Automatisierung im Rechenzentrum: vom Hype zur Überlebensstrategie

Autor: Oliver Parpart*

Die Automatisierung ist aus allen Lebens- und Unternehmensbereichen nicht mehr wegzudenken. Als Evolution zieht sie sich seit der Industrialisierung durch unsere wirtschaftliche Weiterentwicklung und ist beispielsweise für die deutsche Industrie stets ein Garant für globalen Erfolg gewesen – trotz steigender Personalkosten.

Egal, ob das erfahrene Gastroteam im Sterne-Restaurant heutzutage auf die intelligente Küchenmaschine zurückgreift, um Soßen „à la minute“ zuzubereiten, oder der Abteilungsleiter der Schadensabteilung einer Versicherung mit Robotic Process Automation seinen Sachbearbeitern wiederkehrende Eingaben abnimmt: Im Vordergrund stand und steht immer das gleiche Ziel, nämlich höhere Produktivität und geringere Fehlerquoten. Das führt wiederum zu geringeren Kosten und höherer Qualität.

Vor Kurzem noch wurden Überlegungen zu Automatisierung außerhalb der industriellen Produktion oft noch mit mittlerer Priorität vorangetrieben, da es ja „auch so irgendwie immer geht“. Solche Ansätzen galten als innovativ, aber letztlich nicht hochkritisch für den Unternehmenserfolg. Das hat sich in kurzer Zeit grundlegend und radikal verändert.

Oliver Parpart: „In der IT wird die Notwendigkeit zur Veränderung durch weitere Trends befeuert: Agile Entwicklung und neue hybride Cloud-Technologien beschleunigen Innovationszyklen und bringen viele Vorteile und Chancen für Unternehmen mit sich. Deshalb breiten diese sich auch atemberaubend schnell aus.“

Als Brandbeschleuniger für den Veränderungsdruck wirken dabei aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie geburtenschwache Jahrgänge, Krisensituationen wie die Corona-Pandemie oder die Energiekrise als Folge der aktuellen politischen Verwerfungen.

In der IT wird die Notwendigkeit zur Veränderung durch weitere Trends befeuert: Agile Entwicklung und neue hybride Cloud-Technologien beschleunigen Innovationszyklen und bringen viele Vorteile und Chancen für Unternehmen mit sich. Deshalb breiten diese sich auch atemberaubend schnell aus.

Die Auswirkungen des Veränderungsdrucks auf das Rechenzentrum

Für den Rechenzentrumsbetrieb und damit die IT-Leiter birgt der Veränderungsdruck große Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem der immense Kostendruck aus steigenden Energiepreisen und steigenden Preisen der IT-Hersteller sowie der allgemeine Fachkräftemangel. Außerdem fehlt es oft an Skills und Know-how, sich die Vorteile neuer (Cloud-)Technologien nutzbar zu machen.

Enterprise-Container-Plattformen wie Red Hat OpenShift können Abhilfe schaffen, indem sie echte Unabhängigkeit von der darunterliegenden Infrastruktur bringen und das Deployment der Workloads auf der kostengünstigsten und energieeffizientesten Infrastruktur sowie die ständige Flexibilität der Verlagerung ermöglichen. Sie sind die Basis für den Betrieb von Software-Containerlösungen, die die Innovationszyklen dramatisch verkürzen.

Hinzu kommt die neue Generation von Lösungen im Bereich Application Performance Management (APM) und Application Resource Management (ARM), die den Kunden theoretisch eine deutliche höhere Stabilität und Verfügbarkeit der Anwendungen erlaubt – egal ob es sich um alte Legacy-Anwendungen oder neue Container-Lösungen ohne Überprovisierung von teuren, energiefressenden Ressourcen handelt. Nicht zuletzt helfen Cybervault-Konzepte den Kunden nach Ransomware-Attacken in unter 24 Stunden, statt in durchschnittlich 21 Tagen, wieder voll betriebsfähig zu sein. Theoretisch!

Aber wer kümmert sich darum, die Rechenzentrumsumgebung zeitnah anzupassen – damit die Kunden von den Lösungen bestmöglich profitieren?

Automatisierung im Rechenzentrum als Schlüssel

Genau hier kommt die Automatisierung im Rechenzentrum ins Spiel, die eine Schlüsselrolle einnimmt, da sie genau diese zeitnahe Anpassung der Umgebung ermöglicht. Automatisierung wird so zur Überlebensstrategie und Chance für Unternehmen.

Bis heute bieten viele Hersteller jedoch ausschließlich proprietäre Teilautomatisierungsansätze an, die an ihre Technologie gebunden sind.

Im Gegensatz dazu stellt Red Hat Ansible eine universelle Open-Source-Automatisierungslösung dar, die heute schon in vielen IT-Abteilungen im Einsatz ist. Wir als CANCOM sehen den Schlüssel zur Entfesselung des ganzen Potentials der Automatisierung im Data Center darin, ein Open-Source-basiertes Framework wie eben Red Hat Ansible Automation Platform zum Aufbau und Betrieb von Automatisierung strategisch in die gesamte Organisation einzubringen.

Im Tagesgeschäft lassen sich damit beispielsweise SAP-Instanzen, Worker Nodes oder generell Infrastrukturen mit einem Klick schnell aufsetzen oder Netzwerkabschnitte einrichten.

Erfolgreiche Ransomwareattacken und Cybervaults zeigen, worum es außerdem geht: Hier können SIEM-Systeme zwar den Zeitpunkt des Angriffes eingrenzen und Sicherungs-Snapshots im Angriffsfall auslösen. Speichersysteme können diese unveränderbaren Snapshots aus geschützten „Datentresoren“ bereitstellen. Der Wiederaufbau der IT-Umgebungen allerdings erfordert vorbereitete Planung und viele automatisierte Abläufe, um schnell die Umgebungen wieder aufzubauen.

Wir als CANCOM fokussieren uns bei der Beratung und Unterstützung auf Enterprise-fähige Lösungen wie Red Hat Ansible Automation Plattform, die neben dem Support und der zentralen Managementkonsole viele vorgefertigte Integrationen und Assets mitbringt. Auch eigene Assets für diverse Szenarien stellen wir bereit und erweitern diese ständig.

Fazit: Automatisierung im Rechenzentrum wird zur Überlebensstrategie, aber auch zur großen Chance für Unternehmen, die Potentiale neuer IT-Technologien zum eigenen Vorteil erfolgreich einzusetzen.

* Der Autor Oliver Parpart ist Director Business Development bei CANCOM

Weitere Informationen unter
https://www.cancom.de

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