die nicht wie- der genutzt werden. „Für viele Unter- nehmen ist ein Geräteaustausch zu auf- wendig. Für uns nicht, denn wir sind da- rauf spezialisiert. Rückläufer bereiten wir wieder auf und ermöglichen ihnen verarbeitet werden. Das ist Sicherheit by Design.“ Da das MDM weit über eine reine Inventarisierung der Ge- räte hinausgeht, wird zum Beispiel auch die automati- sierte Softwareverteilung auf den Firmenhandys mög- lich. So können Apps für die Belegschaft sicher ausge- rollt werden. Zudem kann ein verschlüsselter „Workspace“ für die Unternehmensdaten eingerichtet werden. Die privaten Daten sind davon getrennt und Mitarbeitende können die Geräte uneingeschränkt auch außerdienstlich nutzen. Beschäftigte können sich so ein Zweitgerät für private Zwecke sparen, was gut für die Umwelt sowie für den Geldbeutel ist. IT- und Digitalabteilungen werden im Kontext der Di- gitalisierung in Unternehmen immer wichtiger. Sie sollten sich nicht mit profanen Aufgaben wie dem Handling von Smartphones von Kolleginnen und Kol- legen beschäftigen. „Das kann man heute sinnvoll auslagern. Gleichzeitig bietet ‚Phone as a Service‘ ei- nen echten Mehrwert für die Belegschaft: Anstelle der in vielen Firmen typischen Einsteiger-Smartphones können Mitarbeitende sich mit unserem Service ge- gen eine geringe Zuzahlung die aktuellen Top-Model- le leisten“, schließt Jan Dzulko. www.everphone.de Smartphones in Firmen besser managen       Transparente, nachhaltige Lieferketten  Wie Unternehmen den Anforderun- gen des neuen Lieferkettengesetzes begegnen können, berichtet Martin Berr-Sorokin, CEO und Gründer von IntegrityNext, der TREND-REPORT- Redaktion. Im Februar einigte sich das Kabinett auf einen Kompromiss für ein Liefer- kettengesetz, welches bis Mitte des Jahres verabschiedet werden soll. Es stellt die Einhaltung von menschen- rechtlichen und ökologischen Min- deststandards in internationalen Lie- ferketten sicher und trägt damit nach- haltig zu besseren Bedingungen für Mensch und Natur bei. Deutsche Un- ternehmen müssen Mindeststandards bei allen unmittelbaren Zulieferern kontinuierlich überprüfen und jährlich darüber Bericht erstatten. Bei Verstö- ßen drohen erhebliche Bußgelder und der Ausschluss von öffentlichen Aus- schreibungen. Direkt betroffen sind ab 2023 Unternehmen mit mehr als 3 000 Beschäftigten sowie ab 2024 Firmen ab 1 000 Beschäftigten. „Einkaufs- und Supply-Chain-Abtei- lungen trifft hierbei eine besondere Verantwortung“, verdeutlicht Martin Berr-Sorokin, der im Wesentlichen zwei große Herausforderungen sieht. Zum einen die Vielzahl der zu berück- sichtigenden Risikofelder, die abzude- cken sind; zum anderen stellt die schiere Menge an Lieferanten, die ein Unternehmen üblicherweise hat, schon eine Schwierigkeit dar. „Vor allem, da das Gesetz ausnahmslos alle unmittel- baren Zulieferer einschließen wird. Das können viele Tausende oder sogar Zehntausende von Zulieferern sein, die kontinuierlich überprüft werden müssen“, überschlägt er den enor- men Aufwand. „Da kommt man mit Papier und Bleistift sowie traditionel- len Methoden wie Audits nicht weit.“ Kein Wunder also, dass es so lange dauerte, das neue Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen, kamen doch aus der Wirtschaft Einwände, dass der Aufwand für Unternehmen zu groß sei und damit ein Wettbewerbs- nachteil entstehe. Diese Angst will Berr-Sorokin den betroffenen Unter- nehmen nehmen. „Die Anforderun- gen sind machbar und die Sorgfalts- pflicht kann mithilfe von Technologie auch ressourcenschonend erfüllt wer- den“, versichert er. Seine Nachhaltigkeits-Plattform bietet Unternehmen eine Lösung, die hoch- skalierbar ist und somit die Überprü- fung aller Lieferanten ermöglicht. Da- bei holt IntegrityNext von den Lieferan- ten automatisiert Assessments zu allen relevanten Nachhaltigkeitsthemen ein, die auf den entsprechenden Standards basieren und die im Lieferkettengesetz definierten Risikofelder bereits abde- cken. Die Geschäftspraktiken sowie die Zertifikate der Lieferanten werden auf der Plattform validiert und konsoli- diert. „Zusätzlich werden in den Medi- en Milliarden von Nachrichten gescannt und analysiert, um Negativmeldungen über Lieferanten herauszufiltern und dadurch Risiken frühzeitig zu erken- nen“, ergänzt der Unternehmensgrün- Martin Berr-Sorokin hilft Unterneh- men, die Anforderungen des Lie- ferkettengesetzes zu erfüllen. der. „Das geht heute nur mit künstlicher Intelligenz.“ Anhand der gesammelten Daten wird abschließend ein Report nach GRI-Standards erstellt, wodurch Unternehmen bei der im Lieferketten- gesetz geforderten Berichterstattung unterstützt werden. www.integritynext.de     Bildquelle / Lizenz: © Daniel Meyer 


































































































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