Page 27 - TREND REPORT Juni 2019
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TREND REPORT Juni 2019 | Future Store 27 der Zukunft wollen wir diese Daten immer stärker in unserer Beratung in- tegrieren, um den Kunden zielgerichtet sagen zu können, wo sie ihre Kunden am besten erreichen.“ Unter dem Namen „blaenk“ plant Brick Spaces selbst, die- sen Sommer einen Pop-up-Store zu er- ö nen. „In einem Dashboard können die teilnehmenden Marken individuell ihre Performance tracken“, gewährt Bremmer einen Einblick in die dort pi- lotisierte „Retail Analytics“-Lösung. „Pas- santen-Frequenz, Besucherzahl, Sicht- kontakte der Marke und Anzahl der Käufer. Darüber hinaus können demo- gra sche Merkmale bei der Laufkund- schaft, wie z.B. Interessen und Her- kunft, dargestellt und bei den Besuchern das Alter sowie Geschlecht de niert werden. Durch GPS-, WiFi- und 3-D- Kamera-Daten werden die Informatio- nen datenschutzkonform und anony- misiert generiert und veranschaulicht.“ Customer Service Jeden einzelnen Kunden zu verstehen ist der Schlüssel für erfolgreiche Kom- munikation und damit auch für den Erfolg des Geschäfts oder den Erfolg einer Marke. Dies gilt nicht nur beim unmittelbaren Einkaufserlebnis, son- dern auch an einer anderen Station der Customer Journey – dem Kundenser- vice. Hier erwarten Endkunden, dass ihre Anliegen umgehend und auf dem einfachsten Weg bearbeitet werden. Ganz gleich, über welchen Kanal sie sich an die Unternehmen wenden. Ein hängen bleiben in der Warteschleife und unbeantwortete E-Mails oder Messenger-Anfragen führen die Custo- mer Journey in eine Sackgasse und bremsen damit auch die Entwicklung des Unternehmens. Insbesondere, da der Kunde von heute vernetzt ist und so schlechte Erfahrungen schlechte Be- wertungen auf verschiedenen Portalen und negative Kommentare auf Social- Media-Kanälen nach sich ziehen. Der Verlust eines Kunden kann sich so schnell potenzieren. Bosch Service Solutions hat sich als Anbieter für das Auslagern von Geschäftsprozessen positioniert und hilft im Customer Service, die Erwar- tungen der Kunden zu erfüllen. Neben menschlichen Experten kommen dabei im Kundenkontakt auch Technologien zum Einsatz, die helfen, das Kundener- lebnis zu verbessern. Das kann ein Agile Pop-up-Stores: Gerade in Zeiten von ständigem Wandel bieten kurzzeitige Stores eine opti- male Lösung, um neue Technologien und Ideen auszuprobieren. Analysten haben hervorgehoben, dass wir die globalen Digitalisierungspro- zesse nicht nur umgesetzt haben, son- dern dass wir sie zum Teil unserer Un- ternehmensstrategie gemacht haben. Für uns gehören Technologien und Di- gitalisierung zum Selbstverständnis.“ Der letzte Satz könnte gleichwohl auch das Credo der Millennials sein. Neue Technologien adaptieren sie wie selbst- verständlich und erwarten auch von Dienstleistern, dass der damit einher- gehende Komfort angeboten wird. Das muss nicht heißen, dass sie nur noch mit voll automatisierten Service-Robo- tern agieren wollen. Komfort liegt viel häu ger auch in der menschlichen Konversation, nur dass der Verkäufer oder Mitarbeiter im Kundensupport nun datengestützt menschlich und em- pathisch besser auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen kann. Vielleicht än- dert sich das, wenn wirklich die erste KI den Turing-Test besteht. #FutureRetail #FutureStore Kundenbeziehungs- oder Wissensma- nagement-Tool sein oder auch eine Automatisierungslösung. Für den Ein- satz solcher Technologien wurde die Bosch Service Solutions 2018 von Frost & Sullivan mit dem Technology Leadership Award ausgezeichnet. „Im Besonderen gilt die Auszeichnung für den Einsatz von Lösungen wie ‚Ro- botic Process Automation‘ in der glo- balen Automatisierung. Die Umsetzung der Automatisierungsprozesse wurde dabei als besonders fortschrittlich an- gesehen“, freut sich Robert Mulatz, Geschäftsführer von Bosch Service So- lutions, über die Auszeichnung. „Die Pop-up – Die Zukunft des Einzelhandels Gastbeitrag von Martin Bressem, Geschäftsführer der Brick Spaces GmbH Trotz des E-Commerce steigen die Umsatzzahlen im stationären Han- del. Die Einkaufsstraßen sind gefüllt und der Erlebnisdrang des Menschen ist gegeben, jedoch hat sich das Kauf- verhalten des Kunden verändert. Menschen bekommen alles online – zum besten Preis und sofort. Kunden suchen in der realen Welt also etwas anderes. Sie wollen testen, fühlen, schmecken, riechen. Nur sind heut- zutage die meisten stationären Shops so überholt, dass sie auf die Sinnes- wahrnehmung nicht einzahlen. Auch der Kundenservice lässt häu g zu wünschen übrig. Der Pop-up-Gedan- ke bringt hingegen genau das mit sich, was die Menschen vermissen. Es steht nicht der Verkauf, sondern das Erlebnis im Vordergrund. Es werden bei Pop-up-Konzepten oft Event- Komponenten integriert, wie z. B. di- gitale Installationen, Atmosphäre und Gastronomie. Ladenbausysteme werden so  exibel gehalten, dass die Warenprä- sentation agil bleibt. Es wird mit Limitie- rung gearbeitet. In uencer werden ein- gebunden. Eigene Mitarbeiter werden rekrutiert. Es entsteht schließlich bei Pop-ups eine Erlebniswelt, wo der Ab- verkauf das positive Beiprodukt ist. Un- sere Hypothese: je besser das Erlebnis, desto besser der Verkauf. Genau an der Stelle setzen wir ein und helfen Kunden bei der Realisation von Pop-up-Projek- ten. Diesen Sommer 2019 launchen wir unter Betracht der o. g. Punkte sogar unseren eigenen Store„blaenk“ mit 20 Marken in Düsseldorf und pilotisieren zugleich unsere KI-gestützte Tracking- Lösung, die den Online-üblichen Sa- les-Funnel des Einzelhandels dar- stellt. Unser Credo: Die Zukunft des Einzelhandels muss innovativer und erlebnisorientierter werden. Diese Zukunft wollen wir mitgestalten! www.brickspaces.de „Es entsteht bei Pop-ups eine Erlebniswelt, wo der Abverkauf das positi- ve Beiprodukt ist“, so Martin Bressem von Brick Spaces. 


































































































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