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18 Wachstum durch KI | Juni 2019 TREND REPORT trendreport.de White-Box vs. Black-Box-KI Ein Sprichwort besagt: „Was der Bauer nicht kennt, dass isst er nicht.“ So ähn- lich verhält es sich mit der „Black-Box KI“: hier sind die entscheidenden Algo- rithmen in den Lösungen vor den Mitar- beitern verborgen. Diese Unwissenheit erzeugt Skepsis und verhindert unbe- wusst den Einsatz. Warum „transparen- te Algorithmen“ der bessere Weg sind, erklären wir auf http://trendreport.de/ white-box-ki trendreport.de/wiki Begri serklärungen rund um KI, Digi- talisierung und Machine-Learning unter http://trendreport.de/wiki Kooperation gefragt Wie können KMU von der Zusammenar- beit mit einem Forschungsinstitut pro - tieren? Mit speziell zugeschnittenen An- geboten und Forschungsprojekten ist das FIR an der RWTH Aachen Treiber für die Digitalisierung der KMU. Durch de- taillierte Kenntnis der spezi schen Her- ausforderungen mittelständischer Be- triebe können zielgerichtete Lösungen entwickelt und umgesetzt werden. http://trendreport.de/ r „sogar die Möglichkeit, Absichten und Stimmungen zu registrieren – und etwa bei Unzufriedenheit eines Anru- fers im Callcenter gleich eine besänfti- gende Aktion anzustoßen.“ Oder um relevante Nachrichten, Arti- kel, Bloginhalte und Tweets rund um die Uhr zu analysieren und in Han- delssignale umzuwandeln, könnte man Bastian Lechner, CEO von Catana Ca- pital in den Mund legen. Sein Unter- nehmen hat mit dem Data Intelligence Funds (ISIN: DE000A2H9A68) einen Fonds entwickelt, der genau in dieser Art Markt-Sentiments nutzt und zu- sammen mit den Daten aus histori- schen Kursbewegungen vorhersagen zur Marktentwicklung tri t. „Wir geben immer noch die Leitplan- ken vor und setzen die Rahmenpara- meter, Exposure-Limit, Gewichtun- gen, etc.“ geht Lechner dabei auf die noch bestehende Aufgaben des Portfo- liomanagers ein. „Jede Order wird von uns noch mit einem  nalen Klick be- stätigt.“ Am Ende ist es also immer noch der Mensch, der die entscheiden- de Handlung ausführt und somit auch die Verantwortung übernimmt. Der Mensch, der mit der Maschine zusam- menarbeitet. Kollege KI Mit dem Lesen menschlicher Emotio- nen durch eine KI beschäftigt sich auch Prof. Dr.-Ing. Barbara Deml, In- stitutsleiterin des Instituts für Arbeits- wissenschaft und Betriebsorganisation amKIT.IhrZielistdieZusammenar- beit von Mensch und Maschine jetzt und in Zukunft zu verbessern. „Was machen wir, wenn ein Kollege ge- stresst ist“, fragt sie rhetorisch. „Wir verhalten uns entsprechend und ver- suchen nicht, noch mehr Stress zu verursachen.“ Genau das sollten künf- tig auch Maschinen machen. Um Ma- schinen in diesem Kontext die richti- gen Verhaltensweisen antrainieren zu können, muss allerdings erst das menschliche Verhalten besser verstan- den werden. Um zu erfassen, was sich in unse- rem Verhalten verändert, wenn wir müde oder ratlos sind und eine be- stimmte Assistenz benötigen, analy- siert sie weit mehr als die menschliche Sprache. „In unseren Forschungen Olaf Scholz, Berliner Sprakasse: „Wer in Berlin die Uni mit einer guten Idee verlässt, gründet hier.“ spielt die Analyse von Körperbewegun- gen, vor allem von Augen- und Blick- bewegungen, eine wichtige Rolle, aber auch physiologische Parameter, wie die Herzaktivität oder die Hautleitfähig- keit, sind relevant“, so Deml. In Mensch-Maschine-Systemen sieht sie eine Chance noch potenter zu sein. „Wir werden mit dieser Unterstützung unsere Arbeit wahrscheinlich viel bes- ser ausführen können.“ Dem p ichtet auch Christian Seevo- gel, Senior Vice President DACH bei Avature bei. Sein Unternehmen entwi- ckelt KI-Systeme speziell für den HR- Bereich. Speziell hier sieht er die Chance „die Mitarbeiter von operati- ven zeitaufwendigen Tätigkeiten zu entlasten“ und ihnen damit die Mög- lichkeit zu geben „mehr Zeit zu ver- wenden, für herausforderndere und spannendere Tätigkeiten.“ Sowohl Deml als auch Seevogel sind durch ihre Arbeit immer wieder mit dem Problem der Angst der Mitarbei- ter bezüglich der neuen Technologien konfrontiert. „Arbeit ist so zentral für die meisten von uns; wir de nieren uns oft ganz maßgeblich darüber“, zeigt Deml Verständnis für die Sorgen ange- sichts der „disruptiven Veränderungen, von denen immer die Rede ist.“ Wäh- rend sie von den Mitarbeitern einfor- dert sich in die KI-Debatte mit einzu- bringen, damit die Einführung nach deren Vorstellung gestaltet werden kann, sieht Seevogel eine Hauptursa- Geldanlage mit Big Data und KI Gastbeitrag von Bastian Lechner, CEO Catana Capital Wir bieten ein innovatives quantita- tives Asset-Management auf Grund- lage eines Big-Data-basierten KI- Ansatzes. Dabei werden mehrere Millionen relevante Nachrichten, Artikel, Research sowie Inhalte aus Blogs und Tweets täglich rund um die Uhr in Englisch, Deutsch und Chinesisch über automatische Sprachverarbeitung analysiert und in Handelssignale umgewandelt. Der Big-Data-powered KI-Ansatz nutzt die kombinierte Meinung von Millionen Markt- Sentiments und his- torische Kursbewe- gungen, um Vorher- sagen über die Marktentwicklung zu treffen. Unsere vollautomatische Long- / Short-Akti- enstrategie nutzt eine einzigartige Kombination aus Aktienauswahl, in- telligentem Exposure-Management und maßgeschneidertem Risikoma- nagement mit dem Ziel, überdurch- schnittliche Marktrenditen zu erzie- len. Durch die Short-Komponente ist unser innovativer Data Intelligence Fund (ISIN: DE000A2H9A68) ins- besondere in Korrekturphasen und Abwärtsmärkten interessant, da wir durch die KI-basierten Algorith- men schnell auf negative Trends reagieren können, was positiv zur Stabilität und Performance des Fonds beiträgt. catanacapital.com/trendreport Gründer und CEO der Catana Capital GmbH, berichtet über KI Anlage­ strategien im Data Intelligence Fund (ISIN: DE000A2H9A68) 


































































































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