Die neue Normalität verlangt von Unternehmen neue Wege

Gastbeitrag von Peter Gray, Senior Vice President, Advanced Technology Group: Sport bei NTT Ltd.*

In Zeiten, in denen Abstand halten das höchste Gebot ist, helfen digitale Technologien zu mehr Nähe trotz Distanz. Als offizieller Technologiepartner der Tour de France hat NTT Ltd. das bedeutendste Radsport-Event der Welt in die virtuelle Realität verlegt, um so mehr Fans zu ermöglichen, an dem Ereignis teilzunehmen. Die Erfahrungen aus dieser Zeit zeigen, welche Strategien Unternehmen auf dem Weg in die neue Normalität helfen.

Es ging ums Weitermachen: Ende August starteten 176 Fahrer in Nizza zur 107. Tour de France. Es war wegen der vielen Berge eines der anspruchsvollsten Rennen der vergangenen Jahre – und wegen Covid-19 und den damit verbundenen Einschränkungen bei Großveranstaltungen eine besondere Rundfahrt. Zuschauer waren an der Strecke nur eingeschränkt zugelassen, auch wenn die Apelle der Veranstalter, Abstand zu halten und auf Autogramme zu verzichten, nicht immer Gehör fanden. So trugen die Radsportfans in den Dörfern und Städten zwar überwiegend Masken – in ihrer Euphorie gerade in den Pyrenäen und vor allem beim Bergzeitfahren nach La Planche des Belles Filles vergaßen allerdings viele, Distanz zu halten. Spätestens beim Finale in Paris waren die Einschränkungen durch die Pandemie dann wieder sichtbar: Deutlich weniger Zuschauer feuerten die Fahrer auf der Champs-Élysées an.

Virtuelle Tour de France ermöglicht neues Erlebnis für Fans

Damit die Fans, die das Rennen nicht live an der Strecke mitverfolgen konnten, sich nicht mit einer Übertragung in das heimische Wohnzimmer zufrieden geben mussten, gingen die Tour-de-France-Macher neue Wege.

Ziel war, ein virtuelles Erlebnisformat bereitzustellen, das die räumliche Distanz zu dem Rennen schwinden lässt. Dafür hat NTT Ltd. als offizieller Technologiepartner des Ausrichters A.S.O. die Umsetzung einer „Virtual Zone Technique“ mit zahlreichen Remote-Services realisiert. Fans konnten von Zuhause oder von unterwegs Live-Daten und -Analysen über verschiedene Kanäle hinweg nutzen.

Eine AR (Augmented Reality)-App beispielsweise ermöglichte ausgesuchten Nutzern zusätzlich zur Übertragung des Rennens die Nutzung von Echtzeitdaten und die Einblendung der Landschaften. Die Veranstaltung konnte so erstmals in 3-D verfolgt werden: Die Zuschauer erlebten den Renntross zwischen Bergen, Tälern, Flüssen und Seen aus der Vogelperspektive wie aus einem Helikopter und hatten gleichzeitig Zugang zu allen wichtigen Informationen etwa den Telemetrie-Daten der Fahrer.

Unternehmen müssen gerüstet sein

Corona hat die Welt auf den Kopf gestellt – es wird aber nicht das letzte Mal sein, dass Unternehmen mit ungewohnten Herausforderungen konfrontiert werden. Hier verhilft eine agile Kultur in Kombination mit digitalen Technologien zur dafür nötigen Flexibilität und Schnelligkeit. Genauso entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist der Fokus auf Innovationen. Innovation wiederum setzt Ideenreichtum voraus und hier sollte Unternehmen intern vorhandene Ressourcen nutzen: Interdisziplinär und interkulturell aufgestellte Teams sind der Boden, um bislang ungenutzte Ideen zu heben.

In Zeiten, in denen Abstand halten das höchste Gebot ist, helfen digitale Technologien zu mehr Nähe trotz Distanz.

Peter Gray

Hilfreich kann auch ein Wettbewerb wie ein Hackathon sein. Ein Hackathon ist kein abgedunkelter Raum voller IT-Nerds, es handelt sich dabei vielmehr um ein modernes Konzept, bei dem gemeinsam im Team Innovationen entstehen, Lösungen erarbeitet oder Produkte entworfen werden. Das Event soll Spaß machen und kreative Gedanken fördern. Es gibt fast keine Einschränkungen, stattdessen viel Raum, damit sich jeder Mitarbeiter voll entfalten kann.

Zu guter Letzt sollten Unternehmen folgenden Punkt nicht vergessen: Man muss nicht alles selber machen, sinnvoller ist es, einen erfahrenen Partner mit an Bord zu holen. Bei Managed Services beispielsweise werden definierte IT-Bereiche an einen externen Dienstleister ausgelagert, Unternehmen können sich so auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Eine große Inhouse-IT-Abteilung ist nicht mehr notwendig, wodurch sich nicht nur für Konzerne, sondern auch für Mittelständler unnötig hohe Kosten einsparen lassen. Fakt ist, Covid-19 hat einmal mehr die Notwendigkeit gezeigt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Dann kann Technologie das Leben verbessern.

https://hello.global.ntt/en-us/tourdefrance/

* Peter Gray, Senior Vice President, Advanced Technology Group: Sport bei NTT Ltd.

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