Das Auto wird zur Datenplattform

„Konnektivität ist der Schlüssel, um die neuen Anforderungen zu erfüllen“, und das Auto als Datenplattform in einem größeren Kontext zu sehen.

Wir sprachen mit Jörg Zimmer, Vice President, EMEA Sales bei der BlackBerry Technology Solutions. Er ist spezialisiert auf QNX und BlackBerry IVY zum Thema „Automobil als Datenplattform“ und die Rolle der Datensicherheit in diesem Prozess.

Herr Zimmer, der jüngste Report von Frost & Sullivan konstatiert, dass im Bezug auf die Automobilindustrie nur einheitliche Datenplattformen auf Dauer Bestand haben werden. Welche Herausforderungen kommen da auf die Marktteilnehmer zu?
Es wird für die Marktteilnehmer auf jeden Fall darauf ankommen, Datenplattformen zu nutzen, die unabhängig von Fahrzeugherstellern, Zulieferern oder städtischen Infrastrukturen funktionieren. Damit das gelingt, ist ein gemeinsamer Standard für den Datenaustausch zwingend notwendig.

Das Auto muss an sich in einem größeren Kontext der Mobilität gesehen werden. Dementsprechend wird das Auto bald nur noch ein Baustein der Mobilität sein – und es wird wohl auch längst nicht mehr überall fahren dürfen. Wie wir uns und unsere Güter fortbewegen wird daher auch in Zukunft eine der Frage sein, die wir uns bei der Gestaltung unserer Städte stellen. Wie profitieren Ihre Kunden von Ihrer Technologie?
Konnektivität ist der Schlüssel, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Ein Beispiel: Wenn ich mit meinem Auto nicht direkt zu meinem Ziel fahren kann, möchte ich trotzdem eine möglichst reibungslose Reise erleben. Das ist aber nur mit intelligenter Konnektivität zwischen den verschiedenen Transportmitteln möglich. Wenn mein Auto meine Route kennt, kann es mir automatisch einen idealen Parkplatz anzeigen, damit ich dann auf ein alternatives Transportmittel umsteige und so mein endgültiges Ziel erreiche.
Konnektivität hat wie auch das autonome Fahren spezifische und hohe Anforderungen an die allgemeine und funktionale Sicherheit. Wir befassen uns bei BlackBerry mit der zugrundeliegenden Softwaretechnologie und erfüllen mit ihr die Anforderungen an Sicherheit, funktionaler Sicherheit und Konnektivität. Darüber hinaus ermöglichen wir mit der Datenplattform BlackBerry IVY neue Geschäftsmodelle, die zur Unterstützung der neuen Anforderungen im Bereich Mobilität erforderlich sind.

Das „Ökosystem Auto“ und die Rolle von BlackBerry IVY

Nichts führt am Datenaustausch zwischen Plattformen, Herstellern und „Menschen“ vorbei. Wie lassen sich Letztere mitnehmen und auf welche Weise kann ihnen ein sicheres Umfeld garantiert werden, sodass sie diesen Trends folgen?
Entscheidend ist, jederzeit für die nötige Sicherheit aller Daten zu sorgen. Das schließt ihre jeweils einzelne Übertragung und Speicherung natürlich mit ein. BlackBerry hat für die Sicherung im Hinblick auf Automobile einen 7-Säulen-Plan erarbeitet. Dieser Plan beinhaltet:

  1. Absicherung der Lieferkette
  2. Verwendung vertrauenswürdiger Komponenten
  3. Isolierung von Steuergeräten
  4. Statusüberprüfungen
  5. Einsatz eines Rapid Incident Response Network
  6. Lebenszyklus-Management
  7. Schaffung und Aufrechterhaltung einer Safety-/Security-Kultur

Wo sehen Sie Ihre Rolle und die Ihrer Datenplattform in dieser Konstellation?
Wir sind ein wichtiger Akteur, denn wir stellen das grundlegende Betriebssystem für die Systeme bereit, die sich an Bord von Fahrzeugen befinden. Darüber hinaus bieten wir zusätzliche Software-Komponenten an, die neben grundlegenden Anforderungen wie Sicherheit, funktionale Sicherheit oder Updatefähigkeit der Software auch andere Herausforderungen wie intelligente Datenverarbeitung und Zugänglichkeit von Daten erfüllt. All das ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Fahrzeuge die Mobilität und die Anforderungen der Nutzer unterstützen.

Weitere Informationen unter:
https://www.blackberry.com/us/en/products/automotive/blackberry-ivy

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