Page 8 - TREND REPORT November 2019
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 8 New Work | November 2019 TREND REPORT  europäischen Land so viele Mitarbeiter von der Problematik unbezahlter Über- stunden betroffen wie in Deutschland (71 Prozent). „Das Gericht schiebt der Flatrate-Arbeit einen Riegel vor – rich- tig so“, bejubelte DGB-Vorstandsmit- glied Annelie Buntenbach entspre- chend das Urteil des Europäischen Ge- richtshofs vom 14. Mai. Er entschied, dass Arbeitgeber ein System einrichten müssen, womit die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeiter gemessen werden kann. Dies gilt auch für Mitarbeiter im Au- ßendienst oder in Projektteams. Auf die Vorgaben aus dem Luxemburger Urteil hat der deutsche Gesetzgeber noch nicht reagiert. Es bleibt daher ab- zuwarten, wie die vom EuGH gelasse- nen Spielräume genutzt werden. So könnte es etwa Ausnahmen für Unter- nehmen unterhalb einer bestimmten Größe oder innerhalb bestimmter Branchen geben. Selbstständigkeit, Freelancer und die Gig-Economy Insbesondere in der Projektarbeit werden immer häufiger Freelancer eingebunden. Die sogenannte Gig- Economy ermöglicht Unternehmen, Arbeitskräfte mit Bezug auf das Pro- jektaufkommen zu skalieren. Gleich- zeitig war in den letzten Jahren zu be- obachten, dass Arbeitnehmer auf Ab- stand zur Festanstellung gegangen sind und freiberufliche Tätigkeiten und Selbstständigkeit an Attraktivität ge- wonnen haben. Ein Trend, der mittler- weile wieder rückläufig ist, wie der Workforce View verdeutlicht. Während 2017 noch 26 Prozent Freiberuflich- keit oder Selbstständigkeit aktiv in Be- tracht zogen, waren es dieses Jahr nur noch 15 Prozent. „Der Rückgang des Wunsches nach Selbstständigkeit hängt möglicherweise mit verbesserten öko- nomischen Verhältnissen zusammen, die mehr Möglichkeiten für eine regu- läre Beschäftigung bieten“, vermutet Lucas van Wees, President of the Euro- pean Association for People Manage- ment. „Es ist immer noch so, dass Kol- lektivvereinbarungen wie Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen für Selbstständige nicht gut geregelt sind, auch wenn der Druck zur Lösung die- ses Problems zunimmt und sich die entsprechenden Debatten mehren.“ Recruiting Mit Blick auf die Gig Economy wurde das Avature Contingent Workforce Management speziell zur Rekrutierung und Verwaltung freier Mitarbeiter ent- wickelt. Die Community-Funktion der sozialen Plattform ermöglicht die aktive Kontaktpflege zu den Mitglie- dern der Talentpools und die besten Mitarbeiter lassen sich leicht zu zu- künftigen Projekten einladen. „Diese Technologie leistet einen großen Bei- trag im Kampf um den Fachkräfte- mangel“, ist Dr. Jan Christian Seevo- gel, Senior Vice President DACH bei Avature, überzeugt. „ Im Recruiting werden KI, Smart Automation und Big Data erhebli- che Veränderun- gen und Verbes- serungen mit sich stellen und ihre Kompetenzen präsen- bringen. “ barkeit und Vergütungsvorstellungen aktualisieren. „Im Recruiting“, ist sich Seevogel sicher, „werden KI, Smart Au- tomation und Big Data erhebliche Ver- änderungen und Verbesserungen mit sich bringen.“ Eines lässt sich jedoch bei all den Ver- änderungen auch für die Zukunft kon- statieren: All der neuen Technik zum Trotz bleibt die Aufgabe des strategisch so relevanten Recruitings die Einstel- lung von Menschen. #Neuland #Arbeiten40 #NewWork Der menschliche Servicemitarbeiter wiederum ist durch Marvin soweit entlastet, dass er die Ruhe und die Zeit hat, entsprechend zu helfen und auch komplizierteren Problemen so- fort auf den Grund zu gehen. Mehr noch, Marvin ist in der Lage, Flächen- probleme frühzeitig zu erkennen, und versetzt den Service in die Lage, über Probleme zu informieren oder diese schon zu beseitigen, ehe der Mitarbei- ter selbst diese melden muss. Kurz- um: Marvin ist kosteneffizient, skalier- bar und steigert die Produktivität im Unternehmen. Ein virtueller Service- mitarbeiter, der, integriert in Chat- Systeme, selbst im Service-Desk-Be- reich die Arbeit erleichtert. Wer Marvin live sehen möchte, hat am 5. November auf der Matrix42 Di- gital Workspace World 2019 in Wies- baden die Gelegenheit dazu. www.matrix42.com   Freie Mitarbeiter können ein Profil er-     tieren, sich auf verfügbare Projekte be- werben, sich zum aktuellen Stand eines Projekts informieren und ihre Verfüg-     KI im Service Desk   Chat-Systeme wie Microsoft Teams, Slack, Skype oder Jabber sollen die Arbeit erleichtern und werden im- mer mehr zum festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Doch die damit gesteigerte Erwar- tungshaltung an den Service Desk, im Problemfall unmittelbar zu antworten, bleibt oft unerfüllt. Meldet sich doch ein Servicemitarbeiter beim durch un- vorhergesehene Systemabstürze oder unverständliche Fehlermeldungen ge- plagten und frustrierten Hilfesuchen- den, wird dieser schlicht zur Erstel- lung eines Tickets aufgefordert – Be- arbeitung irgendwann. Marvin, der neue virtuelle Servicemit- arbeiter, der von einer künstlichen In- telligenz gesteuert wird, verspricht hier Abhilfe. Er belebt oben erwähnte Kommunikationssysteme und andere Unternehmenskanäle durch seine ständige Erreichbarkeit im Chat oder am Telefon. Die stets prompt reagie- rende KI besticht vor allem durch ihr umfangreiches Wissen, welches sie über die Knowledge Cloud von Matrix42 erhält. Alle Kunden dienen dabei auch als Content Provider und stellen die- ser Daten anonymisiert aus der eige- nen Wissensdatenbank und dem eige- nen Service Catalog zur Verfügung. Marvin selbst dokumentiert zusätz- lich jede Anfrage samt Chatverlauf und bereitgestellter Lösung. Cluster- Algorithmen erkennen zudem Ähn- lichkeiten mit vorangegangenen, ver- gleichbaren Anfragen, sogar über Unternehmensgrenzen hinweg, und versetzen so Marvin in die Lage, ent- sprechend schnell eine bereits be- kannte Lösung anzubieten. Darüber hinaus erkennt der virtuelle Service- mitarbeiter, wenn der Benutzer wütend oder aufgebracht ist, und wirkt beru- higend auf ihn ein. Droht die Situation dennochzueskalieren,gibterdasGe- spräch an einen Menschen weiter.              Marvin AI Voice-Dialog mit virtuellem Support Agent Skillbasierte Gesprächsvermittlung an Support Engineer   Marvin führt als virtueller Support Agent das Telefonat mit dem Mitarbeiter und vermittelt selbst Lösungsvorschläge oder leitet das Gespräch an genau den richtigen Spezialisten weiter.  Bildquelle / Lizenz: Matrix42 


































































































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